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v.l.: Franz Baldauf (CFO) und Mark Lunabba (CEO) (Foto: fotoart.at/Laakirchen Papier)

Laakirchen Papier steigt 2017 in den Wachstumsmarkt Verpackungspapier ein

10. Februar 2017 | 10:33 Autor: Impuls PR Österreich, Oberösterreich

Laakirchen (A) Oberösterreichischer Papierhersteller verbucht ein erfolgreiches Jahr 2016. Mit dem über 100 Millionen starken Investitionsprojekt und dem Einstieg in die Produktion von Wellpappenrohpapier steht das Jahr 2017 im Zeichen einer kompletten Neuausrichtung.

Als einer der führenden Hersteller von superkalandrierten Papieren (SC-Papier) in Europa reüssiert Laakirchen Papier 2016 trotz herausfordernder Marktbedingungen. Mit dem im Herbst dieses Jahres geplanten Einstieg in den Verpackungsmarkt stellt der oberösterreichische Papierhersteller die Zeichen klar auf eine Neuausrichtung. So wird das Unternehmen künftig auf zwei Standbeinen stehen: hochqualitatives SC-Papier mit Fokus auf den Druck von Zeitschriften und Werbematerialien für Handelsunternehmen einerseits und leichtgewichtiges Wellpappenrohpapier für Verpackungen andererseits. Die Belegschaft steht klar hinter dieser Unternehmensstrategie.

Der Markt von hochglänzendem Magazinpapier für den Druck von Magazinen, Zeitungsbeilagen, Katalogen und Werbematerialien in Europa ist seit 2008 um 25 Prozent geschrumpft. Die Preise fallen stetig. Aufgrund des anhaltenden Trends zur Digitalisierung ist bei SC-Papier auch keine Trendwende absehbar. Der zunehmende Onlinehandel lässt aber den Markt für Verpackungspapier Jahr für Jahr um 2 bis 3 Prozent wachsen.

„Entgegen der vorangehenden Jahre wuchs der SC-Markt im Jahr 2016 um 2,5 Prozent. Das ist erfreulich für unser Unternehmensergebnis, stellt aber keine Trendwende am Markt dar“, betont Mark Lunabba, CEO der Laakirchen Papier AG und erklärt weiter: „Druckmedien schwinden immer mehr zugunsten von Online. Wir sind aber überzeugt, dass Druckmedien auch zukünftig von Bedeutung sind. Derzeit sorgt der Handel mit seinen gedruckten Werbematerialien für eine konstante Nachfrage. Wir werden uns daher in Zukunft bei Magazinpapier noch mehr auf Papierqualitäten für den Handel spezialisieren. Damit sichern wir im SC-Bereich langfristig unsere Marktposition.“

Investition von über 100 Millionen sichert Zukunft
Die künftige Produktion von leichtgewichtigem Wellpappenrohpapier ist für den oberösterreichischen Papierhersteller ein beachtlicher Meilenstein in der knapp 150-jährigen Firmengeschichte.

„Laakirchen Papier steht vor einer Transformation. Schließlich zieht der Einstieg in den Verpackungsmarkt eine enorme Veränderung für unsere gesamte Organisation mit sich, begonnen bei der Rohstoffbesorgung über die Produktion bis hin zur Marktbearbeitung“, skizziert Mark Lunabba die Tragweite des über 100 Millionen Euro umfassenden Investitionsprojektes.

Aufgrund des hohen Grades an Wissenstransfers und der Kooperation innerhalb der Heinzel Group kann Laakirchen Papier in kürzester Zeit als starker Marktplayer in den komplett neuen Markt eintreten. Produktions- und Entwicklungskompetenz für Wellpappenrohpapier steuert Raubling Papier bei. Heinzel Sales verfügt seit Jahren über Marktzugänge und mit Bunzl & Biach steht ein kompetenter Partner für die Altpapierbeschaffung an der Seite.

Franz Baldauf, CFO Laakirchen Papier AG, freut sich besonders über die Unterstützung der Belegschaft: „Eine solche Neuausrichtung braucht zum Gelingen das Commitment der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir erleben in den letzten Wochen und Monaten ein enormes Engagement. Für uns ein klares Zeichen für die hohe Identifikation unserer Mitarbeiter mit unserem Unternehmen und dem eingeschlagenen Zukunftsweg.“

Im Zuge des Investitionsprogrammes wird die bestehende Papiermaschine PM10 auf die Produktion von leichtgewichtigem Wellpappenrohpapier auf Basis von Recyclingpapier umgebaut. Die Kapazität nach Vollausbau wird 450.000 Jahrestonnen betragen. Parallel zum Umbau der PM10 erfolgt ein Ausbau der Kapazität der PM11, auf der künftig das SC-Papiersortiment produziert wird. Durch einen zusätzlichen Kalander, der für mehr Glätte und Glanz sorgt, wird zudem die Papierqualität gesteigert. Künftig kann Laakirchen Papier insgesamt annähernd 800.000 Tonnen Papier produzieren.

Das Investitionsvorhaben wird plangemäß umgesetzt. So soll die Produktion von Wellpappenrohpapier im Herbst 2017 anlaufen. Für die Großinvestition sind bereits zwei Drittel der Verträge mit den Lieferanten und Partnern abgeschlossen. Aktuell wird gerade der neue Altpapierplatz am Firmengelände gebaut.

2016 herausfordernd begonnen, erfreuliches Marktwachstum
Für den oberösterreichischen Papierhersteller war der Start ins Jahr 2016 von den Nachwehen durch den brandbedingten, dreimonatigen Produktionsausfall gezeichnet. Im zweiten Quartal herrschte am SC-Markt eine generelle Flaute, wodurch das Unternehmen einen Produktionsrückgang von rund 7.000 Tonnen verbuchen musste.

Im zweiten Halbjahr kam mit einer sehr zufriedenstellenden Auftragslage die Trendwende, sodass über das Gesamtjahr eine positive Bilanz gezogen werden kann.

Vor allem die Reduktion der Fixkosten im Zuge des internen Effizienzprogrammes machte im letzten Jahr die sinkenden Ergebnisse kostenseitig wieder wett. Die Umsatzerlöse 2016 belaufen sich voraussichtlich auf rund 244 Millionen Euro.

  • Mark Lunabba, CEO Laakirchen Papier AG (Foto: fotoart.at/Laakirchen Papier)
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  • Franz Baldauf, CFO Laakirchen Papier AG (Foto: fotoart.at/Laakirchen Papier)
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  • Neuausrichtung bei Laakirchen Papier. Künftig steht oberösterreichischer Papierhersteller auf zwei Standbeinen: SC-Papier und Wellpappenrohpapier (Foto: lichtmeister.com/Laakirchen Papier)
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