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V.l.: Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Umwelt-Landesrat Rudi Anschober (Foto: Land OÖ / S. Schauer)

Export- und Internationalisierungsoffensive des Landes Oberösterreich für Ökoenergie- und Umwelttechnik-Branche

08. Juni 2015 | 17:02 Autor: Land Oberösterreich Startseite, Oberösterreich

Linz (A) Zu den Stärkefeldern der oberösterreichischen Wirtschaft gehört der Bereich Ökoenergie- und Umwelt-Technologien. Mit dem steigenden Umweltbewusstsein und den teurer werdenden Ressourcen steigt weltweit der Bedarf nach diesen Technologien an. Oberösterreichische Unternehmen verfügen dazu über ein international anerkanntes Know-how und können mit ihrem Technologievorsprung viele Produkte und Dienstleistungen in verschiedensten Märkten anbieten.

Oberösterreichische Ökoenergie- und Umwelt-Technologieunternehmen haben in den letzten Jahren kontinuierlich neue Export-Märkte erschlossen und sind in einigen Märkten teilweise gut positioniert.

Insbesondere der Einstieg in neue Märkte stellt Unternehmen jedoch vor neue Herausforderungen, die mit hohen Kosten und Risiken einhergehen, auch weil die Unternehmen zumeist mittelständische KMUs mit entsprechender Personal- und Kapitalausstattung sind.

„Diesen Herausforderungen und Risiken stehen einmalige Chancen, sich in den gerade jetzt neu im Entstehen befindlichen Märkten im Bereich Ökoenergie, Umwelttechnologie und Energie-Effizienz zu positionieren und damit die Technologieführerschaft und entsprechende Marktanteile zu sichern, gegenüber“, unterstreicht Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl. „Durch das Engagement in außereuropäischen Märkten können heimische Unternehmen im Bereich der Umwelttechnologien am Wachstum dieser Länder partizipieren und konjunkturelle Risiken am europäischen Heimmarkt zukünftig besser glätten“, erklärt Umwelt-Landesrat Rudi Anschober.

Neue Märkte, große Chancen - neues Förderprogramm
Ziel der neuen Export- und Internationalisierungsoffensive des Landes Oberösterreich für die Ökoenergie- und Umwelttechnik-Branche ist es, oö. Unternehmen aus den Bereichen Ökoenergie- und Umwelt-Technologien beim Markteintritt in außereuropäischen Märkten zu unterstützen und die Marke „Ökoenergie- und Umwelttechnologie aus Oberösterreich“ weiter auszubauen. Zielländer sind Exportmärkte außerhalb der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union bzw. der Schweiz. Das Förderprogramm, das mit 1. Juli 2015 startet und bis 31. Dezember 2016 läuft, wird zu gleichen Teilen vom Wirtschafts- und vom Umweltressort des Landes OÖ finanziert und begleitet.

Details zum Förderprogramm:

  • Förderbar sind Projekte, die schwerpunktmäßig Export- und Internationalisierungs-Aktivitäten beinhalten.
  • Die Förderung von Vorhaben von Unternehmen nach diesem Programm besteht in nicht rückzahlbaren Zuschüssen.
  • Die Förderintensität beträgt max. 50% der förderbaren Kosten.
  • Die maximale Förderhöhe beträgt 20.000.- Euro pro Vorhaben und Unternehmen.
  • Die Projektlaufzeit ist mit maximal 12 Monaten begrenzt.
  • Gefördert werden PartnerInnen des Ökoenergieclusters und des Umwelttechnik-Clusters sowie des Netzwerks Ressourcen- und Energieeffizienz mit Firmensitz oder Schwerpunktstandort in Oberösterreich, die nachweislich keine bisherigen Exportaktivitäten im Antragsland gesetzt haben.
  • Beratungs- und Einreichstelle ist der Umwelttechnik-Cluster.

Im Rahmen von bisherigen Förderprogrammen wurden 28 Projekte bei Export- und Internationalisierungsaktivitäten unterstützt, 16 Firmen des Ökoenergieclusters und 12 Unternehmen des Umwelttechnik-Clusters.

„Andere Rechts- bzw. Geschäftskulturen, verschiedene technische Normen oder Zertifizierung bzw. Typisierung stellen gerade KMU vor große Herausforderungen, wenn sie in neuen Märkten Fuß fassen wollen“, betont Wirtschafts-Landesrat Strugl zur Motivation für das Förderprogramm.

„Oö. Betriebe sind absolute Vorreiter bei Ökoenergie- und Umwelttechnologien, z.B. in der Biomasseheizkessel-Herstellung sogar Marktführer. Da macht es Sinn, diese Unternehmen bei ihrem Sprung in Zukunftsmärkte mit Rechtsauskünften, Netzwerken, Infos zu diversen Abläufen, etc. zu unterstützen“, hebt Umwelt-Landesrat Anschober hervor.

Erfolgreiche Umwelttechnik „Made in Upper Austria“:
Beispiele für erfolgreiche frühere Förderprojekte im Bereich Umwelttechnik:

  • Start-up Unternehmen LINK3 GmbH – energieeffiziente Haustechnik mit Sitz in St. Marienkirchen bei Schärding/OÖ. Dieses zielte darauf ab, mit dem Energiemanager L3-1000 – eine neue und österreichweit patentierte Schichtspeichertechnik – am deutschen Markt Fuß zu fassen (Deutschland war bei früherer Förderung Zielgebiet). Durch die Nutzung der Thermodynamik deckt der L3-1000 wartungsfrei Systemfunktionen ab, die bisher zusätzlich geplant, gekauft, montiert und instand gehalten werden mussten. Das System wird in seiner Gesamtheit enorm vereinfacht, was auf lange Sicht natürlich eine Kostenersparnis nach sich zieht.
  • Die Energiewerkstatt Consulting GmbH aus Munderfing ist ein führendes Planungsunternehmen für Windenergie-Projekte und bereits in einigen Märkten international erfolgreich. Derzeit wird der Markteintritt in der Türkei intensiv vorangetrieben. Die Energiewerkstatt beschäftigt derzeit rund 50 MitarbeiterInnen und bietet im In- und Ausland alle relevanten Dienstleistungen rund um Windkraftwerke an. Das reicht von Windmessungen und Beratungen über Umweltverträglichkeitsprüfungen bis hin zu Projektausschreibung, Baumanagement und der Stromeinspeisung ins Netz. Die Erstellung von Gutachten gehört auch zum Portfolio.

Neue Exportmärkte für Ökoenergie-Cluster-Unternehmen:
Oberösterreichs Ökoenergieunternehmen haben in den vergangenen Jahren kontinuierlich neue Export-Märkte innerhalb Europas erschlossen und sind in einer Reihe von EU-Ländern Marktführer. Insbesondere Unternehmen aus dem Bereich Biomasse und Solar waren im Erschließen neuer Märkte besonders aktiv und erfolgreich. Der Ökoenergie-Cluster konnte dabei durch sein internationales Netzwerk wertvolle Unterstützung in der Marktaufbereitung und -zugang leisten. Eine besondere Rolle spielten dabei die Kontakte zu Fachorganisationen in den jeweiligen Ländern und Regionen, die wiederum Kooperationen mit Unternehmen und Behörden sicherstellten. Daneben spielten Fachveranstaltungen, Exportreisen, Messeauftritte, mehrsprachige Publikationen, Vorträge sowie der OEC-Internet-Auftritt eine wichtige Rolle.

Derzeit bereiten Unternehmen aus dem Ökoenergie-Cluster, insbesondere im Bereich Biomasse-Kessel ihren Markteintritt außerhalb Europas vor bzw. sind teilweise bereits dort aktiv.

Umwelttechnik-Cluster, Ökoenergie-Cluster und Export-Center OÖ unterstützen Internationalisierungsbemühungen oö. Betriebe:
Der Umwelttechnik-Cluster (UC) sowie das im Cluster mit eingebundene Netzwerk Ressourcen- und Energieeffizienz (NREE) sind Initiativen der Business Upper Austria – OÖ Wirtschaftsagentur GmbH. Sowohl der UC als auch das NREE sind Plattformen für österreichische Umwelttechnik-Unternehmen zur Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft. Der Fokus liegt auf kleinere und mittlere Unternehmen (KMU). Im Zuge der „Exportoffensive“ ist der Umwelttechnik-Cluster sowohl Beratungs- wie auch Einreichstelle Ihrer Projektanträge.

Der Ökoenergie-Cluster (OEC), der vom OÖ Energiesparverband gemanagt wird, ist das oberösterreichische Unternehmens-Netzwerk in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energie. Seit 13 Jahren ist das Ziel des OECs die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit seiner Partnerunternehmen zu steigern und sie bei Internationalisierungs-Aktivitäten zu unterstützen. Die Anzahl der Exportländer verachtfachte sich von 12 Ländern im Jahr 2000 auf 102 Länder im Jahr 2013. Die über 170 Partnerunternehmen des OEC beschäftigen derzeit rund 8.900 Mitarbeiter/-innen und erzielen einen Umsatz von etwa 2,2 Mrd. Euro. Im Zuge der Exportoffensive berät Sie der OEC gerne. Ihre Projekteinreichungen werden an den UC als Förderabwicklungsstelle weitergeleitet.

Das Export-Center OÖ – als gemeinsame Initiative von Land OÖ und WKO Oberösterreich – ist die zentrale Internationalisierungsdrehscheibe für die OÖ Wirtschaft. Als „One-Stop-Shop“ unterstützt und begleitet es kleine und mittlere Unternehmen bei ersten Schritten in aussichtsreiche Märkte und zeigt erfahrenen Exportunternehmen die Potenziale neuer und attraktiver Wachstumsmärkte. Mit einem umfassenden Service-Angebot begleitet es jährlich 400 neue heimische Unternehmen beim Einstieg in europäische Märkte genauso wie in Übersee.

Das Export Center kooperiert mit der  AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und deren weltweit über 100 Stützpunkten und ist vernetzt mit den Förderstellen von Land und Bund, Clustern, Branchen und Netzwerken, Banken und Kreditversicherern. Damit können rasch und effizient maßgeschneiderte Serviceleistungen und Expertenwissen für die heimische Exportwirtschaft bereitgestellt werden. Die Exportoffensive unterstützte das Export Center OÖ in Kooperation mit den Büros der  AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA mit der Evaluierung der Exportstrategien der interessierten Unternehmen, um eine bestmögliche Umsetzung der Vorhaben zu ermöglichen. Darüber hinaus standen den Förderwerbern für die Umsetzung des Markteinstieges in den attraktiven Nah- und Ferndestinationen die AUSSENWIRTSCHAFTSCENTER mit einer umfassenden „Vorort-Betreuung“ zur Verfügung.

    Amt der Oberösterreichischen Landesregierung

    Landhausplatz 1, 4021 Linz
    Österreich
    +43 732 7720-0

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