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v.l.: Peter Lehner, Vizebürgermeister von Wels, Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Mag. Erwin Stürzlinger, Bürgermeister von Bad Wimsbach-Neydharting. (Foto: Land OÖ)

Neuer Wirtschaftspark Voralpenland bündelt Ressourcen für Betriebsansiedlung

15. Juli 2015 | 10:54 Autor: Land Oberösterreich Österreich, Oberösterreich

Wels (A) „Nach heftigen Geburtswehen ist der Wirtschaftspark Voralpenland auf Schiene. Die Stadt Wels sowie 16 von 24 Gemeinden im Bezirk Wels-Land beteiligen sich an dieser interkommunalen Kooperation und profitieren dabei wechselseitig voneinander. Gemeinsam werden ideale Rahmenbedingungen für Firmen geschaffen, die Areale zur Betriebsansiedlung bzw. -erweiterung suchen“, freut sich Wirtschafts-Landesrat Michael Strugl.

Im Wettbewerb der Regionen einen Schritt voraus sein
Das Konzept der Wirtschaftsparks ist zukunftsweisend: Die beteiligten Gemeinden bündeln ihre Kräfte und nutzen damit nicht nur ihre finanziellen, sondern auch ihre räumlichen Ressourcen optimal. Das Kernelement im Wirtschaftspark-Programm des Landes Oberösterreich ist die Gründung eines Gemeindeverbands. In diesem entscheiden die Gemeinden auf Regionsebene und auf Basis von Wirtschaftlichkeitsberechnungen, welche Standorte zur Betriebsansiedlung entwickelt werden. Üblicherweise werden sowohl die Investitionskosten für die Standortentwicklung wie auch die Erträge aus Betriebsansiedlungen zwischen den Gemeinden, die sich am Wirtschaftspark beteiligen, aufgeteilt.

Bereits zwei Wirtschaftsparks in Oberösterreich realisiert
Das erklärte Ziel der Etablierung von Wirtschaftsparks in jeder Region Oberösterreichs ist es, die Betriebsansiedlung in eine neue Dimension zu bringen. Begleitet wurden und werden die jeweiligen Projekte von den Experten der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria. Bereits 2011 konnte der Wirtschaftspark Perg-Machland ins Leben gerufen werden, gefolgt von der Powerregion Enns-Steyr, in der acht Städte und Gemeinden in Sachen Regionalentwicklung, Regionalplanung und bei der Standortentwicklung bzw. Betriebsansiedlung kooperieren.

Am 13. Juli 2015, wurde nun der Gemeindeverband „Wirtschaftspark Voralpenland“ per Verordnung der Landesregierung eingerichtet. „Nach der intensiven Vorarbeit kann die operative Umsetzung des Wirtschaftsparks Voralpenland noch heuer in Angriff genommen werden“, so Wirtschafts-Landesrat Strugl. Die Stadt Wels hat sich bereit erklärt, das Management des Wirtschaftsparks zu übernehmen und damit den noch zu wählenden Verbandsvorstand bei der Erfüllung seiner Aufgaben zu unterstützen.

Vorteile für die Region
Ausreichend verfügbare Betriebsflächen sowie ein professionelles Standortmarketing sind für die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen essentiell. Dass dabei Wirtschaftsparks maßgeblich zur positiven Entwicklung einer Region beitragen können, bestätigt auch Peter Lehner, Vizebürgermeister von Wels: „Der Wirtschaftspark Voralpenland ist in einer starken und attraktiven Standortregion ein wesentlicher Zukunftsbaustein für eine positivere Arbeitsmarktentwicklung in Wels. Unternehmer, die bisher vergeblich nach geeigneten Standorten für Betriebserweiterungen gesucht haben, können zukünftig noch besser unterstützt werden.“

Erwin Stürzlinger, Bürgermeister von Bad Wimsbach-Neydharting und Vertreter der Gemeinden des Bezirkes Wels-Land, ergänzt: „Im Wettbewerb der Regionen gewinnt der an Stärke, der Synergien nutzt und eine gemeinsame Weiterentwicklung bei Fragen betreffend Standort- und Regionalmanagement anstrebt.“ Agieren Gemeinden einer Region nebeneinander bzw. schlimmstenfalls aufgrund von Konkurrenzdenken gegeneinander, wird bedeutendes Entwicklungspotenzial verschenkt.

Bei der Entwicklung des Wirtschaftsraums wird auch der Naturschutz nicht außer Acht gelassen. Denn es gilt: Firmen sollen sich vorrangig dort ansiedeln, wo bereits Infrastruktur vorhanden und eine zumindest bimodale Anbindung an das hochrangige Verkehrsnetz (Straße, Schiene, eventuell auch Wasserwege) gegeben ist.

Wirtschaftspark Voralpenland hat überregionale Bedeutung
Durch die beteiligten Gemeinden werden mit dem Wirtschaftspark gemeinsam Flächen für Betriebsansiedlungen auf internationalem Niveau geschaffen. Ziel ist es, Unternehmen aus dem In- und Ausland, die in Oberösterreich investieren wollen, auf Knopfdruck geeignete Standorte anbieten zu können.
Neben einer optimalen Verkehrslage können interessierte Unternehmen bei der Entwicklung und Vermarktung auch auf die Unterstützung durch die oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria zählen. Entscheidende Faktoren im Bereich der Betriebsansiedlung wie Schnelligkeit, Professionalität, hürdenfreie Kooperation und vor allem Rechtssicherheit spielen in der Beratung eine übergeordnete Rolle.

Ist der Wirtschaftspark erst einmal errichtet, fängt die Standortentwicklung jedoch erst richtig an. „Flächensicherung soll dafür sorgen, dass unsere Betriebe genügend Raum zum Wachsen haben und Neuansiedlungen möglich sind. Auch wenn wir derzeit noch nicht alle Gemeinden in Wels-Land für den Wirtschaftspark Voralpenland ins Boot holen konnten, ein Beitritt zu einem späteren Zeitpunkt ist jederzeit möglich und vergrößert den Handlungsspielraum aller“, so Wirtschafts-Landesrat Strugl.

Über Business Upper Austria
Die Wirtschaftsagentur des Landes Oberösterreich ist Innovationsmotor und Partner für Standortentwicklung und Betriebsansiedlung, Kooperation und Förderberatung. Als One-Stop-Shop unterstützt ein Expertenteam Unternehmen aus dem In- und Ausland mit maßgeschneiderten Dienstleistungen von der Geschäftsidee bis zum Markterfolg.

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