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Architekt Stefan Marte, Landesrat Harald Sonderegger, Projektierungsleiter Markus Dejaco, Schloss Hofen-Geschäftsführer Armin Paul

Modernes Bildungszentrum in historischem Umfeld

23. Juni 2014 | 13:35 Autor: Land Vorarlberg Vorarlberg

Bregenz (A) Das Landesbildungszentrum Schloss Hofen wird in den nächsten zweieinhalb Jahren generalsaniert und um einen – großteils unterirdischen – Neubau erweitert. Mit der Planung hat die Vorarlberger Landesregierung das Architektenbüro marte.marte beauftragt. Die Gesamtkosten bis zur vorgesehenen Inbetriebnahme im September 2016 sind mit 11,9 Millionen Euro veranschlagt.        

"In den historischen Mauern von Schloss Hofen wird ein topmodernes Bildungszentrum entstehen, mit dem die berufsbegleitende Aus- und Weiterbildung auf universitärem Niveau in Vorarlberg einen Qualitätssprung macht", sagte Landesrat Harald Sonderegger am Montag, 23. Juni 2014, im Landhaus.

Derzeit bietet Schloss Hofen über 30 Studien- und Vertiefungsrichtungen für über 500 Studierende an. Insgesamt haben die von Schloss Hofen veranstalteten Studienprogramme schon über 5.500 Absolventinnen und Absolventen hervorgebracht. Darüber hinaus stehen die Räumlichkeiten von Schloss Hofen auch anderen Anbietern für externe Gastveranstaltungen, Workshops bzw. Kongresse zur Verfügung, soweit es die Terminplanung erlaubt und die Programme in das Angebotsspektrum passen. Schloss Hofen verfügt derzeit über fünf Seminarräume und zwei Gruppenräume sowie 20 Zimmer zur Übernachtung. Mit jährlich rund 15.000 Teilnehmertagen sind die Kapazitätsgrenzen erreicht, betonte Geschäftsführer Armin Paul.

Im Rahmen des Projektes gelte es Denkmalschutz und moderne Technik bestmöglich zu vereinbaren, informierten Architekt Stefan Marte und Projektierungsleiter Markus Dejaco von der Hochbauabteilung des Landes. Das historische Gebäude werde sowohl technisch (Heizung, Warmwasser, Elektronik, Brandschutz usw.) als auch funktional auf den neuesten Stand gebracht. Die Attraktivität der geschichtsträchtigen Schlossanlage und die vorhandenen räumlichen und architektonischen Qualitäten bleiben erhalten, gleichzeitig werden die Betriebsstrukturen erweitert und verbessert.

Das Konzept sieht vor, dass das Nebengebäude (Pförtnerhaus) in Zukunft hauptsächlich als Verwaltungsbereich dienen soll, während im eigentlichen Schloss die Nutzungen den jeweiligen Ebenen eindeutig zugeordnet sind: Rezeption und Gastronomie im Erdgeschoss, Seminar- und Vortragsräume im Obergeschoss, Gästezimmer in den beiden obersten Stockwerken. Für Erschließung, Küche und Wäscherei mit den jeweils erforderlichen Nebenräumen ist südostseitig ein großteils unterirdischer Neubau geplant. Die beiden südostseitigen Anbauten von 1908 werden abgetragen und durch zwei neue freistehende Erschließungstürme ersetzt. Den einzigen Eingriff nordwestseitig bildet ein neuer Zugang zur Rezeption. Dieser neue Haupteingang ermöglicht dem Besucher eine einfache Orientierung und dem Betreiber eine geordnete Verteilung der Gäste.

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