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Vorstandsvorsitzender Stefan Dobocky. (Foto:Lenzing AG/Christian Leopold)

Lenzing investiert in Asien 200 Millionen Euro für 320.000 Tonnen CO2-Einsparung

04. Mai 2021 | 09:45 Autor: APA-OTS Startseite, Oberösterreich

Lenzing (A) Die Lenzing Gruppe investiert in seine Standorte in China und Indonesien. Auf Kohle als Energiequelle soll künftig verzichtet werden: Durch den Einsatz gasbasierter Blockheizkraft sollen allein in Nanjing über 200.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Die Lenzing Gruppe, der Anbieter von holzbasierten Spezialfasern, wird mehr als 200 Mio. EUR in ihre Produktionsstandorte in Purwakarta (Indonesien) und Nanjing (China) investieren, um bestehende Kapazitäten für Standardviscose in Kapazitäten für umweltverträgliche Spezialfasern umzuwandeln.

In Nanjing (China) wird mit dieser Investition der erste Produktionsstandort für holzbasierte Cellulosefasern in China geschaffen, der vollständig auf Kohle als Energiequelle verzichtet. Mittels innovativer gasbasierter Blockheizkraft werden über 200.000 Tonnen an CO2-Emissionen eingespart.

Gleichzeitig wird durch die Konvertierung einer Linie von Standardviscose auf 35.000 Tonnen Modalfasern der Marke TENCEL(TM) per Ende 2022 das gesamtes Portfolio des chinesischen Faserwerks aus nachhaltig erzeugten Spezialfasern bestehen.

Viscoseproduktion bald "Eco"
In Purwarkata (Indonesien) investiert Lenzing in die Senkung der CO2-Emissionen sowie der Luft- und Wasseremissionen. Im Zuge dieser Investition wird Lenzing ihre gesamte Viscoseproduktion in Indonesien auf die Standards des EU Ecolabel bringen.

Damit wird der Standort in Indonesien per 2023 zu einem reinen Spezialviscose-Anbieter. Die Kapazitäten für Standardviscose werden mit diesem Schritt in Kapazitäten für Fasern der Marke "Lenzing Ecovero" für textile Anwendungen und in "Lenzing Viscose Eco Fasern" für Körperpflege- und Hygieneanwendungen umgewandelt.

Beide Investitionen stehen im Einklang mit Lenzings Ziel, die Treibhausgasemissionen pro Tonne Produkt bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren. Durch die Investitionen an den beiden Standorten senkt die Lenzing Gruppe ihren Netto-CO2-Ausstoß um mehr als 320.000 Tonnen bzw. 18 Prozent gegenüber 2017. Darüber hinaus werden Schwefelemissionen um mehr als 50 Prozent im Vergleich zu 2019 reduziert.

Vorstandsvorsitzender Doboczky: "Ist Ausdruck unserer Verantwortung"
"Mit unseren ambitionierten Klimazielen in Richtung einer CO2-freien Zukunft sind wir ein absoluter Vorreiter in der produzierenden Industrie und speziell in der Faserbranche. Unsere Investitionen in China und Indonesien sind Ausdruck unserer Verantwortung sowie unserer Überzeugung, dass Shareholder-Value mit Nachhaltigkeitsinvestitionen gezielt gesteigert werden kann. Diese Investitionen sind ein wichtiger Schritt in Richtung unserer strategischen Ziele für 2024", sagt Stefan Doboczky, Vorstandsvorsitzender der Lenzing Gruppe.

Gemeinsam mit dem Lyocellprojekt in Thailand wird Lenzing ihren Anteil der Spezialfasern am Faserumsatz bereits bis 2023 auf deutlich über die angestrebten 75 Prozent steigern, was wiederum ein wichtiger Schritt zur Erreichung des EBITDA-Ziels von 800 Mio. EUR bis 2024 ist.

"Wir sind und bleiben langfristig ein verlässlicher Partner für die globalen Textil- und Vliesstoffhersteller", sagt Stephan Sielaff, Mitglied des Vorstandes von Lenzing: "Der strategische Fokus auf Spezialfasern entspricht voll und ganz der wachsenden Marktnachfrage nach nachhaltiger Viscose."

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