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Mag. Wolfgang Beck, Obmann der Fachgruppe der Vorarlberger Seilbahnen

Was lange währt wird endlich gut - Positive Saisonbilanz der Vorarlberger Seilbahnen trotz spätem Saisonstart

11. April 2012 | 12:24 Autor: WKV Vorarlberg

Feldkirch (A) Einen späten aber umso kräftigeren Wintereinbruch bescherte Frau Holle in der vergangenen Wintersaison den Vorarlberger Seilbahnunternehmen. Die heftigen Schneefälle während der Wintermonate sorgten damit nicht nur für einige Straßensperren in den höher gelegenen Skigebieten, sondern auch für optimale Bedingungen zum Sonnenskilauf in den ersten Frühlingswochen.

Kleine Skigebiete groß gefragt

Damit durften sich heuer vor allem die kleineren Skigebiete Vorarlbergs über einen positiven Saisonverlauf freuen. Dank der guten Schneelage konnten diese nämlich deutlich mehr Tagesgäste auch aus Vorarlberg anziehen und damit ein Umsatzplus von 6,6 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnen.

Die einzelnen Betriebe weisen dabei eine deutlich differenzierte Entwicklung auf. Die diesjährige Umfrage unter den Seilbahnen ergab aber auch, dass die Anzahl der Beherbergungsgäste in den kleinen Skigebieten um 3,3 % gesunken ist. Sie offenbart damit die strukturellen Aufgaben, die es in der Zukunft für die kleineren Skigebiete zu lösen gilt.

Branchenschnitt
„In der Gesamtbetrachtung verzeichnet die Vorarlberger Seilbahnbranche für die Wintersaison 2011/2012 mit einem Umsatzplus von 2,9 % ebenfalls ein erfreuliches Wachstum, das von der hohen Anzahl an möglichen Betriebstagen gestützt wird. Diese lagen heuer in den verschiedenen Skigebieten bei 84 % bis 97 %“,  betont Mag. Wolfgang Beck, Obmann der Fachgruppe der Vorarlberger Seilbahnen. Im Vergleich zu den letzten drei Jahren liegt das Umsatzwachstum sogar bei 7,2 %.

Viel Naturschnee im Winter 2011/2012
„Obwohl die Saison in vielen Skigebieten aufgrund des zunächst ausbleibenden Schnees verspätet gestartet ist, fällt die Schneebilanz am Ende des Winters äußerst erfreulich aus“, so Beck. Durch die erheblichen Schneemengen mit teils über 4 Metern am Berg musste in dieser Saison deutlich weniger beschneit werden als im Vorjahr. Mit insgesamt 1,5 Mio. m³ ging die produzierte Schneemenge insgesamt auf rund ein Drittel des Vorjahreswertes erheblich zurück.

Hohe Investitionen
Den außerordentlich hohen Investitionen im Vorjahr (69 Mio. Euro) aufgrund des Ausbaus in einzelnen Regionen stehen 2012 Investitionen in Höhe von 38 Mio. Euro gegenüber. Investitionsschwerpunkte sind weiterhin Seilbahntechnik, Gastronomie, Hotellerie und die Pistenoptimierung.

Gäste im Skigebiet
Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil an Tagesgästen aus Vorarlberg um 10 Prozentpunkte auf fast 50 % gestiegen. Die Zahl der deutschen Tagesgäste reduzierte sich um den gleichen Prozentsatz auf nun 33 %.

Neben dem leichten Zuwachs bei den Tagesgästen meldet Vorarlberg Tourismus auch im Hinblick auf die Nächtigungen ein Plus von 2 bis 3 Prozent und damit das bisher drittbeste Ergebnis einer Tourismus-Wintersaison Vorarlberg. Für diese Steigerung waren vor allem Urlauber aus Deutschland, der Schweiz, Tschechien, Polen und Großbritannien verantwortlich, die in diesem Winter vermehrt nach Vorarlberg kamen.

44. Seilbahntagung im Zeichen von Qualität, Gesundheit und Wohlbefinden
Neben dem Saisonergebnis 2011/2012 rückt die 44. Seilbahntagung im Festspielhaus auch den Themenschwerpunkt „Lebensqualität und Gesundheit“  in den Mittelpunkt. Nach dem Impulsvortrag „Qualität muss man leben. Das Wohlbefinden liegt in der eigenen Hand.“ von Martin Keßler (Sportservice Vorarlberg) setzen sich in einer Podiumsdiskussion unter anderem der renommierte Sportpsychologe MMag. Dr. Christian Uhl (Live-Chat aus den USA) und Olympiasieger Patrick Ortlieb mit interessanten Ansichten auseinander:

• Jedes Skigebiet ist ein modernes/zeitgemäßes/zukunftsgerichtetes Fitnesscenter, in dem jeder Wintersportler die Einheiten nach seinen persönlichen Möglichkeiten nutzen kann.

• „Skifahren auf Krankenschein“ – die Leute geben viel Geld für Aufbaupräparate und Solarien aus – mit dem Skipass erhält jeder Wintersportler einen ganzen Tag Lebensqualität.

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