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Rosenbauer Konzern mit Konzernumsatz von über 1 Milliarde Euro

09. April 2021 | 07:44 Autor: Rosenbauer Startseite, Oberösterreich

Leonding (A) Der Rosenbauer Konzern hat 2020 in einem konjunkturell rückläufigen Umfeld sein Geschäft weiter ausgebaut und die 1-Milliarde-Euro-Grenze geknackt. Der Umsatz lag demnach trotz maßgeblicher Einschränkungen durch die COVID-19 Pandemie mit 1.044,2 Mio € um 6,8 % über dem Wert der Vergleichsperiode (2019: 978,1 Mio €). Das EBIT erreichte dank des höheren Volumens und niedrigerer betrieblicher Aufwendungen mit 57,9 Mio € (2019: 51,9 Mio €) ebenfalls eine historische Rekordmarke. Die EBIT-Marge belief sich auf 5,5 % (2019: 5,3 %). Durch die Bemühungen zur Reduktion des betriebsnotwendigen Kapitals konnte zudem der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen deutlich gesenkt werden.

Umsatz- und Ertragslage
Die globale Feuerwehrbranche hat sich im abgelaufenen Jahr behauptet und ist voraussichtlich sogar leicht gewachsen. Die größten Absatzregionen sind Europa, Nordamerika und Asien, die wichtigsten Einzelmärkte sind die USA, Deutschland und China. Der Mittlere Osten konnte durch die Stabilisierung des Ölpreises und die politische Entspannung in der Region zuletzt eine schrittweise Erholung verzeichnen.

Vor diesem Hintergrund hat der Rosenbauer Konzern sein Wachstum fortgesetzt und den Umsatz noch einmal deutlich erhöht. Insbesondere der Mittlere Osten, Zentral- und Osteuropa sowie Nordamerika verzeichneten höhere Auslieferungen. Das Asien-Geschäft war hingegen wegen der COVID-19 Pandemie, die in der Region ihren Ursprung hat, und des Stillstands im größten Einzelmarkt China rückläufig.

Das EBIT lag 2020 mit 57,9 Mio € klar über dem Vorjahr (2019: 51,9 Mio €). Der größte Teil davon, nämlich 32,5 Mio €, wurde im vierten Quartal erwirtschaftet. Die deutliche Ergebnisverbesserung ist dabei vor allem auf das gestiegene Umsatzvolumen und die niedrigeren betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen.

Das Finanzergebnis betrug 2020 -6,4 Mio € und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres (2019: -6,3 Mio €). Dabei konnten im Berichtsjahr niedrigere Anteile von Gemeinschaftsunternehmen durch ebenfalls niedrigere Zinsaufwendungen kompensiert werden. Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) betrug 51,5 Mio € (2019: 45,5 Mio €).

Der Auftragseingang belief sich 2020 auf 1.007,7 Mio € (2019: 1.073,0 Mio €). Zugelegt haben insbesondere die Bestellungen in den Areas CEEU und NOMA, während sie in der Area MENA in etwa gleichblieben und in den Areas NISA und APAC rückläufig waren. Vor allem zum Ende des vierten Quartals erhöhte sich die Dynamik des Auftragseinganges. So konnte etwa vom deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern eine Bestellung über 265 Tragkraftspritzenfahrzeuge und vom spanischen Flughafenbetreiber Aena eine Order über 22 PANTHER entgegengenommen werden. Der Auftragsbestand lag mit 1.072,1 Mio € zum 31. Dezember 2020 (2019: 1.149,5 Mio €) auf dem Niveau des Konzernjahresumsatzes.

Finanz- und Vermögenslage
Die finanzielle Situation des Rosenbauer Konzerns präsentiert sich weiterhin solide. Die Bilanzsumme reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr und betrug zum 31. Dezember 2020 909,5 Mio € (2019: 977,5 Mio €).

Das langfristige Vermögen erhöhte sich geringfügig und belief sich zum Jahresende auf 235,8 Mio € (2019: 230,5 Mio €). Die Nutzungsrechte, die seit 2019 aufgrund von IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ ebenfalls im langfristigen Vermögen bilanziert werden, konnten dabei auf 32,2 Mio € (2019: 37,7 Mio €) gesenkt werden. Das kurzfristige Vermögen machte 673,7 Mio € (2019: 747,0 Mio €) aus.

Die Eigenmittel betrugen zum Jahresultimo 287,6 Mio € (2019: 253,4 Mio €), die Eigenmittelquote stieg auf 31,6 % (2019: 25,9 %).

Im Herbst 2020 hat Rosenbauer ein Projekt zur Optimierung des Cash Conversion Cycle gestartet, welches zum Ziel hat, das Trade Working Capital zu reduzieren. Das Projekt läuft bis Ende 2021, hat aber schon im Berichtsjahr erste positive Auswirkungen auf die Bilanzstruktur und den Cashflow aus operativer Tätigkeit gezeigt.

Das Trade Working Capital verbesserte sich zum Jahresultimo auf 421,1 Mio € (2019: 467,1 Mio €). Dieser Rückgang ist vor allem auf eine deutliche Reduktion der Vorräte zurückzuführen. So sanken die Vorräte auf 417,3 Mio € (2019: 475,5 Mio €). Der Nettogeldfluss aus der operativen Tätigkeit drehte 2020 ins Positive und erreichte mit 96,4 Mio € (2019: -26,6 Mio €) einen neuen Höchststand.

Die kurzfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten reduzierten sich im Berichtsjahr von 140,1 Mio € auf 56,4 Mio €.

Die Nettoverschuldung sank auf 289,3 Mio € (2019: 342,5 Mio €), die Gearing Ratio verbesserte sich auf 100,6 % (2019: 135,1%).

Dividende
Der Rosenbauer Konzern verfolgt eine wachstumsorientierte und nachhaltige Dividendenpolitik, die der Unternehmensentwicklung entspricht. Angesichts des sehr soliden Jahresergebnisses 2020 und verbesserter Finanzkennzahlen schlagen der Vorstand und der Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 1,50 € (2019: 0,80 €) je Aktie vor. Das Ausschüttungsvolumen für 6,8 Millionen Stückaktien beträgt demzufolge 10,2 Mio € (2019: 5,4 Mio €). Dies entspricht auf Basis des Schlusskurses von 36,3 € einer Dividendenrendite von 4,1 % (2019: 2,0 %).

Ausblick
Die Nachfrage nach Feuerwehrtechnik hat sich in der zweiten Jahreshälfte 2020 erholt, sodass für heuer mit einer Seitwärtsbewegung der globalen Feuerwehrbranche gerechnet wird. Insbesondere Europa und der Mittlere Osten sollten ihr Marktwachstum fortsetzen können. Die Nachfragesituation in Nordamerika sollte sich stabilisieren, Asien nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr eine leichte Erholung verzeichnen. Neue Mutationen des SARS-CoV-2 Virus und die Impfstoffverteilung sorgen weiterhin für Unsicherheit.

Auf der Basis eines soliden Orderbuches erwartet der Vorstand für 2021 einen stabilen Umsatz und abermals eine EBIT-Marge im Bereich von 5 %. Mögliche Geschäftsstörungen durch die COVID-19 Pandemie lassen zum jetzigen Zeitpunkt eine genauere Vorhersage nicht zu.

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