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Wolfgang Wallner, Wanderhuhn

Initiative "Wanderhuhn" lässt Hühner auf gesunder Wiese picken

27. März 2018 | 14:01 Autor: Melzer PR Startseite, Oberösterreich

Moosdorf (A) „Die Initiative ‚Tonis Freilandeier‘ hat seinerzeit die Bodenhaltung abgelöst. Nun ist es höchste Zeit für die Revolutionierung der Freilandhaltung“, sagt Wolfgang Wallner, Gründer der Firma Wanderhuhn, die österreichweit ihre „Wiesen- und Kräutereier“ vertreibt. „Dem Konsumenten wird in der Werbung eine Idylle vorgegaukelt. In Wahrheit stehen Freilandhühner im eigenen Dreck, sehen keinen Grashalm und sind vielen Krankheitserregern ausgesetzt. Dabei können keine gesunden Eier herauskommen.“

Die ORF-Sendung „Am Schauplatz“ hat es kürzlich eindrucksvoll gezeigt: Kaum ein Landwirt in Österreich war bereit, seinen Hühnerstall den Journalisten zu zeigen, selbst nach mehreren Monaten Vorlaufzeit. Nicht so bei Wanderhuhn, bei denen der ORF durch Zufall vorbeigeschaut hat: „Spontane Besuche von Medienvertretern kommen immer wieder vor und ermöglichen, Transparenz und Ehrlichkeit zu beweisen. Alle, die einmal einen konventionellen Freilandstall gesehen haben, sind überrascht, wie gesund und schön Wanderhuhnwiese und -stall sind und wie gut es den Tieren geht“, erklärt Wolfgang Wallner.

Der Nudelerzeuger war lange Zeit selbst auf der Suche nach den besten Eiern und schließlich ernüchtert über die Zustände in der Freilandhaltung. Was sich in der Werbung „Freiland“ nennt, ist in der Realität eine dreckige Staubwüste, die den Hühnern mehr schadet als nützt und darüber hinaus das Grundwasser stark belastet. „Wenn 6.000 Hühner den ganzen Tag auf einer Wiese picken und ihr Geschäft verrichten, ist der Boden innerhalb kurzer Zeit kaputt und dieser Zustand ist alles andere als werbetauglich.“ Wolfgang Wallner machte sich daher schlau und stieß auf das Konzept der mobilen Hühnerställe, die auf einer Wiese alle acht Tage versetzt werden: „Dadurch haben die Hühner immer frisches Gras zum Picken und legen geschmackvolle, gesunde Eier. Sie dürfen einfach glückliche Hühner sein.“

Wanderhuhn hat die Hühnerhaltung revolutioniert und wird in den nächsten Jahren 8 Millionen Euro in die innovativen Ställe investieren. „Wir sind davon überzeugt, das beste Haltungssystem für Hühner gefunden zu haben und glauben, dass es auch der Konsument schätzt, wenn sich jemand ehrlich für Tierwohl einsetzt“. Etwa 20 mobile Wanderhuhn-Ställe werden derzeit bei Vertragslandwirten betrieben und der Andrang von interessierten Bauern ist groß. Neben dem Versetzen der Wanderhuhnställe machen auch noch andere Maßnahmen einen großen Unterschied: So ist die Hühnerherde deutlich kleiner als üblich. Wo sonst 6.000 Hühner in einem Freilandstall leben, sind es bei Wanderhuhn 1.250. Dazu kommen noch 50 Hähne! Jeder Hahn übernimmt eine wichtige Rolle als Beschützer und Wegweiser für die Hühner. „Wirtschaftlich betrachtet kosten Hähne nur Geld. Deshalb hat sie auch niemand sonst. Aber wir haben verstanden, dass der Hahn essentiell für eine gesunde Hühnerherde ist.“

Doch wird nicht nur das natürliche Miteinander der Tiere unterstützt. So wie Henne und Hahn zusammengehören, brauchen Hühner auch eine vertrauensvolle Beziehung zu ihrem Bauern, welche bei Wanderhuhn im täglichen Kontakt beispielsweise bei der sorgfältigen Ei-Abnahme (per Hand wohlgemerkt) entstehen darf.

Der Quereinsteiger Wolfgang Wallner hat noch große Pläne: Bald sollen auch Küken und Masthühner in den innovativen Ställen leben. Außerdem werden die Grünflächen im kommenden Jahr mit Unterstützung der Arche Noah mit alten Obstsorten bepflanzt, als Unterschlupf und Beitrag zum Sortenerhalt. „Hier hat die Industrie noch viel Nachholbedarf. Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, dass man Tiere artgemäß halten und dabei trotzdem rentabel bleiben kann. Das ist schließlich auch das, was sich die Konsumenten wünschen.“

Unterstützt wird die Initiative „Wanderhuhn“ dabei von einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt der Wiener Universitäten für Bodenkultur und Veterinärmedizin. Knut Niebuhr, Wissenschaftler am Institut für Tierhaltung und Tierschutz an der Veterinärmedizinischen Universität Wien erklärt dazu: „Die Freilandhaltung von Legehennen stellt ein potenziell sehr tierfreundliches Haltungssystem dar. Wanderhuhn ist eine Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Freilandhaltung unter dem Gesichtspunkt der Tiergerechtheit und Umweltverträglichkeit weiterzuentwickeln. Da wir diese Ziele unterstützen, möchten wir als Wissenschaftler Wanderhuhn auf diesem Weg kritisch begleiten.“

Kurzinformation „Wanderhuhn“:
Das Konzept des Wanderhuhns wurde vom oberösterreichischen Nudelhersteller Wolfgang Wallner entwickelt und stellt eine Weiterentwicklung und Verbesserung der traditionellen Freilandhaltung dar. Die Tiere werden in einem sogenannten Wanderhuhnstall gehalten, mit dem sie alle acht bis zehn Tage den Standort wechseln. Eine Einheit umfasst 1.250 Hühner und 50 Hähne. Der Flächenbedarf umfasst dabei mindestens 15.000 Quadratmeter. Vorteile sind unter anderem, dass sich die Hühner immer in Stallnähe und somit in Sicherheit und nahe der Nahrung fühlen. Das fördert die Freude am Picken und die Qualität der „Wiesen- und Kräutereier“. Außerdem wird der Boden dabei aufgewertet.

    Wanderhuhn GmbH

    Kirchenstraße 1, 5141 Moosdorf
    Österreich
    +43 664 2424945

    Details


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