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v.l.n.r.: Prof. Thomas Bauernhansl, Rudolf Melzer und Kai von Buddenbrock.

Konsumenten werden zu "Prosumenten": Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz ermöglichen Massenpersonalisierung

13. November 2017 | 13:55 Autor: Melzer PR Startseite, Wien

Wien (A) „Heute möchte jeder Kunde individuell und schnell bedient werden und das zu Kosten nahe der Massenproduktion. Treiber dieser ‚Mass Personalization‘ ist die Digitalisierung, insbesondere die Netzwerkfähigkeit in Echtzeit und in Zukunft auch die Autonomisierung. Damit sind Systeme gemeint, die sich automatisiert auf Basis von maschinellem Lernen an die Bedürfnisse der Kunden anpassen“, so Univ.-Prof. Thomas Bauernhansl, u.a. Stellvertretender Vorsitzender des Lenkungskreises der Allianz Industrie 4.0 BW und Berater der deutschen Bundesregierung. Im Rahmen der „Chefsache Industrie 4.0“, einem Executive-Format der Melzer PR Group, in Wien gewährte der Experte Einblicke in die Zukunft der Digitalisierung.

Für Bauernhansl, hauptberuflich Leiter des Instituts für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) der Universität Stuttgart und des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), ist offenkundig, dass die Fähigkeit für Massenpersonalisierung ein ganz entscheidender Erfolgsfaktor für produzierende Unternehmen sein wird: „Dafür müssen die heutigen cyber-physischen Systeme im Rahmen von Industrie 4.0 mittelfristig zu autonomen Systemen ertüchtigt werden. Denn ohne maschinelles Lernen kann die Wettbewerbsfähigkeit schnell verloren gehen, weil im Zentrum der Digitalen Transformation die effiziente und zunehmend automatisierte Nutzung großer Datenmengen steht.“

iPhone als Benchmark für Massenpersonalisierung Der studierte Maschinenbauer betonte vor Firmenchefs im Wiener Sans Souci Hotel, wie wichtig es für Unternehmen sei, möglichst genau auf die Kunden einzugehen und deren Bedürfnisse zu analysieren: „Die digitale Transformation, insbesondere die Vernetzung über das Internet der Dinge und der Dienste ermöglich in Zukunft einen ganz neuen Zugang zum Kunden, zu den Ressourcen und den Produktionsfaktoren.“

Über Produkte, die mit Sensorik und Aktorik ausgestattet sind, lernen Unternehmen sehr viel über das Kundenverhalten. Der Kunde interagiert mit dem Produkt und dem Hersteller und kann so in die Leistungserstellung eingebunden werden. Der Kunde kann so das Produkt mitentwickeln, es konfigurieren und servicieren: „Der Konsument wird in der Wertschöpfung zum zusätzlichen Akteur und damit zum Prosumenten.“

Das iPhone sei zum Beispiel ein typisches Produkt, bei dem der Kunde zum Prosumer wird: „Diejenigen, die den größten Nutzen erzielen, dem Kunden also möglichst genau das geben, was er tatsächlich braucht, erreichen damit die Nutzenführerschaft. Sie geht weit über Technologieführerschaft hinaus.“ Technologie wird zwar weiterhin gebraucht, ist aber letztendlich nur Mittel zum Zweck, um den größtmöglichen Nutzen für den Kunden zu erzeugen.

An der von „Chefsache-Industrie 4.0“-Initiator Rudolf J. Melzer moderierten Diskussion rund um Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten beteiligten sich unter anderem TTTech-Vorstand Georg Kopetz, der Vorstandsvorsitzende von Capgemini in Österreich Bernd Bugelnig, der Geschäftsführende Gesellschafter der Bauer Group, Otto Roiss, NTT DATA Austria CEO Klaus Schmid, Bossard Austria Geschäftsführer Kai von Buddenbrock sowie Linmag-Geschäftsführer, Günter Holleis.

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