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Tridonic CEO Alfred Felder

Tridonic steigt zum Jahresende aus der Magnetik-Technologie aus

25. Juni 2013 | 13:22 Autor: Tridonic Vorarlberg

Dornbirn (A) Tridonic, die Marke für Lichtkomponenten innerhalb der Zumtobel Gruppe, steigt mit Wirkung zum 30.12.2013 aus der Produktion und dem Vertrieb mit magnetischen Vorschaltgeräten und Transformatoren aus. Mit einem pro-aktiven Maßnahmenplan zieht das Unternehmen die notwendigen Konsequenzen aus der EU-weiten Beschränkung der ineffizienten Magnetik-Technologie ab dem Jahr 2017.

Von dem Magnetik-Ausstieg betroffen sind zwei Produktionsstandorte, das Werk Fürstenfeld in der Steiermark mit 102 Mitarbeitern und die Magnetik-Produktion in Melbourne, Australien, mit derzeit 49 Mitarbeitern. Das Werk in Fürstenfeld wird geschlossen. Die Tridonic Geschäftsleitung wird nun in enger Abstimmung mit den Betriebsräten einen Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter ausarbeiten. Als Alternative zur Schließung zum 30.12.2013 werden für das Werk in Melbourne derzeit intensive Verkaufsgespräche mit einem möglichen Investor geführt, der im Fall einer Übernahme einen Großteil der Mitarbeiter weiterbeschäftigen würde. Eine Entscheidung dazu steht zum heutigen Zeitpunkt noch aus.

„Wir wissen seit Jahren, dass eines Tages der Ausstieg aus der Magnetik-Technologie kommen wird. In unserem Bestreben, Tridonic in dieser entscheidenden Phase des Technologiewandels hin zu LED zukunftssicher aufzustellen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, in einem koordinierten Ansatz aus dem Magnetik-Geschäft auszusteigen. Natürlich bedauern wir diesen Schritt mit Blick auf die betroffenen Mitarbeiter. Sie haben über viele Jahre hinweg mit ihrem Engagement zum Erfolg von Tridonic beigetragen. Dafür danken wir ihnen sehr und versichern, dass wir unsere Verantwortung ihnen gegenüber vollumfänglich wahrnehmen werden“, sagt Tridonic CEO Alfred Felder.

Der kontinuierliche Rückgang der Magnetik-Technologie macht sich bereits seit Jahren bemerkbar: Zwischen den Geschäftsjahren 2007/08 und 2012/13 ist der Umsatz mit magnetischen Vorschaltgeräten um 60 Prozent zurückgegangen. Der Magnetik-Anteil am Umsatz der Tridonic lag im Geschäftsjahr 2012/13 nur noch bei 9,4 Prozent (Jahresumsatz Tridonic GJ 2012/13: 377,7 Mio EUR). Aufgrund ihrer Energie-Ineffizienz hat die Europäische Union im Rahmen der Ökodesign-Richtlinie* ab 2017 den Verkauf von magnetischen Vorschaltgeräten beschränkt.

Mit dem heute angekündigten Ausstieg aus dem Magnetik-Geschäft stellt die Tridonic auch einen geregelten Übergang für die Kunden sicher, die die Möglichkeit haben, noch bis Ende Oktober letzte Aufträge zu platzieren. Darüber hinaus wird sie die Vertriebsorganisation dabei unterstützen, auf effizientere elektronische Betriebsgeräte umzusteigen.

„Mit der heutigen Entscheidung können wir uns noch stärker auf die LED-Technologie fokussieren. Im den vergangenen Jahr 2012/13 haben wir den LED-Anteil am Gesamtumsatz auf 18,9 Prozent gesteigert. Aktuell steht eine ganze Generation an neuen LED-Konvertern kurz vor der Markteinführung. Dies wird 2013/14 eines unserer wichtigsten Kernprojekte bei Tridonic sein “, erklärt Tridonic CEO Alfred Felder.

* Ökodesign-Richtlinie: Die Ökodesign-Richtlinie regelt die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte (Energy-related Products Directive, ErP). Die Lichtkomponentenindustrie ist insbesondere hinsichtlich ineffizienter magnetischer Betriebsgeräte für Leuchtstofflampen (Fluorescent) betroffen.   

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