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Geschäftsführer DI Karl Fischer

Saatbau Linz mit Umsatzsteigerung auf 184,2 Millionen Euro und höchstem Wert der Geschichte

12. September 2018 | 10:41 Autor: Saatbau Linz Startseite, Oberösterreich

Linz (A) Über europaweit großartigen Kundenzuspruch durfte sich die Saatbau Linz im abgelaufenen Geschäftsjahr freuen. Quer durch alle Destinationen konnte der Umsatz um 17,1 Mio. EUR auf 184,2 Mio. EUR gesteigert werden. Das ist der höchste Wert in der 68 jährigen Geschichte der oberösterreichischen Genossenschaft. Beide Geschäftsbereiche Saatgut und Lebensmittel haben zum Wachstum beigetragen.

In einer Zeit, in der global tätige Anbieter durch Übernahmen und Fusionen immer größer und dominanter werden, suchen Landwirte zunehmend nach Alternativen. Die Saatbau Linz ist in der Lage, von Frankreich bis Russland passende Antworten geben zu können und genießt als bäuerliches und von der chemischen Industrie unabhängiges Unternehmen besondere Glaubwürdigkeit.
 
Die historische Kompetenz der Genossenschaft liegt im Geschäftsfeld SAATGUT. Sowohl am Heimmarkt als auch bei jeder der zehn Auslandstöchter ist es gelungen, das vergangene Wirtschaftsjahr mit Marktanteils- und Umsatzzugewinnen abschließen zu können. Die Internationalisierung wurde im Vorjahr weiter vorangetrieben, deutlich mehr als 2/3 des Saatgutes wurde außerhalb Österreichs Grenzen abgesetzt.

SAATBAU SAATGUT – starke Sorten ermöglichen Umsatzplus
Für die SAATBAU war Soja die Kultur des Jahres und verzeichnete die größten Absatzsteigerungen. Soja hat sich in den letzten Jahren zum zweitwichtigsten Umsatzträger im Portfolio der SAATBAU entwickelt. Am Heimmarkt und in den benachbarten Ländern im Westen, Norden und Osten Österreichs hat SAATBAU hervorragende Positionen und ist klarer Marktführer. Auch für die Zukunft erwartet die Genossenschaft viel von diesem Geschäftsfeld, gibt es doch das klare Bekenntnis von Europa, den eigenen Anbau forcieren und von Importen aus Übersee unabhängiger werden zu wollen. Die SAATBAU hat schon 1990 begonnen, in der Züchtung auf dieses –damals noch exotisch erscheinende- Pferd zu setzen. Der lange Atem hat sich gelohnt, jetzt kann die Ernte eingefahren werden. Der Sortennachschub aus der Zuchtstation Reichersberg ist international wettbewerbsfähig und lässt für die Zukunft viel erwarten.

Generell präsentierten sich Ölsaaten im abgelaufenen Geschäftsjahr als Zugpferde. Bei Raps konnte sich SAATBAU in Mittel- und Westeuropa über eine gute Saison freuen. Für Sonnenblume boten die Länder in Osteuropa das mit Abstand größte Potential. Lediglich bei Kürbissaatgut gab es Einbußen, hier ist der Markt nach dem überhitzten Boomjahr 2016 wieder auf den Boden der Realität zurückgekehrt.

Stärkster Umsatzträger im Unternehmen ist und bleibt der Mais. Sowohl mit eigener Genetik als auch mit Sortenvertretungen konnte ein Absatzplus auf knapp 800.000 Verkaufseinheiten verbucht werden. Deutschland und Frankreich im Westen und im Osten vor allem Polen waren hierfür maßgeblich verantwortlich. Der Exportanteil bei Mais beträgt mittlerweile 84 %.

Sehr gut gefüllt ist die Sorten-Pipeline bei Getreide. Sowohl bei Weizen, als auch bei Gerste und Tritikale gibt es vielversprechende Neuentwicklungen. Der Markt war bereits 2017 für diese Neuerungen gut aufnahmefähig, SAATBAU konnte daher auch in diesem umkämpften Segment mehr als in den Vorjahren verkaufen.

Züchtung als wesentlicher Erfolgsfaktor
Das Rezept, um auf dem internationalen Bankett der Züchter und Saatgutunternehmen bestehen und wachsen zu können, besteht darin, auf die jeweiligen Anforderungen maßgeschneiderte und standortangepasste Sorten zu entwickeln, die auch mit den Herausforderungen des Klimawandels gut zu Rande kommen. Dies gelingt seit dem Jahr 2000 in Zusammenarbeit mit der Saatzucht Donau bei insgesamt neun Kulturarten und 14 Züchtungsprogrammen. Züchtung verlangt viel Geduld und kostet enormes Geld. SAATBAU investiert jährlich rund fünf Prozent des Umsatzes in diese wichtige Arbeit. Die international anerkannten Erfolge der Züchter unterstreichen dieses Engagement. 20 neue Sorten über alle wichtigen Kulturarten hinweg wurden 2017 für die SAATBAU in die österreichische Sortenliste eingetragen. Auf internationaler Ebene sind 29 Sorten von den zuständigen Ämtern registriert worden.

SAATBAU  ERNTEGUT – hochwertige Rohstoffe für Lebensmittel
Der Geschäftsbereich Lebensmittel wird von der Tochterfirma SAATBAU ERNTEGUT bewirtschaftet. In allen bearbeiteten Sparten konnten die Verkäufe gesteigert werden, der Umsatz überschritt das erste Mal die Grenze von 70 Mio.€. Das Wachstum erfolgte sowohl bei Projekten aus traditioneller Landwirtschaft als auch im Bereich Bio, wo die Dynamik der letzten Jahre auch 2017 anhielt.

Die Sparte „traditionelle Projekte“ kann auf ihr bestes Jahr zurückblicken. Sehr positiv entwickelt hat sich der Absatz von Braugerste. Ebenso ist es gelungen, bei Speisesoja und Weizenprodukten die Kundenwünsche mit mehr Mengen zu befriedigen.

Mit nachhaltiger Strategie und kräftigem Einsatz konnte die SAATBAU ERNTEGUT ihre Position als größter Bio-Händler Österreichs ausbauen. In den letzten Jahren eingeleitete Projekte zur Hebung der Wertschöpfung - so etwa wurde in Pottendorf in eine Schälmühle investiert -  trugen zum Umsatzplus von 15 % bei. 2017 sind neuerlich zahlreiche Bauern auf die Bewirtschaftung nach biologischen Richtlinien umgestiegen. Dies eröffnet auch in Zukunft Wachstumschancen, es erfordert aber gleichzeitig, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, um für Bauern und Kunden in der Lebensmittelwirtschaft weiterhin attraktiver Partner sein zu können. Die SAATBAU investiert daher in eine großformatige Siloanlage in Potzneusiedl. In der sehr biostarken Region an der Grenze zwischen Niederösterreich und dem Burgenland wurde soeben im größten und modernsten Biosilo Mitteleuropas (Kapazität 15.000 Tonnen) der Probebetrieb aufgenommen.

Biotrend rechtzeitig erkannt
Schon vor 20 Jahren setzte SAATBAU LINZ die Weichen, um der verstärkten Nachfrage nach Produkten aus biologischer Landwirtschaft mit passenden Angeboten Rechnung tragen zu können. Von den aktuell 12.233 ha Vermehrungsflächen in Österreich werden bereits    ein Viertel von Biobauern kultiviert. Im Geschäftsfeld Lebensmittel beträgt der Umsatzanteil an Biokulturen mittlerweile mehr als 60 %.

Ausblick
Der europäische Markt für Maissaatgut war in den letzten Jahren von einer überaus guten Versorgungslage gekennzeichnet. Die Situation hat sich heuer zusehends entspannt, SAATBAU erwartet daher in Kürze eine verbesserte Marktsituation. Im Getreidebereich geht das Unternehmen aufgrund neuer Spitzensorten von steigenden Absatzerlösen auf den mitteleuropäischen Märkten aus. Auch wenn Soja nicht mehr im EU Greening-Programm enthalten ist, setzt man in Linz auf eine kontinuierliche und stetige Entwicklung des Absatzes– die Nachfrage nach Soja aus Europa wird weiter steigen. Dem großen Potenzial der Sonnenblume in der Schwarzmeerregion wurde schon 2014 mit dem Kauf eines eigenen Züchtungsprogramms Rechnung getragen.

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