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(Foto: K1-MET)

Oberösterreich treibt Spitzenposition in Metallurgie weiter voran: K1-MET Kompetenzzentrum erhält neue Organisationsstruktur

22. Jänner 2016 | 13:04 Autor: Land Oberösterreich Österreich, Oberösterreich

Linz (A) Das K1-MET Kompetenzzentrum für metallurgische und umwelttechnische Verfahrensentwicklung mit den Standorten Linz und Leoben hat eine neue Organisationsstruktur bekommen. Nach sieben Jahren als Arbeitsgemeinschaft zwischen den führenden Industrieunternehmen und Universitäten werden die Forschungs- und Entwicklungsprojekte nun in einem eigenständigen Unternehmen durchgeführt. Neue Technologien, Optimierung der Produktionsprozesse, Minimierung des Energieverbrauchs und der Emissionen sind die zentralen Forschungsgebiete, um die weltweite Spitzenposition Österreichs in der Metallurgie weiter voranzutreiben.

Das K1-MET Kompetenzzentrum fungiert im Bereich der metallurgischen Verfahrens- und Umwelttechnik als Innovationsschmiede und Trendsetter an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Industrie. Wir haben in Oberösterreich eine starke Industrie. Dementsprechend werden die Forschungsfelder auf den Bedarf der Industrie ausgelegt und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Forschung hat einen besonderen Stellenwert.

Das K1-MET Kompetenzzentrum hat sich im 3. Call COMET K1-Zentren im Jahr 2014 durchgesetzt. Die Gesamtlaufzeit beträgt acht Jahre (2015 bis 2023) und gliedert sich in zwei Förderungsperioden (4 plus 4 Jahre). Die zweite Förderungsperiode ist an eine erfolgreiche Zwischenevaluierung geknüpft. Eigentümer der K1-MET GmbH sind mit jeweils 35 % die voestalpine und die Montanuniversität Leoben, 20 % gehören Primetals Technologies und die Johannes Kepler Universität Linz stellt mit 10 % den zweiten wissenschaftlichen Eigentümer dar. Wissenschaftlicher Partner in Oberösterreich ist die Johannes Kepler Universität Linz. Die einzigartige Eigentümerstruktur aus Industrie, Technologie und Wissenschaft ist ein wesentlicher Faktor der gemeinsamen Forschung im Kompetenzzentrum. Der direkte Transfer der Ergebnisse von der Entwicklung in die Anwendung ermöglicht eine sofortige Verifizierung, was wiederum zur herausragenden Rolle der Projektpartner im internationalen Wettbewerb führt. 

„Innovative Materialtechnologien und Produktionstechnologien sind für das Forschungs- und Industrieland Oberösterreich von großer Bedeutung. Wir freuen uns sehr, dass das K1-MET Kompetenzzentrum für metallurgische und umwelttechnische Verfahrensentwicklung durch die Unternehmensgründung an Bedeutung gewinnt. Die Synergien mit den universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie der oberösterreichischen Wirtschaft sind enorm. Der Schwerpunkt der Leitbetriebe Oberösterreichs auf die Werkstoffe Stahl und Aluminium und die Prozesstechnologien dazu machen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf diesem Gebiet unablässig, um als innovative Region weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.“, betont Landesrat Stelzer.

Bewährt hat sich etwa auch die langjährige Zusammenarbeit mit der Steiermark. Die Montanuniversität ist als Miteigentümer des K1-MET wertvoller Partner in der Metallurgie. Mit der Steiermark verbindet uns aber auch die Kooperation bei anderen Forschungsvorhaben im Förderbereich COMET oder beim gemeinsamen Call „Smart Mobility“ innerhalb des Strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogrammes „Innovatives OÖ2020“.

Oberösterreichs Forschung steht insgesamt auf starken Beinen. Oberösterreich verfügt über einen ausgewogenen Mix an universitärer und außeruniversitärer Forschung sowie eine starke betriebliche Forschung. Mit der Johannes Kepler Universität Linz, der Fachhochschule Oberösterreich, den Forschungsbeteiligungen der Upper Austrian Research und weiteren Forschungseinrichtungen sowie vielen innovativen Unternehmen kann Oberösterreich auf Top-Forschungsressourcen bauen.

„Bei forschungspolitischen Aufgaben des Landes Oberösterreich werden wir durch die  Upper Aus-trian Research GmbH (UAR) tatkräftig unterstützt. Die UAR – selbst an neun international renom-mierten Forschungszentren beteiligt - arbeitet als Leitgesellschaft für Forschung des Landes Oberösterreich etwa an der Entwicklung von Forschungsprogrammen mit dem Ziel, Forschungskompetenzen in den Kernbereichen der heimischen Wirtschaft auf- und auszubauen und so für eine zukunftsweisende Forschungsstruktur in Oberösterreich zu sorgen.  Seit 2011 koordiniert die UAR in Oberösterreich alle Aktivitäten im Rahmen des COMET-Programms und hat eine Reihe von Maßnahmen gesetzt. Sie war auch bei der Neuorganisation des K1-MET ein zentraler Knotenpunkt,“ so Stelzer.

Die Programmlinie COMET K1-Zentren der FFG – Forschungsförderungsgesellschaft fördert die Einrichtung von Kompetenzzentren, die im Rahmen eines von Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam definierten Programms Forschung von akademischer und wirtschaftlicher Relevanz betreiben.  In dem 3. Call COMET K1-Zentren haben sich im Jahr 2014 alle vier eingereichten K1-Zentren mit OÖ-Beteiligung (K1-MET, SCCH, WOOD, CEST)  durchgesetzt. Bei drei der vier Zentren hat Oberösterreich die Konsortialführerschaft. Bundesweit wurden zehn K1-Zentren genehmigt. Die vier bewilligten K1-Zentren mit oberösterreichischer Führung bzw. Beteiligung weisen ein Gesamtvolumen von 79,2 Mio. Euro auf und werden mit 23,1 Mio. Euro Bundesmittel und zusätzlich 11,6 Mio. Euro an Landesmitteln gefördert. Der Anteil des Landes Oberösterreich beträgt 8,1 Mio. Euro.

„Ziel der K1-Zentren ist es, technologische Innovationen voranzutreiben und nachhaltige Wert-schöpfung sicherstellen. K1-Zentren fokussieren auf wissenschaftlich-technologische Entwicklungen im Hinblick auf zukunftsrelevante Märkte. Das bedeutet, dass die Forschungsleistungen ausschließlich auf den Bedarf der Wirtschaft ausgerichtet sind. Im Fokus steht der Ausbau der Forschungskooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und in der Stärkung der Forschungsnetzwerke im Sinne eines intensiveren Technologietransfers“, so Stelzer.

Am 13. Juli 2015 startete die vierte Ausschreibung der K1-Zentren innerhalb des COMET-Programmes. Das Ergebnis der Ausschreibung wird im Sommer 2016 erwartet.

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