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Christoph Mathis, Gründerservice der WKV

Zahl der Neugründungen von Unternehmen ist in Vorarlberg 2016 gestiegen

25. Jänner 2017 | 13:58 Autor: WK Vorarlberg Startseite, Vorarlberg

Feldkirch (A) 966 neue Unternehmen – ohne selbstständige Personenbetreuer - bedeuten ein Plus von 2,11 Prozent gegenüber 2015 – Rund 1000 persönliche Beratungen durch das Gründerservice der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Der Zuwachs von 2,11 Prozent liegt abermals nahe am österreichischen Durchschnitt von 2,23 Prozent. Unternehmensberatung und Informationstechnologie führen mit einem Anteil von 7,2 Prozent den Branchenmix bei den Neugründungen an. „Insgesamt bewegt sich die Zahl der jährlichen Neugründer seit vielen Jahren auf einem ähnlichen Niveau und ist stabil“, analysiert Christoph Mathis, Leiter des Gründerservice in der WKV.  

68,66 Prozent der Neugründer gaben als Motiv an, in ihrer Zeit und Lebensgestaltung flexibler sein zu wollen. Dies stellt eine leichte Zunahme gegenüber den Vorjahren dar. Lieber sein eigener Chef sein (67,16 Prozent) und das Ausmaß an Verantwortung, das man als Angestellter trägt, in sein eigenes Unternehmen einzubringen nannten 67,16 Prozent als Motiv für die Firmengründung. „Über dem österreichischen Durchschnitt liegt der Anteil von Frauen, die eine Firma gründeten“, weiß Christoph Mathis. 48 Prozent der Gründer in Vorarlberg waren 2016 weiblich. Zum Vergleich: Im österreichischen Durchschnitt betrug der Prozentsatz lediglich 44 Prozent.

Der Anteil an Start-ups bei den Neugründungen lässt sich laut Mathis nicht wirklich herausfiltern. Man schätzt, dass es sich lediglich bei circa zwei Prozent um echte Start-ups handelt. Laut European Startup Monitor 2016 schaffen Start-ups in Österreich 6,3 Arbeitsplätze und 2,3 Arbeitsplätze der Gründer.  Mathis hält es in dem Zusammenhang für wichtig, die Unterstützung für klassische Gründungen keinesfalls zu vernachlässigen. Laut einer Studie der Donau Universtät Krems entstehen je neu gegründetem Unternehmen im Jahr der Gründung im Schnitt 5,3 neue Arbeitsplätze.

Großen Anteil an der ebenso hohen wie beständigen Zahl von Neugründungen hat das Team des Gründerservice in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Im Jahr 2016 gab es 696 individuelle, persönliche Gründungsberatungen im Ausmaß von jeweils 1 ½  Stunden. Darüber hinaus nahmen 300 potenzielle Neugründer an den vom Gründerservice angebotenen Gründerworkshops teil. „Wir machten überdies 77 weiterführende Konzeptberatungen und organisierten neun Veranstaltungen mit zusammen 764 Teilnehmern zum Thema Gründen“, resümiert Christoph Mathis. Zusätzlich gab es mehr als 22.000 Kundenkontakte per Telefon oder Mail.

Um bereits junge Menschen mit dem Thema Unternehmensgründung vertraut zu machen, riefen die Junge Wirtschaft Vorarlberg und das Gründerservice 2016 die sogenannte Business Class ins Leben. Dabei wurden mehr als 500 Schülern Einblicke in die Gründerszene vermittelt.

Neu gegründeten Unternehmen wird in Österreich eine lange Überlebensdauer bescheinigt. Eine Neuerhebung 2016 ergab, dass nach drei Jahren noch 8 von 10 Unternehmen bestanden. Nach 5 Jahren sind fast 68 Prozent der neu gegründeten Unternehmen am Markt tätig, nach 7 Jahren 60 Prozent.

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