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v.l.: Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, Mag.a Karin Reiter (GF EPU- Zielgruppenmanagement der WKOÖ) und Wirtschaftskammer-OÖ-Präsident Dr. Rudolf Trauner

Initiative 1plus1: Motivation, Information und Beratung für Ein-Personen-Unternehmen in Oberösterreich

01. Dezember 2015 | 09:27 Autor: Land Oberösterreich Startseite, Oberösterreich

Linz (A) Mehr als 42.000 Unternehmen in Oberösterreich – und damit die Mehrheit– hat keine Mitarbeiter/innen. Aber Umfragen zeigen, dass rund ein Drittel dieser Ein-Personen-Unternehmen (EPU) mittelfristig Mitarbeiter/innen aufnehmen will. „Den ersten Beschäftigten aufzunehmen ist für viele EPU ein Riesenschritt, der mit großem Risiko verbunden ist. Diese Hemmschwellen wollen wir durch intensive Beratung und Unterstützung reduzieren“, sagt Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, der die Initiative „1plus1“ im Rahmen der „OÖ. Wachstumsinitiative“ ins Leben gerufen hat.

Ziel ist es, EPU zur Aufnahme der ersten Mitarbeiterin/des ersten Mitarbeiters zu motivieren und sie in weiterer Folge natürlich auch dabei zu unterstützen. Die erwünschte Nebenwirkung: Beim Arbeitsmarktservice vorgemerkte Arbeitslose sollen rasch in ein Beschäftigungsverhältnis gebracht werden.

Die Initiative 1plus1 besteht aus einer finanziellen Förderung für EPU durch das Wirtschaftsressort des Landes OÖ sowie einer Informationsoffensive, Bewusstseinsbildung und umfangreiche Beratungsangebote, koordiniert durch die oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria. Die Wirtschaftskammer OÖ ist dabei zentraler Kooperationspartner. Weitere Projektpartner sind das Arbeitsmarktservice, die OÖ Gebietskrankenkasse, sowie die regionalen Technologiezentren auf Bezirksebene.

Finanzielle Förderung für EPU

Wer ist förderbar?
Ein-Personen-Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die ihren Sitz (oder eine Betriebsstätte) in Oberösterreich haben und die erstmals (oder nach fünf Jahren wieder) eine/n Arbeitnehmer/in beschäftigen.

Für welche Arbeitnehmer/innen kann die Förderung beantragt werden?
Arbeitslose Personen, die seit mindestens zwei Wochen beim AMS OÖ arbeitslos gemeldet sind sowie Arbeitssuchende unmittelbar nach Beendigung ihrer Ausbildung (z.B. Lehrabschluss, HAK, HTL bis hin zum Uni-Abschluss). Das Arbeitsverhältnis muss mindestens einer 50-Prozent-Anstellung entsprechen.

Wie hoch ist die Förderung?
Das Land OÖ gewährt als Ergänzung zur Förderung „Beihilfe für Ein-Personen-Unternehmen“ des AMS OÖ für einen befristeten Zeitraum eine Unterstützung für EPU: In den ersten drei Monaten sowie in den Monaten 10-12 des neuen Beschäftigungsverhältnisses fördert das Land OÖ das Bruttoentgelt mit 50 Prozent (Obergrenze: 50 Prozent der ASVG-Höchstbeitragsgrundlage)

Informations- und Beratungsoffensive
Gerade EPU fehlt oft die Zeit, sich mit Förder- und Beratungsangeboten auseinanderzusetzen: Neue Aufträge müssen an Land gezogen und bestehende erledigt werden, das Alltagsgeschäft lässt wenig Spielraum. „Daher ist ein Element der Initiative 1plus1 die Schaffung eines kompakten Informationspaketes, das auf die Bedürfnisse von EPU zugeschnitten ist“, erklärt Wirtschafts-Landesrat Strugl.

Neben diesem stationären Angebot in Form von Web-Anwendungen und Foldern startet 2016 auch eine regionale Informationsoffensive, um die EPU vor Ort zu erreichen. Diese Roadshow führt durch alle Bezirke und wird in enger Zusammenarbeit mit der WKOÖ durchgeführt. „Inhaltlich stehen beispielsweise Fachvorträge von Spezialisten genauso auf dem Programm wie Sprechtage und individuelle Beratung“, so Landesrat Strugl. Thematisch geht es um Themen wie Recruiting, sozialrechtliche Fragestellung, Personalverrechnung oder auch Lehrlingsausbildung.

Blick in die Zukunft: Wir teilen uns einen Mitarbeiter!
Nicht zuletzt geht es in der Initiative 1plus1 auch um den Blick in die Zukunft: Wie können kreative, innovative Ansätze aussehen, um die Beschäftigungsfähigkeit von EPU längerfristig abzusichern? In Frankreich gibt es etwa gute Erfahrungen mit Mitarbeitersharing. Dabei teilen sich beispielsweise drei EPU einen Personalverrechner. Solche innovativen Lösungen für heimische EPU werden in Workshops mit Experten gesucht.

  • v.l.: Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Wirtschaftskammer-OÖ-Präsident Dr. Rudolf Trauner (Fotos: Land OÖ / Schauer)
    uploads/pics/C96506_Strugl_Trauner_Land_OOE_Schauer.jpg

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