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WKV-Präsident Manfred Rein

Vorarlberger Wirtschaft speist mehr denn je die sozialen Töpfe

08. August 2013 | 11:30 Autor: WKV Vorarlberg

Feldkirch (A) 2012 wurden in Vorarlberg 1,55 Mrd. Euro (+7,8%) an Sozialbeiträgen aufgebracht. Die Sozialbeitragslast hat sich dabei weiter Richtung Arbeitgeber verschoben. „Eine weitere Verteuerung von Arbeit ist daher wirtschafts- und standortschädigend“, erklärt WKV-Präsident Manfred Rein.

Auch das vergangene Jahr macht keine Ausnahme. 2012 wuchs der absolute Wert an Sozialbeiträgen, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer für die Sozialleistungen aufbringen. Hohe Beschäftigung, relativ niedrige Arbeitslosigkeit, ein Überwinden der Krise durch mehr Wachstum, das alles ließ auch die Summen anwachsen, die für die Aufrechterhaltung von Krankenversicherung, Pensionsversicherung, Familienförderungen, Unfallversicherung und etc. zur Verfügung stehen.

Laut Erhebung der Wirtschaftskammer Vorarlberg sind 2012 1,55 Mrd. Euro an diversen Sozialbeiträgen (Pensionsversicherung, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Unfallversicherung aber auch Wohnbauförderung,  Insolvenz-Entgeltsicherungsfonds  oder  Familienlastenausgleichfonds) in das soziale Netz geflossen (2011: 1,43 Mrd. €). „Von Jahr zu Jahr erhöht sich diese Summe, weil die Wirtschaft trotz Euro- und Verschuldungskrisen wächst und die Löhne steigen“, erklärt der Direktor-Stv. der Wirtschaftskammer Vorarlberg, Dr. Christoph Jenny.

Hohe Leistungsfähigkeit der Vorarlberger Wirtschaft
2012 stiegen die Beiträge (Sozialbeiträge) in Vorarlberg um 7,8 % (+ 122 Mio. € gegenüber 2011), also weit höher als die Inflation (2,4%), höher als der Beschäftigungszuwachs (Vorarlberg: 1,4%), höher als Löhne und Gehälter (Tariflohnkostenindex plus 2,1% in Österreich), letztlich auch höher als das Wirtschaftswachstum (Österreich 2012: 0,9%).

„Die Zahlen beweisen nicht nur die hohe Leistungsfähigkeit der Wirtschaft und ihre Rückkehr zu hervorragender Beschäftigung, sondern auch die Progression bei den Sozialbeiträgen, da mit steigenden Gehältern auch mehr Beschäftigte in die Höchstbemessungsgrundlage rutschen“, so Manfred Rein, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Wirtschaft trägt das soziale Netz
Bei der Verteilung, wie viel Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils an Sozialbeiträgen bezahlen, wird deutlich, wie sehr das soziale Netz an der Leistung der Arbeitgeber hängt. Der größere Teil der zu bezahlenden Beiträge entfällt auf die Arbeitgeberbetriebe. So leisteten die Arbeitgeber 2012 bereits 62,2% (2011: 61,5%) aller Sozialabgaben oder 966 Mio. € (+ 8,8%, 2011: 881 Mio. €), die Arbeitnehmer trugen demnach 37,8% oder 586 Mio. € (+ 5,8%, 2011: 38,5% der Beiträge bzw. 552 Mio. €) bei.

Die Hauptlast tragen die Unternehmer  
Die Hauptlast für den Sozialstaat tragen so oder so die Unternehmer. Sie müssen ja auch  die Gesamtsumme aller Beiträge – d. h. die Bruttogehälter und die Lohnnebenkosten der Arbeitnehmer - erwirtschaften und abführen, ungeachtet der Ertragssituation. „In Bezug auf die Lohnnebenkosten kann es nur heißen: Genug ist genug“, betont Manfred Rein. „Unseren leistungsfähigen Unternehmen ist es zu verdanken, dass wir mit einer sehr hohen Beschäftigungsrate aufwarten können, was auch das Sozialbudget entlastet hat. Jegliche zusätzliche Verteuerung von Arbeit wirkt sich wirtschafts- und standortschädigend aus.“ 

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