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Markus Salzgeber, Fachgruppenobmann der Fachgruppe Finanzdienstleister, Wirtschaftskammer Vorarlberg

Vorarlberger Finanzdienstleister raten zu Vorziehkäufen

01. Dezember 2010 | 12:56 Autor: WKV Vorarlberg
Investments in Aktien und Fonds, die vor dem 1.1.2011 getätigt werden, sind von der geplanten Vermögenszuwachssteuer ausgenommen.

Im Zuge des Budgetentwurfs 2011-2014 wurde die Einführung einer allgemeinen Steuerpflicht von 25 Prozent auf Kursgewinne aus Aktien, Anleihen, Derivate und Investmentfonds beschlossen. Bisher wurden lediglich Dividendenausschüttungen bei Aktien oder Kuponzahlungen bei Anleihen genauso wie Zinsen auf Spareinlagen im Zuge der Kapitalertragsteuer (KEST) mit 25 Prozent besteuert.

Kursgewinne aus Aktiengeschäften mit einer Veranlagung von über einem Jahr waren hingegen steuerfrei. Dies wird sich nun mit der Vermögenszuwachssteuer ändern, die direkt von der Bank abgeführt werden soll.

Steuerfalle ausweichen
„Personen, die beabsichtigen, einen Teil ihres freien Geldes langfristig in Aktien oder Fonds zu investieren, sollten die verbleibende Zeit bis zum Jahreswechsel nutzen, um der neuen Steuerfalle auszuweichen“, empfiehlt Markus Salzgeber, Obmann der Vorarlberger Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Denn Kursgewinne von sämtlichen Aktientiteln oder Fonds, die vor dem 1. Januar 2011 erworben werden, fallen noch nicht unter die Steuerabfuhr.

Kurzfristiges Auslaufdatum berücksichtigen
Darüber hinaus sollten Investoren ihre Anlagen mit Auslaufdatum wie etwa Anleihen und Garantieprodukte prüfen. „Sollte deren Ablauf in den kommenden Monaten bevorstehen und das Geld wieder langfristig veranlagt werden, sollte man rechtzeitig verkaufen und langfristig umschichten“, so Salzgeber weiter. Gerade für Anleihebesitzer, die in den vergangenen Jahren Zins- oder auch Kursgewinne erzielen konnten, sei es vernünftig, die Gewinne jetzt zu realisieren und die Wiederveranlagung in einem Anleihefonds vor Jahresende einzugehen.

Diese Veranlagungsempfehlung richtet sich auch an Personen, die sich dem Risiko von Aktien und Aktienfonds bewusst sind und einen Anlagehorizont von zehn und mehr Jahren verfolgen.

Über die Vorarlberger Finanzdienstleister:
Der Vorarlberger Finanzdienstleister vertritt die Interessen seiner Kunden im sensiblen Bereich des Kapitalmarktes. Dabei sind die Vermögensberater in ihrer Beratung völlig unabhängig von Banken, Kreditinstituten, Versicherungen und Kapitalanlagegesellschaften und offerieren somit eine größtmögliche Produktpalette aus dem internationalen Kapitalmarkt.

Die Qualifikation der Finanzexperten ermöglicht sowohl die Berechnung und Durchführung eines optimalen Anlageplanes als auch die laufende Überwachung der Vermögenswerte, bei der maßgebliche Änderungen der rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden.

Die Fachgruppe Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Vorarlberg vertritt die Interessen der unabhängigen Vermögensberater und sonstiger Finanzdienstleister mit rund 400 aktiven Mitgliedern. Mehr Informationen unter www.vorarlberger-finanzdienstleister.at

 

 

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