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IV-Vizepräsident Dr. Dieter Gruber (Vorstandvorsitzender der Rondo Ganahl AG)

IV-Vizepräsident Gruber präsentiert Erfolgsformel für Politik und Interessenvertretung

07. Jänner 2013 | 19:00 Autor: Industriellenvereinigung Vorarlberg Vorarlberg

Lustenau (A) Dr. Dieter Gruber, Vizepräsident der Industriellenvereinigung (IV) Vorarlberg, unterstreicht beim traditionellen Neujahrsempfang der IV die herausragende Rolle und Bedeutung der Industrie für Vorarlberg und seine Menschen.

Die „Re-Industrialisierung“ Europas und seiner Regionen sei das wichtigste Gebot der Stunde. Bei den leistungswilligen Menschen müsse mehr Geld im Sack ankommen. In der Politik brauche es neue Köpfe und an einem moderneren Bildungssystem führe kein Weg vorbei.
 
„Wir können stolz sein auf Vorarlberg und den produzierenden Sektor“, betont IV-Vizepräsident Dieter Gruber am Montag beim traditionellen Neujahrsempfang der Industriellenvereinigung in der Otten Gravour in Hohenems. Der überdurchschnittlich starke produzierende Sektor sei der Garant für weitgehend stabile Beschäftigung, das Schaffen von Kaufkraft, volle Staatskassen für Kommunen, Länder und Bund, Ausbildung und Wohlstand in der Region. Daran müsse die Politik ständig erinnert werden. Die Industrie sei sich ihrer hohen Verantwortung bewusst. Grubers Erfolgsformel als Rat an die Politik: „Industriestandort = Arbeitsstandort = Lebensstandort“.
 
Erfreulich ist für Gruber, dass Europa den Weg der „Re-Industrialisierung“ gehen möchte und die Industrie eine Renaissance erlebt: „Diesen Lippenbekenntnissen müssen jetzt aber Taten folgen und die politischen Entscheidungsträger müssen eine neue positive Industriegesinnung an den Tag legen, damit das auch in der Gesellschaft verankert werden kann. Vorarlberg ist dabei auf einem guten Weg“. Bei allen Anstrengungen dürfe aber nicht vergessen werden, dass Vorarlberg eingebettet sei in einen österreichischen Bundesstaat und in eine Europäische Union, wo auch mitgestaltet werden könne und es auch die Pflicht von Politik und Interessenvertretung sei, sich intensiv gegen industriefeindliche Entwicklungen aufzulehnen.
 
Insgesamt zeigt sich Gruber von der Leistung der gesamtösterreichischen Politik im vergangenen Jahr enttäuscht und ist davon überzeugt, dass es neue Köpfe gerade in der Bundespolitik brauche: „moralisch untadelig, fachlich auf höchstem Niveau, mit Sachverstand, mit einem Lebenslauf außerhalb von Kaderschmieden und mit sozialer Verantwortung“. Für das Superwahljahr 2013 appelliert Gruber, dass es kein Jahr von Handlungsunwille, Verteilen von Wahlzuckerln, Täuschung des Wählers oder langen Regierungsumbildungen wird, sondern etwas weiter gebracht wird. In den Vorsitz Vorarlbergs bei der Landeshauptleute-Konferenz und im Bundesrat legt Gruber dabei eine wesentliche Hoffnung. Bei jeder Gelegenheit solle darauf hingewiesen werden, dass es sich die österreichische Bevölkerung verdiene, reinen Wein eingeschenkt zu bekommen. Der Bundesrat müsse unter der Federführung Vorarlbergs seine unzweifelhafte Existenzberechtigung erhalten oder sich sonst der Diskussion einer Abschaffung stellen.
 
Besonders unpassend sei es in herausfordernden Zeiten, einen künstlichen Konflikt zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmer zu erzeugen. Unternehmer und Mitarbeiter säßen in ihren Betrieben im selben Boot und es wäre viel mehr an der Zeit, gemeinsame Interessen beispielsweise gegenüber dem Fiskus zu formulieren – etwa wenn es darum gehe, dass den Leuten am Ende des Monats mehr im Sack bleibt.
 
Der IV-Vizepräsident spricht dabei auch das von der Bundes-IV präsentierte Steuerkonzept an, das von der Landesgruppe voll unterstützt wird. Dabei geht es um ein schlankeres und einfacheres Steuersystem, die Senkung der Abgabenquote von derzeit 42 auf 38 Prozent und eine deutliche Entlastung des Faktors Arbeit durch einen neuen Einkommenssteuertarif und eine maßgebliche Reduktion der Arbeitszusatzkosten, damit den Leuten mehr Geld im Sack bleibt. „Wir werden dieses für die Gesellschaft wichtige Vorhaben nur dann schaffen, wenn wir substanzielle ausgabenseitige Strukturreformen zur Gegenfinanzierung angehen. Unsere Vorschläge sind als Gesamtkonzept für mehr Wachstum und Beschäftigung zu verstehen und sollen beitragen, dass es der gesamten Gesellschaft besser geht“, betont Gruber. Diskussionen über neue Vermögenssteuern, die Kapital aus Unternehmen entziehen, Investitionen hemmen, administrativen Aufwand bedeuten und um ein gewisses Volumen zu erreichen den breiten Mittelstand betreffen müssen, lehnt er kategorisch ab.
 
Auf Landesebene findet Gruber für das Team um Landeshauptmann Wallner aber auch den konstruktiven Kräften aus der Opposition für die Erstellung des Landesbudgets 2013 lobende Worte, da mit dem Bekenntnis zum produzierenden Sektor, der Bewegung in der Bildungspolitik oder einer bedachten Haushaltspolitik richtige Schwerpunkte gesetzt werden. Im Bildungsbereich sei es erfreulich, dass in Vorarlberg neue Wege beschnitten werden sollen. Bei allen neuen Schulformen, die im Pflichtschulbereich diskutiert werden, dürfe aber nicht aus den Augen verloren werden, dass am Ende bessere Resultate stehen müssen als heute: „Wir dürfen wohl verlangen, dass bei Pflichtschulabgängern die Disziplinen wie Lesen, Schreiben, Rechnen in ihren Grundausprägungen beherrscht werden“, so Gruber. Es dürften aber aus seiner persönlichen Sicht auch die Sehr Guten und Hochintelligenten nicht vergessen werden, da sich die Gesellschaft sonst eines wertvollen Zukunftspotenzials berauben würde.
 
Ein weiteres Augenmerk legt der IV-Vizepräsident auf die Jugend. „Es kann eine Zweifachbedrohung des sozialen Friedens in diesem Zusammenhang entstehen: Einerseits von jener Jugend, die von der Arbeitslosigkeit bereits betroffen ist. Und andererseits von einer Jugend, die immer mehr erkennt, dass die Misswirtschaft der öffentlichen Hand ihnen Zukunftschancen raubt und sich dagegen wehrt“. Daher müssten Jugendbeschäftigung, das Umsetzen von notwendigen Korrekturen und die Zukunftsorientierung unser aller wesentliches Interesse sein, so Gruber.
 
Die IV-Vorarlberg wird sich laut Gruber im Jahr 2013 neben einer modernen Bildungspolitik intensiv für ein modernes Image der Vorarlberger Industrie, eine moderne Verwaltung, den effizienten Einsatz öffentlicher Mittel und eine moderne Energie- und Infrastrukturpolitik einsetzen. „Ziel aller Vorarlberger Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik, Interessenvertretung und Vorarlberg muss es sein, dass Vorarlberg auch in Zukunft als industrielle Spitzenregion ausgezeichnet wird“, so Gruber abschließend.

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