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Das Team „AIM“ (Aspöck-Insolight-Molfar) freut sich über den Special Award „Best Pitch“.

3. Multi-Corporate Innovation Challenge liefert teilnehmenden Firmen kreative Ideen zur Digitalisierung

12. November 2019 | 10:17 Autor: Business Upper Austria Startseite, Oberösterreich

Linz (A) Mehr als 300 Start-ups haben darauf gehofft, ihre Expertise den beiden Traditionsunternehmen Aspöck Systems GmbH und Liebherr-Werke Bischofshofen GmbH zur Verfügung zu stellen. Zehn davon wurden ausgewählt, um drei Tage lang gemeinsam mit firmeninternen Mitarbeitern an zukunftsweisenden Ideen zu tüfteln. Das Ergebnis: Die schweren Fahrzeuge samt Beleuchtungssystem sollen bald deutlich intelligenter werden.

Schon vor dem Startschuss in der Grand Garage in Linz zeichnete sich ein Teilnehmerrekord ab. Mehr als 300 Start-ups aus 35 Ländern haben sich beworben, um an der 3. MCI Challenge der Initiative Connected Mobility des Automobil-Clusters der oö. Standortagentur Business Upper Austria in Kooperation mit WhatAVenture teilzunehmen.

Ein Stein kommt ins Rollen

Sind Innovationsprojekte mit Start-ups eher glitzernde Einhörner oder vielmehr riesige Felsbrocken, die sich nur mit Mühe bewegen lassen? Philipp Thiltges, Co-Founder von Innovationsberater WhatAVenture, stellte diese Frage anhand zweier Bilder gleich zu Beginn der Veranstaltung in den Raum. Die Blitzumfrage unter den 60 Anwesenden ergab: Während die Mitarbeiter der traditionsreichen Unternehmen Aspöck und Liebherr ein strahlendes Einhorn vor Augen hatten, waren sich die Start-ups einig, dass der große Felsbrocken den Berufsalltag repräsentiert. Eine Zahl bestätigt den Eindruck: Rund 3.000 Ideen soll es benötigen, bis ein einziges Produkt eines Start-ups auf den Markt kommt. Es war die perfekte Einstimmung auf das, was nun folgen sollte. Drei intensive Tage lang arbeiteten die beiden etablierten und international erfolgreichen Unternehmen Liebherr und Aspöck gemeinsam mit den Start-ups daran, marktfähige Lösungen für vordefinierte Themenfelder zu finden. Durch den gesteuerten „Open Innovation“-Ansatz sollten in kurzer Zeit noch nie dagewesene und gleichzeitig valide Business Cases – bis hin zu Prototypen – entwickelt werden.

Sicherheit auf den Straßen

Als Marktführer für vorgefertigte Lichtanlagen gezogener Fahrzeuge ist die Aspöck Systems GmbH an Sensortechnologielösungen und Integration dieser in die Lichtanlage bzw. Beleuchtung interessiert. Dadurch soll die Sicherheit erhöht und ein Problem des künftigen autonomen Fahrens beseitigt werden. „Das große Thema für uns ist, die Sicherheit im Straßenverkehr sowie im Arbeitsumfeld im positiven Sinne zu beeinflussen. Dazu zählen Objekterkennung, Vermeidung von Kollisionen und ganz besonders die Vermeidung von Unfällen mit Personen“, erklärt Christian Schwaighofer, CTO/COO der Aspöck Systems GmbH. Zwei Start-ups haben sich deshalb gemeinsam mit Aspöck-Mitarbeiter/-innen der Aufgabenstellung angenommen, ein intelligentes Arbeitslicht zu entwickeln und innerhalb der drei Tage bereits einen Prototyp entwickelt. Das erleichtert nicht nur Arbeitsprozesse, sondern hilft, Personen zu schützen. Eine weitere Lösung wurde für die Diebstahlprävention gefunden. Das Sicherheitssystem des Start-ups Hexlox hat sich im Fahrradsektor bereits bewährt, zahlreiche Preise abgeräumt und soll nun im Trailer-Bereich angewendet werden.

Datenvielfalt nutzbar machen

Für Johann Stickler, Geschäftsführer und technischer Leiter der Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH, steht der Benefit für den Endkunden im Fokus: „Condition Monitoring ist in aller Munde. Auch uns bei Liebherr stellt sich die Frage, wie man den Vertrieb und die Maschinen verbessern kann und welche Optionen für welche Einsätze sinnvoll sind. Wir haben unzählige Daten aus den vergangenen Jahrzehnten zur Verfügung, diese könnten wir noch mehr nutzen. Unser Hauptfokus liegt darauf, mit unserer Datenvielfalt Aussagen treffen zu können, die dem Endkunden helfen.“ Gesagt, getan.

LexaTexer will zusammen mit Liebherr ungeplante Stillstände von Fahrzeugen verringern. Der Schlüssel dafür liegt wie so oft in Künstlicher Intelligenz. Die Anwendung sagt anhand der gesammelten Daten vorher, ob eine Leistungsreduzierung eintreffen wird. Damit Kunden das optimale Produkt von Liebherr finden, das auch noch mit den passenden Features ausgestattet ist, hat das Start-up cognify aus Salzburg innerhalb der drei Tage eine App vorbereitet. Durch einen Konfigurator soll der Kunde künftig dank einfacher Anwendung das auf seine individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Produkt finden.

Best Pitch

Besonders überzeugt hat das Team „AIM“ (Aspöck-Insolight-Molfar) mit seinem intelligenten Arbeitslicht. Die beiden Start-ups konnten gemeinsam mit Aspöck den Special Award „Best Pitch“ mit nach Hause nehmen. Neben AIM wurden weitere vier Teams dazu auserkoren, ihre Ideen mit Aspöck und Liebherr weiterzuentwickeln: HexLox, AltaSigma, Talpasolutions und cognify. Die Erwartungen der Teilnehmer wurden damit weit übertroffen. „Für uns war das Event eine sehr spannende Erfahrung und wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit HexLox, Insolight und Molfar Technologies. Aufgrund des positiven Gesamteindrucks werden wir auch in Zukunft verstärkt die Kooperation mit Start-ups suchen“, betont Kevin Riepl, Head of Group Innovation bei Aspöck Systems.

Fotos: Stefan Feiner

  • Drei Tage lang entwickelten die Teams, bestehend aus Start-ups sowie Mitarbeitern von Aspöck oder Liebherr, an innovativen Lösungen für vorab definierte Problemfelder.
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  • Die 3. MCI Challenge war ein Erfolg auf der ganzen Linie: Fünf Teams freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit mit den Firmen Aspöck und Liebherr.
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  • In der Grand Garage in Linz fand die 3. Multi-Corporate Innovation Challenge statt.
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