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Gert Wiesenegger & Jürgen Wiesenegger

Scheyer an internationalem Forschungsprojekt beteiligt

24. Oktober 2012 | 13:02 Autor: boehler+pointner Vorarlberg

Klaus (A) Schockwellen sollen Fleischreifung verkürzen und Qualität verbessern Der österreichische Verpackungsspezialist ist Teil eines internationalen, EU-geförderten Forschungsprojekts, das zum Ziel hat, die Qualität von Fleisch zu verbessern und den Reifungsprozess zu verkürzen. Insgesamt sind sieben Unternehmen und Forschungsinstitutionen aus vier EU-Ländern beteiligt.

Das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) ist seit Beginn diesen Jahres Koordinator des Projekts „Development of Shock Wave Technology for Packed Meat“. Ziel der Forschung ist es, eine Verkürzung der Fleischreifung sowie eine Verbesserung der Fleischqualität zu erreichen und dadurch eine Verringerung der Lagerungs- und Energiekosten zu erzielen. Ein entscheidender Faktor auf dem Weg zum Erfolg ist die richtige Verpackung. Mit der Aufgabe betraut wurde das Klauser Unternehmen Scheyer Verpackungstechnik.

Produktqualität erhöhen, Lageraufwand verringern
In den vergangenen Jahren stieg die Nachfrage nach bequem und einfach zuzubereitenden Lebensmitteln deutlich an. Um Fleisch in guter Qualität anbieten zu können, ist ein Reifungsprozess von 14 bis 21 Tagen erforderlich. Um diese Zeit zu verkürzen wurde am DIL ein mechanisches Verfahren entwickelt, das Rindfleisch schneller zart macht. In einem Wassertank werden durch Entladung elektrischer Energie Stoßwellen erzeugt. Die Nutzung elektrischer Energie erlaubt eine sichere und wiederholbare Stoßwellenerzeugung. Wird verpacktes Rindfleisch in einem Kessel dieser Behandlung ausgesetzt, kann die Reifungszeit von 14 auf etwa sieben Tage verringert werden. Somit kann die Produktqualität erhöht und der Distributions- und Lageraufwand reduziert werden. Erste Pilotversuche zeigen beeindruckende Ergebnisse.

Verpackung ist wesentlicher Faktor
In einem ersten Schritt wird ein Prototyp einer kontinuierlich zu betreibenden Schockwellenanlage entwickelt. Anschließend wird das behandelte Fleisch analysiert und der positive Einfluss der Schockwellentechnologie auf die Qualität nachgewiesen. Forschungsgegenstand der Firma Scheyer ist die Entwicklung und Charakterisierung des geeigneten Verpackungsmaterials für die Schockwellenbehandlung. Am Ende wird die industrielle Anwendbarkeit getestet und ein Kostenmodell aufgestellt. Das Projekt wird über das Kapazitäten-Programm "Research for the benefit of SMEs" im Siebten Forschungsrahmenprogramm (FP7) der Europäischen Kommission gefördert – mit dem Ziel, die beteiligten Unternehmen in der innovativen Technologienentwicklung zu unterstützen.

Die Projektpartner:
•    Scheyer Verpackungstechnik GmbH, Österreich (Verpackungshersteller)
•    DIL, Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e.V., Deutschland
•    DMRI, Danish Meat Research Institute, Dänemark
•    ofi, Technilogie & Innovation GmbH, Österreich
•    Hvidebaek Slagteri A/S, Dänemark (Schweine Schlachtbetrieb)
•    Mimmerlandkod A/S, Dänemark (Rinder Schlachtbetrieb)
•    Promatec Food Vantures BV, Niederlande (Maschinenbau)

    Scheyer Verpackungstechnik GmbH

    Treietstr. 9-12, 6833 Klaus
    Österreich
    +43 5523 62505-0
    [email protected]scheyer.at
    www.scheyer.at

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