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100% Made in Austria, ein antizyklisches Investitionsprogramm und innovative Produkte für die Klimawende lassen das Trauner Familienunternehmen optimistisch in die Zukunft blicken.

Fenster- und Türenhersteller Internorm mit Jahresumsatz von 368 Millionen Euro

07. April 2021 | 14:48 Autor: Plenos Startseite, Oberösterreich

Traun (A) Die Internorm International GmbH bestätigte im herausfordernden Geschäftsjahr 2020 die Vorjahresergebnisse und verstärkte damit weiterhin ihre europaweite Markenführerschaft. Der österreichische Fenster- und Türenhersteller legte im Auftragseingang um 1,5% zu und erreichte mit 368 Millionen Euro beinahe den Umsatz aus dem Vorjahr (371 Millionen). Ein entscheidender Stabilitätsfaktor für Internorm ist die 100% Made in Austria-Philosophie, wodurch die Lieferketten auch während der Pandemie vollständig aufrechterhalten wurden.

Vor allem im DACH-Markt punktete das Familienunternehmen mit innovativen Produkten im Bereich der thermischen Sanierung. Aktuell beschäftigt Internorm weltweit 1.974 Personen, 68 mehr als im Vorjahr. Für 2021 ist ein Investitionspaket in Höhe von 32 Millionen Euro geplant, um sich für die Zukunft bestens aufzustellen.

Starke Sanierungsaktivitäten im DACH-Markt
Internorm verbuchte 2020 in allen drei deutschsprachigen Märkten Zuwächse. Im Heimatmarkt Österreich legte der Trauner Fensterhersteller um 3,5 Prozent beim Auftragseingang zu. Sowohl mengen- als auch wertmäßig hat Internorm damit in Österreich seine Marktführerschaft ausgebaut. Im DACH-Raum verzeichnete Internorm eine Umsatzsteigerung von 2,2 Prozent und im Auftragseingang von 5,8 Prozent mit konstanten Zuwächsen. Vor allem in Deutschland konnte Internorm mit einer Umsatzsteigerung von knapp sieben Prozent die Marktanteile weiter ausbauen. Die von den Folgen der Corona-Pandemie – auch wirtschaftlich – stark betroffenen Länder wie Italien, Frankreich und UK verzeichneten hingegen Umsatzrückgänge zwischen vier und 14 Prozent, da vor allem im Frühling 2020 nahezu alle wirtschaftlichen Tätigkeiten zum Erliegen kamen.

„Wir sind sehr froh, dass wir als Familienunternehmen in einem herausfordernden Jahr Stabilität bewiesen haben. Dank unserer 100% Made in Austria-Strategie und der damit einhergehenden hohen Lieferunabhängigkeit, konnten wir unsere Position als Europas führende Fenstermarke festigen. Durch die Corona-Pandemie rückten Themen wie Wohnkomfort, Energieeffizienz und Wohngesundheit in den Fokus, die sich in verstärkten Sanierungstätigkeiten widerspiegeln“, sagt Internorm-Geschäftsführer Marketing & Vertrieb Johann Brandstetter.

Fenstermarkt wieder im Aufschwung
Neben der verstärkten Sanierungsbereitschaft sind die Prognosen auch im Neu- und Objektbau für den europäischen Fenstermarkt laut aktuellen Branchenstudien wieder positiv. Nach einer pandemiebedingten Stagnation 2020 wird für das laufende Geschäftsjahr im DACH-Raum ein Wachstum von 4,4 Prozent vorhergesagt, für 2022 rund 3,4 Prozent. Die ersten Indikatoren des laufenden Geschäftsjahres bei Internorm sind ebenfalls vielversprechend: In den ersten drei Monaten stiegen die Umsatzzahlen im Vorjahresvergleich um rund 16 Prozent, der Auftragseingang verzeichnete einen Zuwachs von rund 19 Prozent.

Die Exportquote von Internorm lag 2020 wie im Vorjahr bei 58 Prozent. Aufgrund eines pandemiebedingten temporären Produktionsrückganges blieb der Gesamtumsatz mit 368 Millionen im Vergleich zu 371 Millionen Euro im Jahr 2019 nahezu unverändert.

Erfolgreich durch die Krise mit Homeoffice, Hygienekonzepten und Personalzuwachs
Nicht nur die Produktionstiefe und Lieferunabhängigkeit von Internorm waren ausschlaggebend für eine hohe Krisenstabilität. Auch agile Lösungen in der Organisationsstruktur halfen Europas führender Fenstermarke im vergangenen Geschäftsjahr. Nach einer schnell endenden Phase der Kurzarbeit, je nach Tätigkeitsgebiet zwischen einem und drei Monaten, richtete sich der Blick durchwegs positiv nach vorne. Die Produktion konnte dank strengen Hygienekonzepten durchgehend weiterlaufen und für rund 400 MitarbeiterInnen wurde innerhalb kürzester Zeit auf Home-Office umgestellt. Um sich für die Herausforderungen der Zukunft zu rüsten, wurden 68 neue MitarbeiterInnen eingestellt. Der Mitarbeiterstand liegt aktuell bei 1.974 (vollzeitäquivalent).

Investitionspaket für die Zukunft: 32 Millionen Euro geplant
Um für die weiteren Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein, plant Internorm für das Geschäftsjahr 2021 ein umfassendes Investitionspaket von 32 Millionen Euro in Anlagen, Produktinnovationen und Digitalisierungsmaßnahmen. „Mit unserer hohen Eigenkapitalquote sind wir in einer guten Ausgangslage, um antizyklisch zu investieren und anschließend durchstarten zu können. Wir sind in der glücklichen Lage, dabei nicht auf Banken angewiesen zu sein. In Zeiten wie diesen zahlt sich die Strategie, das Geld im Unternehmen zu belassen, aus“, so Internorm-Miteigentümer und Unternehmenssprecher Christian Klinger.

Knapp 12 Millionen Euro sind dabei für die Erweiterung des Werks in Sarleinsbach geplant, welches die regionale Wertschöpfung von Internorm weiter erhöhen wird. Zudem steht der Ausbau des Internorm-Fensterservice im Fokus, der weitere Arbeitsplätze in Krisenzeiten schafft und bestehende sicherstellt. Das Ziel ist dabei, das Dienstleistungsangebot im Bereich Fensterservice flächendeckend auszubauen und die Montagekapazitäten zu erhöhen sowie einen markenneutralen Reparaturservice fest zu verankern. Vor allem in Zeiten von gestiegenen Sanierungstätigkeiten ein wichtiger Baustein, um die kompetente sowie zeitnahe Umsetzung zu gewährleisten. Von 2010 bis 2020 realisierte der oberösterreichische Fensterhersteller Investitionen von exakt 203 Millionen Euro.

Konjunktur beleben, Strafzahlungen vermeiden und die Klimawende unterstützen
In Krisenzeiten sind positive Wirtschaftsimpulse gefragter denn je. Großes Potenzial sieht Internorm im Bereich der thermischen Gebäudeoptimierung und fordert daher einfache und leicht zugängliche Fördermaßnahmen, die gleichzeitig ausreichend und langfristig dotiert sind. Dem österreichischen Förderbudget für thermische Sanierung bis 2022 in Höhe von 650 Millionen Euro stehen laut aktuellen Schätzungen drohende Strafzahlungen von acht bis neun Milliarden Euro im Jahr 2030 gegenüber. Eine Steigerung der Sanierungsquote und die damit einhergehenden CO2-Reduktionen würden diese Strafzahlungen durch eine Verfehlung der Klimaziele für Österreich entscheidend verringern.

„Österreich muss in die Zukunft investieren, anstatt Geld durch Strafzahlungen zu verheizen. Jeder Euro, der in die Gebäudesanierung investiert wird, kommt mehrfach zurück. Sei es durch Steuern und Abgaben oder durch vermiedene Strafzahlungen und geringeren Energieverbrauch. Zudem fließen bei der thermischen Sanierung rund 90 Prozent in die regionale Wertschöpfung, was unsere krisengebeutelte Wirtschaft derzeit dringend benötigen würde“, erklärt Internorm-Miteigentümer Christian Klinger.    

„Corona darf keine Ausrede für das Nicht-Erreichen der Klimaziele sein“    
Laut dem Statistik Austria Mikrozensus von 2018 steht in Österreich einem Sanierungspotenzial von rund 2,5 Millionen Wohneinheiten eine Sanierungsquote von nicht einmal einem Prozent gegenüber. Eine Steigerung der Sanierungsquote ist keine aus der Luft gegriffene Forderung, sondern ist in der #MISSION2030 sowie dem aktuellen Programm der österreichischen Bundesregierung mit drei Prozent anvisiert. Durch eine umfassende thermische Gebäudesanierung könnten gemäß einer Studie der deutschen Energieagentur „dena“ mehr als drei Viertel des Energiebedarfs eines Gebäudes eingespart werden.

Internorm-Miteigentümer Christian Klinger: „Potenzial gibt es mehr als genug, die Ziele sind definiert, aber die Politik muss endlich in Schwung kommen. Corona darf keine Ausrede für das Nicht-Erreichen der Klimaziele sein. Was wir brauchen sind zielgruppengerechte, langfristig ausgerichtete und schnell wirkende Förderungen. Es gibt in Krisenzeiten kaum einen einfacheren Hebel, um die Wirtschaft mit regionaler Wertschöpfung anzukurbeln und gleichzeitig mit sinnvollen Investitionen im Bereich Klimaschutz voranzukommen.“

90 Jahre Internorm: Bereit für die Zukunft    
Vorankommen möchte Internorm auch im nächsten Jahrzehnt der eigenen Firmengeschichte, die mittlerweile stolze 90 Jahre zählt. Aufgrund der Corona-Pandemie fanden die Feierlichkeiten zu neun Jahrzehnten Internorm am 24. Februar 2021 virtuell statt: Zusammen mit allen Internorm-Partnern und somit rund 1.000 TeilnehmerInnen feierte Europas Fenstermarke Nummer Eins im Februar dieses Jahres ihr 90-Jahr-Jubiläum im digitalen Rahmen. Unter dem Motto „#FIT4FUTURE“ standen neben einem kurzen Rückblick auf das Jahr 2020 vor allem die Zukunftsthemen Innovation und Digitalisierung im Fokus.

„Wir möchten unser Know-how im Bereich der digitalen Beratung speziell in der aktuellen Lage, aber auch langfristig zielgerichtet nutzen und weiter ausbauen. Auch auf Produktseite sehen wir großes Innovationspotenzial: Funktionalität und eigenständiges „Denken“ stehen hierbei im Vordergrund. Vor allem in Zeiten des Klimawandels sollten Fenster das Klimamanagement in Zukunft selbst übernehmen, beispielsweise Lüftung, automatisierter Sonnenschutz sowie Wärme- und Kältedämmung. Internorm ist auch für das nächste Jahrzehnt der Unternehmensgeschichte hervorragend aufgestellt und wir sind uns sicher: Die Zukunft des Fensters kommt aus Österreich“, resümiert Klinger.

Europas Fenstermarke Nr. 1
Internorm ist die größte international tätige Fenstermarke Europas und Arbeitgeber für 1.974 MitarbeiterInnen (Vollzeitäquivalent). Mehr als 26 Millionen Fenstereinheiten und Türen – zu „100% Made in Austria“ – haben die drei Produktionswerke Traun, Sarleinsbach und Lannach bisher verlassen. Von der Geburtsstunde des Kunststoff-Fensters bis zu den heutigen Holz/Aluminium-, High-Tech- und High-Design-Innovationen, setzt Internorm europaweit Maßstäbe. Gemeinsam mit rund 1.300 Vertriebspartnern in 21 Ländern baut das Unternehmen seine führende Marktposition in Europa weiter aus. Zur Produktpalette gehören neben den Fenster- und Türsystemen auch Sonnen- und Insektenschutzsysteme.

  • Um für die Zukunft gerüstet zu sein, plant Internorm für das Geschäftsjahr 2021 ein umfassendes Investitionspaket von 32 Millionen Euro in Anlagen, Produktinnovationen und Digitalisierungsmaßnahmen.
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  • „Mit unserer hohen Eigenkapitalquote sind wir in einer guten Ausgangslage, um antizyklisch zu investieren und anschließend durchstarten zu können. Wir sind in der glücklichen Lage, dabei nicht auf Banken angewiesen zu sein. In Zeiten wie diesen zahlt sich die Strategie, das Geld im Unternehmen zu belassen, aus.“
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  • „Wir sind sehr froh, dass wir als Familienunternehmen in einem herausfordernden Jahr Stabilität bewiesen haben. Dank unserer 100% Made in Austria-Strategie und der damit einhergehenden hohen Lieferunabhängigkeit konnten wir unsere Position als Europas führende Fenstermarke festigen.“
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