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v.l.: Mag. Benedikt Aichinger (Geschäftsführer SWYNC GmbH), Ing. Hubert Rapperstorfer (Geschäftsführer Rapperstorfer Automation), Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Mag. Markus Manz (Geschäftsführer tech2b Inkubator GmbH). (© Land OÖ/Denise Stinglmayr)

MidTech-Initiative stärkt Wirtschaftsstandort Oberösterreich

07. Oktober 2016 | 14:46 Autor: Land Oberösterreich Österreich, Oberösterreich

Linz (A) In Oberösterreich werden pro Jahr ca. 4.500 Unternehmen neu gegründet, rund 1.000 davon sind wissensintensive und technologieorientierte Gründungen. Damit liegt Oberösterreich im Bundesländervergleich auf Rang drei – im Verhältnis zu den Einwohnern allerdings im nur Mittelfeld. Damit zeigte sich deutlich, dass noch Potential nach oben besteht.

Mit „Start Up(per) Austria – Die oö. Strategie für mehr Gründungen“ wurde eine ganzheitliche und langfristige Gründungsstrategie für Oberösterreich erstellt, die besonderen Fokus auf wissensbasierte und technologieorientierte Gründungen in strategisch relevanten Potentialfeldern legt. Denn gerade technologieorientierte Gründungen tragen neben den traditionellen Leitbetrieben entscheidend dazu bei Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Oberösterreich für die Zukunft abzusichern. Im Rahmen von „Start Up(per) Austria“ wurden gezielt neue Maßnahmen konzipiert, um kurz- und mittelfristig die sehr differenzierten Gründungs- und Technologiepotentiale in Oberösterreich zu heben. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei auf die Ideenphase gerichtet, in der sich das Innovationspotential einer potentiellen Gründung manifestiert, sowie auf die intensive Gründungsphase, in der bestmögliche Unterstützung und Betreuung maßgeblich zur Entwicklung eines tragfähigen Geschäftsmodells beitragen können.

MidTech-Initiative erschließt neue Gründungspotentiale und baut auf bewährte Strukturen
Bisher haben sich die Unterstützungsmöglichkeiten für innovative Gründer/innen in erster Linie auf Hightech-Gründungen mit akademischem und wissenschaftlichem Hintergrund konzentriert. Es hat sich aber gezeigt, dass gerade Gründer/innen, die ihre Ideen in den Branchen des sogenannten Midtech-Segments, wie etwa Mechatronik, Elektrotechnik, Fahrzeugbau, Metall, Kunststoff entwickeln, in vielen Fällen Praktiker aus der Wirtschaft oder HTL-Absolventen sind. Diese, aber auch alle anderen Personen mit Ideen für technologische und wissensorientierte Gründungen und Dienstleistungen holt die vom oö. Inkubator tech2b betreute Midtech-Initiative nun auf einer viel breiteren Basis ab als es zuvor möglich war.

Mit dem Inkubator tech2b, eine Tochterfirma der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria, besteht in Oberösterreich bereits ein erfolgreiches Netzwerk für forschungsbasierte, technologieorientierte Geschäftsideen und Unternehmensgründungen. Akademiker aus dem Hightech-Bereich werden in der Startphase der Unternehmensgründung mit einem umfassenden Angebot von Beratung, Coaching und Mentoring über Finanzierung, Infrastruktur und Netzwerk-Zugang unterstützt. „Die Idee des Inkubators, nämlich die umfassende Begleitung von Gründungen, haben wir nun auch auf das Midtech-Segment übertragen“, erklärt Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl. „Mit der MidTech-Initiative wird eine Unterstützungs-Lücke in Richtung technologie- und design-orientierte Gründungen geschlossen. Damit geben wir der oberösterreichischen Gründerlandschaft einen kräftigen Impuls und schöpfen zusätzliches Potential aus“, unterstreicht Landesrat Strugl.

Starthilfe für junge technologieorientierte Gründungen:
Im sechs Monate dauernden Förderprogramm bei tech2b profitieren die Gründer/innen von vorhandenen und bewährten Strukturen des OÖ Gründerzentrums, das mit der MidTech-Initiative in kürzester Zeit eine neue Betreuungsmöglichkeit für innovative Grüner/innnen schuf. Die Aufnahme in das tech2b Förderprogramm hilft Start-ups, ihre Geschäftsidee strukturiert und zielgerichtet zu entwickeln und am Markt umzusetzen. Neben finanzieller Unterstützung bekommt ein jedes Start-up einen externen Mentor zur Seite gestellt, der ergänzend zu den tech2b-Gründerberatern mit Rat und Tat zur Seite steht. Zudem erhalten die MidTech-Gründer/-innen wie alle tech2b-Gründer/-innen Zugang zu profunden Weiterbildungsprogrammen, den BIZtrains, sowie Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Außerdem können die Start-ups die tech2b-Programme business2excellence und HightechFonds nutzen, um ihren Markteintritt souverän zu meistern.

„Wir sind ein Brutkasten für Ideen. Die MidTech-Initiative ermöglicht es uns, die Gründer/innen auf einer viel breiteren Basis abzuholen. Technologieorientierte Ideen können nun auch außerhalb eines akademischen Umfeld eingereicht werden“, erklärt tech2b-Geschäftsführer Mag. Markus Manz.

Dabei sollen auch jene Gründer/innen, die schlussendlich nicht ins Programm aufgenommen werden, einen nachhaltigen Mehrwert von der Kontaktaufnahme mit tech2b haben: „Jede und jeder kann sich bei uns mit ihrer oder seiner Idee melden. Auch wenn diese vielleicht noch nicht soweit ist, um schon in Umsetzung zu gehen, bekommt sie oder er wertvolles Feedback. Es ist uns von tech2b wichtig, dass eine jede bzw. ein jeder vom Kontakt mit uns profitiert“, so Manz weiters.

Von der Idee über die Gründung zu Wachstum & Erfolg
Dass gerade HTL-Absolvent/innen und Praktiker/innen aus der Wirtschaft hohes Innovationspotential zeigen und Gründergeist beweisen, hat sich seit dem Start der MidTech-Initiative, die sich an diese Zielgruppe richtet, einmal mehr bestätigt. In kürzester Zeit wurde eine Vielzahl an innovativen Ideen gesammelt und zum Laufen gebracht. Beim kürzlich stattgefundenen dritten Vergabebeirat, im Zuge dessen die Gründungsprojekte vor einer Fachjury ihre Ideen vorstellen, gab es für weitere fünf Gründungen grünes Licht: „Es sind damit nun 20 Start-ups bei uns in Betreuung“, zieht Manz Bilanz. Und diese könne sich sehen lassen: „Seit dem Start der Initiative gelang es allen Gründern, ihre Ideen weiterzuentwickeln, Patente anzumelden und sogar internationale Preise abzuräumen. Dabei ist faszinierend wie breit gestreut die Ideen sind“, so Manz.

Die Palette der entwickelten Produkte und Dienstleistungen reicht von Technologien zur Schädlingsbekämpfung in Bienenstöcken, vollautomatischen Kleingewächshäusern, einer Online-Plattform für Ausdauersportler, einem Fuhrparkoptimierungstool, einer Suchmaschine für Mittagsmenüs samt Buchungsplattform, einer App zur Kontaktverwaltung, Risiko-Analysemodelle zur Simulation in Tunnels, innovative Pumpensysteme, neue Umfragetools mit Kommunikations- und Werbe-Effekt,  einem innovativen System zur E-Mail Verwaltung bis zu Industrie 4.0 Anwendungen.

„Die Unterstützung durch das tech2b Team war - neben der finanziellen Förderung - vor allem auch eine emotionale. Wenn man bereits Berufserfahrung in anderen Bereichen gesammelt hat, so ist es sehr hilfreich, wenn man von tech2b mit Aktivitäten und Treffen dabei unterstützt wird, schnell in den Start-up-Modus zu finden“, stellt Mag. Benedikt Aichinger von SWYNC zu seiner Betreuung bei tech2b fest.

tech2b kann seinen Gründerinnen und Gründern ein vielfältiges Partnernetzwerk zur Verfügung stellen. Insgesamt konnte das Partnernetzwerk in den letzten Jahren auf über 30 Unternehmen und mehr als 100 aktive Mentoren erweitert werden. Dass dieses Netzwerk auch von Gründer/innen sehr geschätzt wird, bestätigt Hubert Rapperstorfer von Rapperstorfer Automation: „tech2b verfügt über ein exzellentes Netzwerk zu Wirtschaft, Politik und Förderwesen, auch Fragen aus Spezialbereichen können beantwortet werden. Das ist ein einmaliger Service. tech2b hat einen guten Überblick über die Start-up-welt in Oberösterreich, erkennt Parallelen und kann dadurch gut helfen. Startups, die durch tech2b betreut werden, lernen auch voneinander, wenn sie in gemeinsamen Trainings aufeinandertreffen.“

„Wir wollen Mut zum Gründen machen“, unterstreicht Landesrat Strugl. „Mit tech2b haben potentielle Gründer/innen eine erste Anlaufstelle, um ihre Geschäftsidee zu präsentieren und diese weiterzuentwickeln. Das Netzwerk des Inkubators tech2b sorgt dafür, dass die Start-ups ihr Potenzial gut ausschöpfen können und ihre Ideen zur richtigen Zeit mit den richtigen Personen auf den Markt bringen können.“ Die MidTech-Initiative leiste einen wesentlichen weiteren Beitrag dazu, das technologische und kreative Potenzial an innovativen Start-ups mit hohem Wachstumspotential in Oberösterreich noch stärker auszuschöpfen. „Von einer gezielten, gut angeleiteten und damit erfolgreichen Markteinführung profitiert nicht zuletzt auch der Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Es ist von enormer Bedeutung, innovative, motivierte Menschen ein bestmögliches Startumfeld zu bieten und vor allem beim Schritt in die Selbstständigkeit zu ermutigen und zu begleiten. tech2b leistet hier einen wichtigen Beitrag bei der Unterstützung von innovativen und technologie-orientierten Gründungen“, so Wirtschafts-Landesrat Strugl.

  • v.l.: Mag. Benedikt Aichinger (Geschäftsführer SWYNC GmbH), Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, Ing. Hubert Rapperstorfer (Geschäftsführer Rapperstorfer Automation) und Mag. Markus Manz (Geschäftsführer tech2b Inkubator GmbH). (© Land OÖ/Denise Stinglmayr)
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