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Das Zumtobel Werk in Dornbirn

Zumtobel Group startet solide in neues Geschäftsjahr - Wachstum im Leuchtengeschäft, Stabilisierung im Komponentengeschäft

05. September 2012 | 08:24 Autor: Zumtobel Vorarlberg

Dornbirn (A) Trotz eines sich zunehmend eintrübenden wirtschaftlichen Umfelds ist die Zumtobel Gruppe solide in ihr neues Geschäftsjahr gestartet. Der Lichtkonzern erreichte in den ersten drei Monaten (Mai – Juli 2012) einen Konzernumsatz von 323,4 Mio EUR und liegt damit nahezu auf dem Niveau des konjunkturell noch guten ersten Quartals des Vorjahres (-0,9%  zu VJ: 326,3 Mio EUR).

Weiterhin unterschiedliche Entwicklung von Leuchten und Komponenten
Die Entwicklung nach Segmenten verläuft weiterhin sehr unterschiedlich. Im Leuchtensegment (Marken: Zumtobel / Thorn) konnte das Wachstumsmoment des Vorjahres fortgesetzt werden: Mit einem Segmentumsatz von 243,0 Mio EUR (+2,9% zu VJ: 236,1 Mio EUR) haben sich Zumtobel und Thorn von der schwachen Baukonjunktur deutlich abgekoppelt. Das Komponentensegment (Marken: Tridonic / Ledon) weist hingegen mit einem Quartalsumsatz von 98,1 Mio EUR ein Minus von 11,1% gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres aus. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr des Vorjahres ist jedoch eine Stabilisierung der Umsatzentwicklung feststellbar.

Wichtige Impulse dazu leistet u.a. die Markteinführung einer neuen Generation elektronischer Vorschaltgeräte. Mit der laufenden Entwicklung innovativer LED-Konverter und –Module ist das Komponentengeschäft auf einem guten Weg, sich in der herausfordernden Phase des Technologiewandels zukunftssicher aufzustellen. Der Technologiewandel hin zu LED ist weiterhin ungebrochen: Der Umsatz mit LED-Produkten stieg um 63,0% auf 59,6 Mio EUR. Damit vergrößerte sich der LED-Anteil am Konzernumsatz von 11,2% auf 18,4%.

„Angesichts des schwierigen Marktumfelds sind wir mit dem Start in das neue Geschäftsjahr recht zufrieden. Unser erklärtes Ziel ist nun, trotz fortlaufender Kostenoptimierung die Zukunftschancen nicht außer Acht zu lassen. Deshalb investieren wir weiterhin in innovative LED-Produkte und intelligente Steuerungssysteme, um von den Chancen aus Technologiewandel und Energieeffizienz bestmöglich profitieren zu können. Aufgrund der unsicheren Konjunktur haben wir aber den Ausbau der Vertriebsstrukturen im Berichtsquartal nicht weiter fortgesetzt“, erläutert Zumtobel Group CEO Harald Sommerer den aktuellen Kurs.

Technologiewandel und Unterauslastung bei Komponenten belasten Ergebnis
Die höheren Aufwendungen für Forschung & Entwicklung (+29,5%) sowie die großteils konjunkturbedingte Unterauslastung und der hohe Preisdruck im Komponentensegment haben zu einem Rückgang des operativen Ergebnisses beigetragen. Erfreulich ist die Ergebnisentwicklung im Leuchtensegment: Hier konnte die Ertragskraft trotz des dynamischen Wachstums mit margenschwächeren LED-Leuchten gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Das bereinigte EBIT der Zumtobel Gruppe erreichte im ersten Quartal 12,8 Mio EUR (-29,9% zu VJ: 18,2 Mio EUR). Dies entspricht einer bereinigten EBIT-Marge von 4,0% (VJ: 5,6%). Das Periodenergebnis des erstes Quartals erreichte 9,0 Mio EUR (VJ: 13,7 Mio EUR).

Auch deutliche Unterschiede in der regionalen Entwicklung
Die Entwicklung in den einzelnen Vertriebsregionen verlief im ersten Quartal 2012/13 ebenfalls sehr unterschiedlich. Der regionale Wachstumsmotor des Vorjahres, die Region Deutschland / Österreich / Schweiz, hat mit einem Umsatzrückgang von 1,6% deutlich an Dynamik eingebüßt. Das stärkste Wachstum in Europa verzeichnete mit +11,6% die Region Nordeuropa, gefolgt von Osteuropa mit +4,6%. Erfreulich war auch die Entwicklung in Amerika, wo die eingeleiteten Maßnahmen Wirkung entfalten (+27,1%). Enttäuschend verlief hingegen das Geschäft in Asien und Australien / Neuseeland, wo v.a. ein stark rückläufiges Komponentengeschäft zu einem Umsatzrückgang von 7,6% bzw. 12,5% führte.

Mitarbeiterstand: leichter Aufbau auf 7.587 Vollzeitkräfte
Bei der Belegschaft gab es im Vergleich zum Bilanzstichtag am 30. April in den ersten drei Monaten einen leichten Mitarbeiteraufbau von 7.456 auf nun 7.587 Vollzeitkräfte inklusive Leiharbeiter, ohne Lehrlinge (+1,8%). Diese Entwicklung ist v.a. auf einen Aufbau von Leiharbeitern in der Produktion zurückzuführen, da Werke in den Sommermonaten saisonal bedingt ein höheres Produktionsaufkommen haben. Die Belegschaft in Österreich war im Vergleich zum Bilanzstichtag stabil.

Verbesserter Cashflow, weiterhin solide Bilanzstruktur
Dank eines konsequenten Bestandsmanagement konnte das Working Capital trotz des gleichbleibenden Geschäftsvolumens mit 258,6 Mio EUR im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres deutlich reduziert werden. Dies hatte eine Verbesserung des Cashflows aus dem operativen Ergebnis um 10,3 Mio EUR auf minus 17,4 Mio EUR zur Folge. Auch der Free Cashflow fiel mit minus 27,1 Mio EUR um 10,5 Mio EUR besser aus als der Vorjahreswert. Die Bilanzstruktur der Zumtobel AG ist nahezu unverändert: Die Eigenkapitalquote erhöhte sich leicht von 35,8% zum Bilanzstichtag auf nun 35,9%. Aufgrund eines leichten Anstiegs der Nettoverbindlichkeiten verschlechterte sich der Verschuldungsgrad (Gearing) – als Quotient aus Nettoverbindlichkeiten zu Eigenkapital – geringfügig auf den soliden Wert von 41,3% (Bilanzstichtag: 38,2%).

Ausblick für Gesamtjahr 2012/13 bestätigt
Die anhaltenden Unsicherheiten aufgrund der Eurokrise sowie die weiterhin eingeschränkte Visibilität in beiden Segmenten erschweren nach wie vor eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr 2012/13. Aus heutiger Sicht geht der Vorstand jedoch für das Leuchtensegment für die kommenden Monate von einer stabilen Geschäftstätigkeit aus. Die weitere Entwicklung im Komponentensegment hängt zusätzlich von der Marktakzeptanz der neuen Produkte ab. Vor diesem Hintergrund hält der Vorstand an der bereits kommunizierten Zielsetzung für das Gesamtjahr fest, gegenüber dem Vorjahr eine Verbesserung beim Gruppenumsatz (2011/12: 1.280,3 Mio EUR) und der bereinigten EBIT-Marge (2011/12: 2,7%) erzielen zu können.

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