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V.l.: Dipl.-Ing. Matthias Knaus (Gründer shamrock-htt e.U.), Albert Maringer (Obmann der OÖGKK), Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, Mag.a Angelika Sery-Froschauer (Vizepräsidentin der WKOÖ) und Gerhard Straßer (interim. Landesgeschäftsführer des AMS OÖ). (Foto: Land OÖ/Grilnberger)

Initiative 1plus1 für oberösterreichische EPU: 36 genehmigte Förderanträge

20. Juli 2016 | 13:34 Autor: Land Oberösterreich Österreich, Oberösterreich

Linz (A) Die Hälfte der oberösterreichischen Einzelunternehmer/innen will in den nächsten 12 bis 18 Monaten wachsen und ein Viertel sogar einen neuen Mitarbeiter/eine neue Mitarbeiterin einstellen, das zeigt eine aktuelle Umfrage. Das ist für viele ein großer Schritt, der mit ebenso großem Risiko verbunden ist. Diese Hemmschwelle soll mit der Initiative 1plus1 durch intensive Beratung und eine Landes-Förderung abgebaut werden. Seit 1. Jänner 2016 wurden 36 Förderanträge genehmigt und die Förderzusagen dafür erteilt.

Erfolgreiche Landes-Förderung 1plus1
Insgesamt wurden vom 1. Jänner bis 12. Juli 2016 43 Förderanträge für die Landes-Förderung 1plus1 für EPU aus ganz Oberösterreich eingereicht (36 Anträge wurden genehmigt und eine Förderzusage dafür erteilt). „Die Zahl der eingereichten Anträge zeigt, dass die Landes-Förderung für die Einstellung des ersten Mitarbeiters oder der ersten Mitarbeiterin großen Anklang findet und, dass viele oberösterreichische Einzelunternehmer und Einzelunternehmerinnen auf Wachstumskurs sind“, sagt Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl. Die Initiative 1plus1 bietet neben der finanziellen Förderung auch spezielle Beratungsleistungen für EPU bei der Einstellung des ersten Mitarbeiters/der ersten Mitarbeiterin. Die oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria, die Wirtschaftskammer OÖ, das Arbeitsmarktservice OÖ und die OÖ Gebietskrankenkasse unterstützen in ihren jeweiligen Bereichen EPU bei allen rechtlichen, inhaltlichen und praxisbezogene Fragestellungen zur Mitarbeiteraufnahme. Im ersten Halbjahr 2016 wurden insgesamt 20.000 EPU schriftlich über die Förderung informiert und 295 Beratungsgespräche im Rahmen der Initiative 1plus1 geführt. Die Beratungen werden im zweiten Halbjahr von der WKOÖ, Business Upper Austria, OÖGKK und Land OÖ fortgesetzt.  Die Interessent/innen für die Förderung kommen aus den unterschiedlichsten Branchen – vom Handel, über Dienstleistungen, Gastronomie, Kunst und Design, IT bis zum Handwerker/in und Installateur/in.

Umfrage: EPU wollen wachsen

Um einen genaueren Überblick über Oberösterreichs EPU-Landschaft zu erlangen, wurde eine Studie beim market Institut im Rahmen der Initiative 1plus1 in Auftrag gegeben, die die Situation von 500 EPU und Kleinunternehmen, die in den letzten fünf Jahren gegründet haben, beleuchtet. Die zentralen Ergebnisse daraus: Der Schritt in die Selbstständigkeit ist von hoher Identifikation mit der Tätigkeit geprägt: Drei Viertel sind mit der Selbstständigkeit zufrieden, wobei davon sogar 39 Prozent sehr zufrieden sind. Die Umsatzhöhe trägt zur Zufriedenheit signifikant bei. 

Auf die Frage nach Wachstumsplänen in der Zukunft ist die Hälfte der Unternehmer/innen zuversichtlich – und sogar 12 Prozent davon wollen deutlich wachsen. Das ist auch eng mit der Einstellung eines zusätzlichen Beschäftigten/einer zusätzlichen Beschäftigten verbunden, denn rund ein Viertel will in den nächsten 12 bis 18 Monaten wahrscheinlich einen Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin anstellen – wobei elf Prozent davon auf jeden Fall einen Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin einstellen wollen. Auf der anderen Seite wollen 49 Prozent das Niveau halten und weiterhin allein und unabhängig arbeiten und schätzen diese Flexibilität.

50 Stunden Woche ist die Regel
EPU erklären das Fehlen von Mitarbeiter/innen mit Kosten- und Auslastungsgründen und schätzen die Flexibilität ohne Mitarbeiter/innen. Gründe, warum bis jetzt kein Mitarbeiter/keine Mitarbeiterin aufgenommen wurde, sind folgende: Die Hälfte der befragten EPU „möchte lieber alleine arbeiten“, 39 Prozent nennen die Lohn-und Lohnnebenkosten als Grund und rund ein Drittel hat nicht die nötige Auslastung. Hingegen waren Gründe für die Anstellung des ersten Mitarbeiters/der ersten Mitarbeiterin bei 51 Prozent die hohe Auslastung und bei 33 Prozent hat sich eine passende Person angeboten. 58 Prozent der befragten EPU würden eine Förderung zum Personalaufbau von AMS OÖ oder Land OÖ und ebenfalls 58 Prozent würden Unterstützung bei rechtlichen Aspekten in Anspruch nehmen.

Das Unternehmer-Dasein ist nicht immer einfach: Die Arbeitsbelastung bei kürzlich gegründeten Unternehmern ist intensiv – im Durchschnitt wird die eigene Arbeitsleistung bei einem Umsatz bis 100.000 Euro auf etwa 49 Stunden geschätzt und bei Betrieben mit größerem Umsatz liegt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit sogar bei 60 Stunden.

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