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Gründeroffensive Oberösterreich (Foto: Syda Productions/Fotolia)

Start-Up Prämie für oberösterreiche Wirtschaft - Land startet Gründeroffensive

08. März 2016 | 12:43 Autor: Land Oberösterreich Österreich, Oberösterreich

Linz (A) Unternehmensgründungen schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sondern stärken auch die Innovationskraft des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich. Sie sind echte „Innovationstreiber“, weil sie oft Marktlücken erkennen und schließen, etwa durch technologische oder durch Dienstleistungs-Innovationen.

Unternehmensgründungen gestalten so die künftige Entwicklung unseres Bundeslandes entscheidend mit. „Ein zentraler Schwerpunkt der Wirtschaftspolitik in Oberösterreich ist daher eine Gründungsoffensive. Wir wollen mit einer oö. Gründungsstrategie die Anzahl der Unternehmensgründungen in unserem Bundesland erhöhen und die Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer entsprechend stärken“, betont Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl.

Mit 4.471 Unternehmensgründungen (exklusive Personenbetreuer/innen)
lag Oberösterreich im vergangenen Jahr 2015 auf Platz 3 im Bundesländer-Vergleich.

Fachsymposium zur OÖ. Gründungsstrategie am 4. April in
der Stahlwelt in Linz

Ein erster Ausblick auf die neue OÖ. Gründungsstrategie wird bereits im Rahmen eines Fachsymposiums am 4. April gegeben, das in der voestalpine-Stahlwelt stattfinden wird (Beginn 19.00): Teilnehmen daran wird unter anderem Ali Mahlodji, Gründer die Onlineplattform Whatchado, durch die Unternehmen ein neuer Zugang zum Gewinnen von Fachkräften geboten wird. Weiters gibt es eine hochkarätig besetzte Diskussionsrunde mit Vertreter/innen der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung sowie aufstrebender Start-up-Unternehmen aus Oberösterreich.

„Start-up-Prämie“ für die oö. Wirtschaft:
Ein erster wesentlicher Schritt zur Unterstützung von
Unternehmensgründungen und die Stärkung von Jungunternehmer/innen ist die neue Start-up-Prämie für die oö. Wirtschaft: „Sie richtet sich an Gründerinnen und Gründer kleiner Unternehmen, deren besondere Unterstützung das Wirtschaftsressort des Landes OÖ auch in der Strategie ‚KMU und Familienunternehmen Oberösterreich 2030‘ festgeschrieben hat“, erklärt Wirtschafts-Landesrat Strugl.

Mit der Gewährung von Zuschüssen im Rahmen dieses Programmes soll
die Innovationstätigkeit und das Wachstum von neu gegründeten selbstständigen, gewerblichen kleinen Unternehmen gestärkt werden. Insbesondere soll die schwierige Anlaufphase von Gründungen und Nachfolgen von Jungunternehmer/innen finanziell unterstützt werden und damit ein Beitrag zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der neu gegründeten oder übernommenen kleinen Unternehmen geleistet werden.

Zielsetzungen der neuen Förderung:
Durch die neue Start-up-Prämie für die oö. Wirtschaft sollen insbesondere
folgende Zielsetzungen erreicht werden:

- Erhaltung und/oder Schaffung von höher qualifizierten Arbeitsplätzen
(Qualifikationssteigerung)
- Stärkung der Infrastruktur für FTE-Tätigkeit
- Erweiterung des Marktpotentials (Erschließung neuer Märkte)
- Modernisierung und Erweiterung der Produktion
- Beitrag zur Sicherung von nachhaltigem Wachstum
- Steigerung von öko-, energie- bzw. ressourceneffizienten Verfahren,
Produkten und Dienstleistungen
- Technologiesprung

Investitionsschwerpunkte:
Die angestrebten Investitionsschwerpunkte des neuen Programmes sind:
- Errichtung eines neuen Betriebes
- Übernahme eines Unternehmens
- Modernisierung und Erweiterung eines bestehenden Betriebes-
 Maßnahmen im Bereich der Produkt- oder Verfahrensinnovation
- Maßnahmen zur Erbringung innovativer bzw. qualitativ höherwertiger
Dienstleistungen

Erforderliches Investitionsvolumen:
Für die Gewährung einer Förderung ist ein Investitionsvolumen zwischen
20.100 und 300.000 Euro erforderlich.

Art und Höhe der Förderung:
- Die Förderung im Rahmen dieses Programmes wird in Form von nicht
rückzahlbaren Zuschüssen bzw. Zinsenzuschüssen gewährt.
- Die Förderungshöhe beträgt maximal 7,5 % der
Berechnungsgrundlage.
- Die maximale Landesförderung je Förderungswerber/in ist nach
diesem Förderungsprogramm mit einer Landesförderung von maximal
22.500 Euro beschränkt.
- Mit dem neuen Förderungsprogramm können Investitionsvorhaben von
Jungunternehmer/innen mit einem jährlichen Investitionsvolumen von
insgesamt rund 10 Mio. Euro unterstützt werden.

Forcierung von Technologie-Gründungen in Oberösterreich:
Ein wesentlicher Focus der OÖ Gründungsstrategie soll auf der auf der
Forcierung von technologie- und wissensintensiven Unternehmensgründungen liegen. Denn diese Gründungen beinhalten das größte Wertschöpfungspotenzial und wachsen – statistisch gesehen – am schnellsten, das heißt Aufträge erwirtschaften und Arbeitskräfte einstellen.

Midtech-Inkubator:
o Beim Midtech-Inkubator werden Unternehmer (unabhängig ob
Akademiker oder zB HTL-Absolventen, Praktiker aus der Industrie,
usw.) mit technologie- und/oder wissensintensiven Gründungsideen
anhand des Inkubatoren-Programms von tech2b unterstützt.
o Vor allem in Gründungsideen mit technologieorientierten und
wissensintensiven Vorhaben schlummert ein enormes
Wertschöpfungspotenzial, das durch die gezielte Begleitung durch
tech2b gehoben werden soll.

Pre-Seed-Accelerator:
o Viele schnell wachsende Unternehmensgründungen (Gazellen)
kommen aus dem IT-Bereich. Daher kommt dem Softwarepark
Hagenberg als einen der führenden IT-Hubs in Österreich bei der
Förderung von Unternehmensgründungen ein besonderer
Stellenwert zu.
o Durch den Pre-Seed-Accelerator für IT-Gründungsvorhaben in
Hagenberg sollen die Unternehmensansiedlungen im IT-Bereich
wieder massiv gesteigert werden.

Unternehmerische JKU:
o Die Johannes Kepler Universität Linz verfügt über ausgezeichnete
Mitarbeiter/innen, die international beachtete
Forschungsergebnisse erzielen, sowie zahlreichende Studierende,
die gefragte Fachkräfte sind.
o Durch eine Stärkung des Unternehmergeistes in Verbindung mit
einer entsprechenden Unterstützung bei der Verwertung soll das
wirtschaftliche Potential dieser Erfolgsfaktoren in Oberösterreich
noch besser gehoben werden.

Corporate FTI:
o Ziel muss es sein, die wirtschaftliche Verwertung von Forschungsergebnissen
zu verstärken.
o Daher sollen Forschungseinrichtungen bei der
Technologieentwicklung mit wirtschaftlichen Prozessen zwecks
Vorbereitung der Marktüberleitung und Einleitung der
Technologieverwertung unterstützt werden.

Corporate Inkubation:
o In Unternehmen werden Ideen, die abseits des bestehenden
Kernportfolios entstehen, meist nicht weiter verfolgt.
o Deshalb sollen Betriebe dabei unterstützt werden, Corporate-Spinoffs
explizit zuzulassen und zu fördern. Neue Geschäftsmodelle
außerhalb der eigenen Unternehmensstrukturen sollen gezielt in
marktfähige Produkte übergeleitet werden.

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