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Martin Ohneberg, Samuel Greber und Prof. Dr. Sebastian Kummer

Vorarlberger Leuchtturmprojekt "Wälderbahn" realistisch

18. Dezember 2017 | 13:30 Autor: IV Vorarlberg Startseite, Vorarlberg

Lustenau (A) Im vergangenen Jahr stellte die Industriellenvereinigung, Doppelmayr und Kairos mit der „Wälderbahn der Zukunft“ ein Konzept für ein innovatives Leuchtturmprojekt in Vorarlberg vor, das zu zahlreichen Reaktionen führte. Während bei der Erstpräsentation die innovative Verkehrsverbindung und die technische Machbarkeit sehr allgemein im Fokus standen, wurde nun in einem weiteren Schritt die konkrete Verkehrsentlastung und Wirtschaftlichkeit wissenschaftlich und praktisch überprüft, nachgewiesen und bestätigt.

IV-Präs. Ohneberg: Leuchtturmprojekt, Innovation und Kreativität aus Vorarlberg
„Zu Beginn 2016 haben wir in unserer Industriestrategie – ‚Vom Mittelmaß zur Exzellenz‘ ein innovatives, intelligentes und vernetztes Leuchtturmprojekt angekündigt, dass das Potential hat, nach Innen zu verbinden und nach Außen zu strahlen. Im August 2016 wurde dann gemeinsam mit Partnern die Wälderbahn als genau solche Initiative präsentiert und auch in unser vertiefendes Konzept zu ‚Vorarlbergs urbaner Weg‘ übernommen“, erinnert Martin Ohneberg, Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Vorarlberg über die Gründe warum sich die IV bei diesem Thema engagiert.

Die vorgeschlagene Wälderbahn sieht die Kombination einer schwebenden Seilbahn und einer Stadthochbahn als Verbindung zwischen dem Ballungsraum Rheintal und dem ländlichen Bregenzerwald vor. Die vorgestellte Technologie des Vorarlberger Weltmarktführers Doppelmayr bedeutet eine Weltneuheit und ermöglicht neue Verkehrskonzepte. Die vorgeschlagene Route der Wälderbahn verbindet den Bahnhof Dornbirn mit der Station Sägerbrücke (Campus V) und der Talstation der Karrenbahn. Von dort geht es hoch auf das Hochälpele, dem höchsten Punkt im Skigebiet und Naherholungsgebiet Bödele, und dann mitten in den Bregenzerwald in den Bereich Bersbuch in Andelsbuch. Jede Minute fährt eine Gondel mit 28 Personen ab. In gut zwanzig Minuten und über elf Kilometer verbindet das neue System das Rheintal mit dem Bregenzerwald und umgekehrt.

Stimmung mehrheitlich positiv, aber auch Kritikpunkte
Nach der Präsentation der Wälderbahn folgte eine intensive Debatte, die von IV-Präsident Ohneberg positiv beurteilt wird: „Fernab von den tagespolitischen Hickhacks wurden über strategische Themen wie die Mobilität der Zukunft, die Verbindung von Ballungsraum und Talschaften und innovative Technologien diskutiert.“

Die Industriellenvereinigung wollte es genau wissen und hat daher das Institut für Management & Marketing im April diesen Jahres – also 8 Monate nach der Präsentation der Wälderbahn – beauftragt 400 Telefoninterviews zur Wälderbahn zu machen. In einem ersten Schritt wurde die zufällig ausgewählte Bevölkerung (Repräsentativität 98 Prozent) befragt, ob sie von der Wälder-Seilbahn, die den Bregenzerwald mit der Stadt Dornbirn im Rheintal verbindet, schon gehört haben. 62 Prozent gaben an von der Wälder-Seilbahn gehört zu haben, was angesichts der langen Zeitdauer seit der Präsentation ein sehr hoher Wert ist. Von jenen, die schon davon gehört haben, gaben 53 Prozent in einer offenen Antwort an, dass sie eher positiv gegenüber der Wälder-Seilbahn eingestellt sind. 38 Prozent sehen das Projekt eher kritisch, 9 Prozent haben noch keine konkrete Meinung.

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