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v.l.n.r.: Alfred Luger, Johann Hansmann, Michael Eisler, Gabriel Grabner, Michael Altrichter, Michaela Lindinger und Bernhard Lehner (Foto: startup 300/Bernhard Lehner)

Venture Capital-Fonds capital300 sucht mit neuem Investmentansatz österreichisches Startup-Unicorn

31. Mai 2017 | 14:54 Autor: Pia Niederwimmer-Raunjak Österreich, Wien, Oberösterreich

Wien/Linz (A) Das österreichische Startup-Ökosystem bekommt mit capital300 einen neuen, aus privaten Mitteln finanzierten Venture Capital-Fonds. Roman Scharf (Co-Founder Jajah und Talenthouse) und Peter Lasinger (Ex-aws Gründerfonds), das Management-Team des Fonds, stellten heute der Öffentlichkeit den neuen Risikokapital-Geber vor.

Zielgröße des Fonds sind 40-60 Millionen Euro, ein „First Closing“, das operative Tätigwerden des Fonds, wird mit 20 Millionen Euro angestrebt. Mit der offiziellen Präsentation, welcher die Registrierung des Fonds durch die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA vorausging, erfolgt auch der Startschuss zum Einwerben des Kapitals. Dieses soll hauptsächlich von institutionellen Investoren sowie Family Offices stammen. capital300 hat seine Wurzeln im Business Angel-Netzwerk startup300 AG.

Um das Startup-Ökosystem mit Dynamik weiterentwickeln zu können, mangelt es in Österreich immer noch an entsprechendem Risikokapital und signifikanten Erfolgsgeschichten. Während sich die Frühphasen-Finanzierung von Startups (Seed- beziehungsweise Early Stage) in den letzten Jahren leicht entspannte, ist das Defizit in den „Later Stages“, also in der typischen Wachstumsphase von Startups, nach wie vor enorm. „80 Prozent der Startup-Investments in Österreich zwischen zwei und fünf Millionen Euro werden von nicht-österreichischen Risikokapitalgebern getätigt. Bei einer Investmentsumme von fünf Millionen Euro sind das sogar 100 Prozent“, sagt Peter Lasinger, Managing Partner von capital300. „Zum Vergleich: das Risikokapital bei für frühe Startup-Phasen durchaus üblichen Summen zwischen 250.000 bis 500.000 Euro kommt zu 60 Prozent von österreichischen Geldgebern.“

capital300 wird in einem mehrstufigen Prozess in Startups investieren. Den Fokus bilden Wachstumsfinanzierungen, die drei bis fünf Mal jährlich erfolgen sollen. Es wird aber bei Bedarf auch kleinere Investments in früheren Phasen geben, um vielversprechenden Unternehmen die notwendigen Entwicklungen für eine große Wachstumsfinanzierung zu ermöglichen.

capital300: Wachstumsfinanzierungen gemeinsam mit renommierten VC´s
Für die größeren Kapitalrunden wird capital300 die Lücke zum internationalen Risikokapital schließen. „capital300 wird seine Investments Hand in Hand mit globalen Venture Capital-Größen von der US-Westküste und aus London tätigen. Eine entsprechende Zusammenarbeit, etwa mit Sequoia Capital, Accel Partners, Andreessen Horowitz, Atomico, Greylock Partners, Mosaic Ventures oder Mayfield haben wir in den letzten Wochen detailliert“, sagt Managing Partner Roman Scharf. „Wir bieten ein attraktives Paket: Co-Investments bis zu 50 Prozent, engen Kontakt zu den investierten Startups sowie einen sehr gut strukturierten, qualifizierten Dealflow.“

Letzteres wird durch die enge Zusammenarbeit mit allen relevanten Playern des österreichischen Startup-Ökosystems sichergestellt. Allen voran ist dabei die Partnerschaft mit dem Business Angel-Netzwerk startup300 AG zu nennen, ergänzt Roman Scharf: „startup300 ist Teil der Gründungsstory und damit natürlich Teil der DNA von capital300. Die aktuell 120 Aktionäre des Business Angel-Netzwerkes gehören zu den aktivsten der österreichischen Szene; alleine diese Quelle verspricht einen spannenden Dealflow“.

Business Angels und AAIA erfreut über capital300
Hansi Hansmann, mit über 40 Beteiligungen der wahrscheinlich aktivste Business Angel Österreichs sowie Präsident der Austrian Angel Investment Association AAIA, sagt: „Ich gratuliere startup300 zu diesem Schritt und begrüße den Fonds capital300 mit Fokus auf Wachstums- und Anschlussfinanzierung sehr. Gerade in diesem Bereich hat Österreich großen Bedarf. Durch die Pflege internationaler Kontakte und Netzwerke - auch zu Venture Capital Fonds - zieht capital300 große Aufmerksamkeit auf sich und rückt das Startup-Land Österreich allgemein in den Fokus.“

Hermann Hauser, Entrepreneur und Business Angel in Cambridge mit österreichischen Wurzeln, zum Start von capital300: "Ich gratuliere capital300 zur Zulassung und freue mich sehr, dass mit diesem innovativen Fonds-Konzept das Wachstum und die Internationalisierung gleichermaßen in den Fokus rückt. Das Denken in global vernetzten Märkten ist ein wichtiger Beitrag für das österreichische Ökosystem."

Let´s build the first Austrian unicorn!
Die Vision von capital300 ist es, das erste österreichische Startup-Unicorn (das ist ein Startup mit einer Unternehmensbewertung von über einer Milliarde Euro) auf den Weg zu bringen. „Natürlich klingt das auf den ersten Blick sehr selbstbewusst. Wir haben aber in den letzten Jahren immer wieder Bewertungen von rund einer viertel Milliarde Euro in Österreich erzielt. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit vereinten Kräften bedeutend Größeres hinbekommen werden“, sagt Roman Scharf. „Die freigesetzten Kräfte, das zurückfließende Kapital, aber auch die Erfahrungen und das Beispiel der Gründer und Mitarbeiter können das Ökosystem auf eine ganz neue Entwicklungsebene heben, ähnlich wie dies Skype in Stockholm oder Rocket in Berlin ermöglicht hat“ ergänzt Peter Lasinger.

  • startup300 in der Tabakfabrik Linz (Foto: startup 300/Bernhard Lehner)
    uploads/pics/startup300_in_der_Tabakfabrik_Linz.jpg

startup300 AG

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