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Pascal Costa (CEO) und Alexander Seifert (CTO) von AdZen

Arbeit ist dort, wo WLAN ist

20. Juni 2017 | 10:49 Autor: tech2b Inkubator Startseite, Oberösterreich

Linz (A) Sie arbeiten in London, Spanien, den Niederlanden, Bali oder Thailand haben ihre geschäftlichen Wurzeln aber in Österreich. Zwei heimische tech2b-Start-ups leben den Traum einer Arbeitswelt ohne Grenzen.

Pascal Costa klappt das Notebook zu, packt seine Sachen ein, und ab an den Strand. Was nach Hollywood klingt, ist für den CEO von AdZen gelebte Realität. „Ich war zwei Monate in Bali und Thailand und habe dort in teils weltbekannten Co-Working Spaces mit mehr als 100 anderen Freelancern gearbeitet.“ Davon hat er ein Monat lang mit seinem CTO Alexander Seifert in Ko Lanta das Produkt weiterentwickelt. AdZen ist ein tech2b Start-up, das sich dem Management von Google AdWords widmet. Freelancer betreuen oft mehr als 30 Konten – das Management im Hintergrund ist dabei enorm. Die Hagenberg-Absolventen lösen mit ihrem Produkt dieses Problem punktgenau. Das Start-up bringt ihnen die Freiheiten die sie sich immer gewünscht haben: „Die Entwicklung von AdZen ist grundsätzlich ortsunabhängig.“ Das bietet Möglichkeiten dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen. Die regionale Verwurzelung durch das tech2b-Netzwerk unterstützt dabei: „Es ist angenehm eine fixe Basis zu haben. Ich habe zudem entdeckt, dass man auch anderswo schnell Wurzeln schlagen kann und sich tiefe Freundschaften entwickeln können.“

Internetanschluss genügt
Vincent Jong, CEO von Thrive for email, sieht das ähnlich: „Jeder in unserer Firma braucht nur einen Internetanschluss um arbeiten zu können. Es ist aber wichtig, dass man dort wo man sein Büro hat, sich auch mit dem lokalen Ökosystem verknüpft. Deswegen sind wir froh, dass wir in Österreich gut aufgestellt sind.“ Das fünfköpfige Team von Thrive for email sitzt in Österreich, England, Chile und den Niederlanden – globales Denken ist Teil der Unternehmenskultur. Jong ist aktuell in London unterwegs um den Sales und Customer Support seines Start-ups, das sich der Bändigung und effizienteren Verwaltung von E-Mailkonten widmet, aufzubauen. „Die meisten Kunden kommen aus UK oder den USA.“ Durch regelmäßige Videokonferenzen und viel Reisen lassen sich die verschiedenen Welten problemlos miteinander verknüpfen, und nicht nur das: Für Pascal Costa von AdZen ergeben sich gerade durch die globale Aufstellung seines Unternehmens: „Zahlreiche, wunderbare Business Opportunities“.

Österreich trotz „rosaroter Brille“ gut aufgestellt
Die Globetrotter können daher bestens bewerten, wie die österreichische Start-up Szene im Vergleich zu anderen Ländern aufgestellt ist. „Es gibt viele Menschen in Österreich die wirklich etwas bewegen wollen, aber auch einige die auf den aktuellen Hype aufspringen. Manchmal wird das zu oft durch die rosarote Brille gesehen“, merkt Costa an. Die heimische Szene entwickelt sich aktuell rasend, doch es mangelt oft an Erfahrung, so der AdZen-CEO. „Es gibt bei uns noch zu wenige Serial Entrepeneurs. In den USA ist bereits die vierte oder gar fünfte Generation an Gründern am Ruder.“ Vincent de Jong kann Ähnliches berichten: „Es gibt in Österreich für die meisten Bereiche Leute mit Erfahrung, es gibt viele Events wo Wissen geteilt wird, es gibt Geld, sowohl durch Förderungen als auch von Investoren. Aber wenn man dann nach London geht ist das schon eine andere Liga. Trotzdem, wenn du in Österreich bist, würde ich dort gründen.“ Der Start-up Inkubator tech2b wird von den beiden gelobt: „Das Early-Stage Wesen in Österreich ist Spitze“, streut Costa Rosen. Der heimischen Start-up Szene fehlt es aber vor allem an guten Marketern. „Es braucht auch Entbürokratisierung und einen Gegentrend zum aktuellen Hype. Hier müsste es mehr kritische Stimmen geben.“

Erfahrungen sind keine Einbahnstraße
Für tech2b Geschäftsführer Markus Manz sind seine beiden Schützlinge perfekte Beispiele wie wichtig es ist lokale Wurzeln mit globalem Denken zu verknüpfen: „Erfolgreiche Start-ups verfügen über einen weiten Horizont: AdZen und Thrive for email sind hier perfekte Beispiele. Ihre Erfahrungen sind dabei keine Einbahnstraße, auch wir profitieren von deren Inputs und können so unser Programm noch zielsicherer gestalten.“

  • Vincent Jong, CEO von Thrive for email
    uploads/pics/Bild2_Thrive_for_email_Vincent_Jong_CEO.jpg
  • Mag. Markus Manz, Geschäftsführer von tech2b Inkubator GmbH
    uploads/pics/Bild3_MagMarkusManz_GF_tech2b.jpg

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