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Presskonferenz Seilbahnlehrgang - V.l.n.r.: Gunter Olsowski, Andrea Kaufmann, Christoph Hinteregger und Manfred Blum

Neuer Hochschullehrgang „Seilbahnen – Engineering & Management“

05. April 2013 | 11:55 Autor: FHV Vorarlberg

Dornbirn (A) Im September 2013 startet der neue berufsbegleitende Hochschullehrgang „Seilbahnen – Engineering & Management“ der FH Vorarlberg (FHV) und Schloss Hofen in Kooperation mit der Doppelmayr Gruppe.

Das 4 bzw. 5 Semester dauernde akademische Fachexperten- bzw. Masterprogramm dient dem Erwerb von wissenschaftlich fundierten und praxisorientierten Management- und Technikkompetenzen in der Seilbahn-Branche.

Die FHV erweitert im Herbst 2013 ihr Angebot um den Hochschullehrgang „Seilbahnen – Engineering & Management“. Die erfolgreiche und gute Zusammenarbeit der FHV mit den regionalen Wirtschaftstreibenden trägt weitere Früchte: Bis dato gibt es im tertiären Bildungsbereich kein akademisches Weiterbildungsangebot für die Seilbahnbranche. Mit der Doppelmayr Gruppe kooperieren wir mit dem Weltmarktführer der Branche und bieten ab September 2013 mit dem Hochschullehrgang „Seilbahnen – Engineering & Management“ ein akademisches Fachexperten- bzw. Masterprogramm an. „Neben Professorinnen und Professoren der FHV unterrichten im Lehrgang Spezialistinnen und Spezialisten der gesamten deutschsprachigen Branche sowie der Doppelmayr Gruppe“, erklärt Lehrgangsleiter Manfred Blum.

"Die Seilbahnbranche ist zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor geworden, ohne den der Alpintourismus in der Form, wie wir ihn heute kennen, undenkbar wäre", sagt Landesrätin Andrea Kaufmann. Das spiegelt sich in der Anzahl der Lift- und Seilbahnanlagen wieder, welche in den letzten Jahrzehnten einen beeindruckenden Zuwachs erfahren haben. Allein im vergleichsweise kleinen Bundesland Vorarlberg sind 320 solcher Aufstiegshilfen installiert, und die gesamte Förderlänge beträgt knapp 260 km. Diese Anlagen können fast 400.000 Personen pro Stunde befördern. Anfang des Jahres 2012 betrug die Transportkapazität in Vorarlberg rund 109 Millionen Personenmeter pro Stunde. Zum Vergleich dazu: im Jahr 1976 waren es nur 43 Millionen.

Vorarlberg übernimmt Vorreiterrolle

Die Technik früherer Anlagen ist kaum mehr mit jener heutiger Skilifte und Seilbahnen zu vergleichen. Waren es damals vergleichsweise einfache Konstruktionen, kommt heute eine ungemein komplexe Technik zur Anwendung. Dazu sind Fachleute aus verschiedenen Branchen gefragt. Auch die wirtschaftlichen Anforderungen haben zugenommen, der Wind am globalisierten Tourismusmarkt ist schärfer geworden. Ohne fundierte Kenntnisse der betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge ist heute in diesem heiß umkämpften Sektor kein Staat mehr zu machen, führt Landesrätin Kaufmann aus: "Und genau hier setzen die neuen Studiengänge den Hebel an: Einerseits werden fachspezifische technische Kenntnisse vermittelt, andererseits werden seilbahnwirtschaftlich überlebenswichtige Fähigkeiten vermittelt. Diese Lehrinhalte gibt es sonst nirgends in derart kompakter Form. Es ist deshalb zu erwarten und zu hoffen, dass Vorarlberg in dieser Hinsicht zum Brennpunkt in der Alpenregion wird und eine Vorreiterrolle übernimmt."

Dipl.-Ing. Christoph Hinteregger, technischer Leiter und Geschäftsführer der Doppelmayr Seilbahnen GmbH, unterstreicht ebenfalls die Vorreiterrolle Vorarlbergs: "Dieser akademische Seilbahnlehrgang stellt derzeit das umfassendste und informativste Ausbildungsangebot zum Betrieb von Skigebieten sowie Urbanen- und Material-Seilbahnen in Europa dar.“

Zielgruppe
Die Ausbildung richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen und Einrichtungen der Seilbahnbranche, aber auch an seilbahninteressierte Personen im Umfeld. Dazu zählen insbesondere Planer und Dienstleister, Hersteller, Betreiber und Behörden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvieren die Ausbildung je nach Vertiefungsrichtung entweder in der viersemestrigen Lehrgangsvariante zur „Akademischen Fachexpertin für Seilbahn-Engineering bzw. Seilbahn-Management“ bzw. zum „Akademischen Fachexperten für Seilbahn-Engineering bzw. Seilbahn-Management“ oder in der fünf Semester dauernden Variante zum „Master of Science in Ropeways Engineering bzw. Ropeways Management (M.Sc.)“. Die Kosten für den Hochschullehrgang belaufen sich je nach Lehrgangsvariante auf 8.000 bzw. 10.000 Euro.

Zwei praxisorientierte Vertiefungsrichtungen
Je nach gewählter Vertiefungsrichtung „Engineering“ oder „Management“ sind die verschiedenen Teilgebiete des Hochschullehrgangs unterschiedlich gewichtet. Die zentralen Lehrgangsziele sind der Erwerb von Management- und Technikkompetenzen in den jeweiligen Teilbereichen. Neben der relevanten Ingenieurtechnik in der Seilbahnbranche, wie beispielsweise Seilstatik und Seilbahnsteuerung, sind betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse, z. B. Investitionsgütermanagement, Lehrinhalte. Auch die gesetzlichen nationalen als auch EU-Rahmenbedingungen, Seilbahnrecht und bereichsübergreifende Themen in der Seilbahnbranche wie Energieeffizienz, Krisenmanagement usw. sind Teilbereiche der Ausbildung. Im Masterprogramm vermitteln die Lehrenden den Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer zudem Führungs-, Management-, und Problemlösungskompetenzen. Die Lehrveranstaltungen finden als geblockte Modulwochen – verbunden mit Übungen und Workshops - von September bis November und von April bis Juli statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind dann jeweils von Montag bis Samstag an der FHV und können natürlich die gesamte Infrastruktur unserer Hochschule nutzen“, so der Leiter des Entwicklungsteams, Prof. (FH) Dipl.-Wirtsch.-Ing. Gunter Olsowski.

Zugangsvoraussetzung / Abschluss
Die viersemestrige Variante „Akademische/r Fachexperte/in“ schließt mit einer praxisnahen Abschlussarbeit nach wissenschaftlichen Grundsätzen ab. Zugang zu dieser Lehrgangsvariante haben Absolventinnen und Absolventen der HTL mit drei Jahren Berufserfahrung und AHS/BHS-Absolventinnen und Absolventen mit mind. drei Jahren einschlägiger Praxiserfahrung. Der Zugang mit einem Lehrabschluss ist mit der Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung oder mit Zusatzprüfungen und entsprechende einschlägige Berufserfahrung auch möglich, so der Studienbetriebsleiter, MMag. Rainer Längle.

Interessierte mit einem erfolgreichen Abschluss eines technischen oder wirtschaftlichen Hochschulstudiums (mind. Bachelor-Niveau) haben Zugang zum Masterprogramm. Die Absolventinnen und Absolventen dieses fünf Semester dauernden Masterprogramms verfassen im vierten Semester eine Vorstudie, die dann im fünften Semester zu einer Masterarbeit weiter geführt wird“, informiert der wissenschaftliche Leiter, DI Dr. Peter Sedivy.

Hochschullehrgang „Seilbahn - Engineering & Management“
Beginn: 3. September 2013
Infoabend: 23. April 2013, 17.30 Uhr an der FHV. Anmeldung unter [email protected]schlosshofen.at erforderlich
Dauer: 4 bzw. 5 Semester (71 bzw. 91 ECTS), berufsbegleitend; geblockte, auf die Branche abgestimmte Modulwochen mit Übungen und Workshops von September bis November bzw. von April bis Juli
Abschluss: Akademische/r Fachexperte/in für Seilbahn-Engineering oder Seilbahn-Management bzw. Master of Science in Ropeways Engineering bzw. Ropeways Management (M.Sc.)
Studienort: FHV in Dornbirn
Profil: Kombination von technischen und wirtschaftlichen Lehrinhalten, individuelle Betreuung der Studierenden, Dozentinnen und Dozenten aus Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz
Zielgruppe: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen und Einrichtungen der Seilbahnbranche (Planer, Hersteller, Betreiber, Behörden)
Kosten: Akademische/r Fachexperte/in für Seilbahn-Engineering bzw. Seilbahn-Management: Euro 8.000; Master of Science, M.Sc.: Euro 10.000
Beratung und Anmeldung: MMag. Rainer Längle, T (0)5574 4930 142, [email protected]schlosshofen.at

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