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Geschäftsführerin der Austria Wirtschaftsservice (aws) Edeltraud (Foto: aws/Irina Gavrich)

Start-ups: 16 Millionen Förderung für regionale Gründerzentren durch Infrastrukturministerium

27. März 2017 | 10:27 Autor: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Österreich, Vorarlberg, Tirol, Oberösterreich, Steiermark, Niederösterreich, Wien

Wien (A) Mit dem Programm „AplusB Scale-up“ unterstützt das Infrastrukturministerium die Gründung technologieorientierter Start-ups in Österreich mit insgesamt 16 Millionen Euro. Gefördert werden dabei regionale Gründerzentren, die jenen Hightech-Start-ups eine Starthilfe geben, die über ein hohes Wachstumspotential verfügen und mit Hochschulen zusammenarbeiten. 

Eine internationale Fachjury hat nun sechs Standorte in Niederösterreich, Tirol, Wien, Steiermark, Oberösterreich und Vorarlberg ausgewählt. Diese erhalten in den kommenden fünf Jahren jeweils bis zu vier Millionen Euro. Seit dem Jahr 2002 wurden rund 500 Unternehmen mit Unterstützung der AplusB-Zentren gegründet. Damit wurden über 3.400 Arbeitsplätze geschaffen.

„Schnell wachsende junge Unternehmen sind ein Motor für neue Arbeitsplätze. Wir investieren in den kommenden Jahren 16 Millionen Euro in regionale Gründerzentren und starten damit eine Gründerwelle in den Bundesländern. Wir geben Start-ups in ganz Österreich die Unterstützung, die sie brauchen, um erfolgreich zu sein“, so Infrastrukturminister Jörg Leichtfried.

„Innovationsgeschehen ist ein wichtiges und prägendes Element für jeden Wirtschaftsstandort. Akademische Spin-off-Gründungen sind heute wesentlicher Bestandteil eines effektiven Wissens- und Technologietransfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Das AplusB-Programm zeichnet sich seit Jahren durch einen sehr weiten Erfahrungshorizont und nachweisbare Erfolge aus“, erklärt die Geschäftsführerin Edeltraud Stiftinger der Austria Wirtschaftsservice (aws), die das Förderprogramm AplusB-Scale abwickelt.

Welchen Einfluss die AplusB-Inkubator-Zentren auf die Gründerlandschaft in Österreich haben, zeigt die Evaluierung des Programmes: Seit dem Start im Jahr 2002 wurden rund 500 Unternehmen mit Unterstützung der Zentren gegründet. Davon wären rund 30 Prozent der Vorhaben ohne AplusB-Förderung nicht umgesetzt worden, weitere 52 Prozent lediglich in reduzierter Form. Durch die gegründeten Unternehmen wurden zwischen 2002 und 2015 mehr als 3.400 Arbeitsplätze geschaffen.

Die AplusB Scale-up-Initiative ist zielgenau auf die Anforderungen des Wirtschaftsstandorts Österreich abgestimmt. Im Fokus des neuen Programmes steht, technologiebasierte Start-ups dabei zu unterstützen, ihren Markt zu erschließen, Schritte in Richtung Internationalisierung zu setzen und ihnen Zugang zu neuen Finanzierungsmodellen zu ermöglichen.

Die geförderten Gründerzentren
Wien. Das „INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH“ wurde bereits vor 15 Jahren eingerichtet. Es berät Start-ups, führt erfolgsabhängige Finanzierungsrunden durch und bietet den Unternehmen Zugang zu einem internationalen Partnernetzwerk, das es nun weiter ausbaut. Jährlich nimmt INiTS bis zu 20 Projekte in seine Betreuung auf.

Niederösterreich. In Niederösterreich unterstützt die „accent Gründerservice GmbH“ technologieorientierte Start-ups. Im Rahmen des AplusB-Programms baut sie nun ihre internationalen Kooperationen zum Beispiel mit dem Forschungszentrum CERN und der europäischen Raumfahrtagentur ESA aus. Das accent Gründerservice bietet den jungen Unternehmen zum Beispiel bevorzugten Zugang zum geistigen Eigentum des CERN.

Steiermark. Der „Science Park Graz“ ist das gemeinsame Start-up-Center der TU Graz, der Karl-Franzens-Universität Graz und der Medizinischen Universität Graz. Er ist zusätzlich der Koordinator aller gründungsfördernden Aktivitäten der Europäischen Raumfahrtagentur ESA in Österreich. Schwerpunkt des Science Park Graz sind Hightech-Start-ups mit internationalem Potenzial. Diese internationale Ausrichtung wird nun nochmals verstärkt.

Oberösterreich. Das oberösterreichische Zentrum „tech2b“ begleitet die Entwicklung von technologieorientierten Unternehmensgründungen. Es wirkt dabei als Schnittstelle zwischen der oberösterreichischen Industrie und Gründerszene. Mit den Mitteln der AplusB-Scale-up-Programms baut tech2b die Kooperation mit den Industriepartnern weiter aus.

Vorarlberg. In Vorarlberg unterstützt das Kompetenzzentrum „v-start“ Start-ups mittel- und langfristig. Ergänzend bietet die Fachhochschule Vorarlberg die Ausbildung „Entrepreneurship“ an. In der Kooperation der beiden Partnerorganisationen ist ein internationales Netzwerk für Unternehmensgründerinnen und Unternehmensgründer entstanden, das durch AplusB weiter ausgebaut wird.

Tirol. Das „CAST Gründungszentrum“ begleitet in Tirol Projekte mit hohem Wachstumspotenzial. Der Fokus liegt auf dem Weg zur Marktreife innovativer Ideen. CAST begleitet bis zu zehn Start-ups jährlich während 18 Monaten. Dank der Unterstützung aus Scale-up baut es seine nationalen und internationalen Kooperationen weiter aus.

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