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Bundes-IV Präs. Georg Kapsch bei seiner Ansprache vor Entscheidungs-trägern

IV-Präsident Georg Kapsch in Vorarlberg: Aufruf der Industrie

29. April 2014 | 13:12 Autor: IV-Vorarlberg Vorarlberg

Lustenau (A) „Leben wir in einer Blockade? Ja, wir leben in einer Blockade!“, betonte Georg Kapsch, Präsident der Industriellenvereinigung Österreich bei seinem Besuch in Vorarlberg am 28. April 2014. Es gelte endlich die nötigen Strukturreformen für die Wettbewerbsfähigkeit des Industrielands und Arbeitsstandorts Österreich anzugehen.

Rund 140 IV-Mitglieder und hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft folgten am Abend den Ausführungen des IV-Präsidenten im Anschluss an die Vollversammlung im Competence Center Rheintal, Millennium Park Lustenau.
 
„Zwei Parteien, die nicht miteinander können und auf Bundesebene eine Zweckgemeinschaft anstelle der dringend benötigten Visionsgemeinschaft leben, werden immer mehr zur Blockade für das Industrieland Österreich. Wenn keiner dem anderen Erfolge gönnt, können nur ideologische Positionen aus der Vergangenheit und Minimallösungen die Folge sein“, so die Worte von Georg Kapsch. Der Aufruf aus der Industrie sei laut, Sachargumente würden zu oft abgeschmettert. Die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes müsse wieder ins Zentrum der Überlegungen gerückt und der drohenden De-Industrialisierung entgegengewirkt werden. Im internationalen Vergleich hat sich Österreich in den letzten Jahren kontinuierlich verschlechtert – so ist Österreich im IMD-Ranking zur Standortqualität in den letzten sechs Jahren von Platz elf auf Platz 23 gesunken, während Deutschland sich auf Platz neun verbessern konnte. „Die Industrie sichert Arbeitsplätze und wenn wir die Wertschöpfung auch zukünftig im Land sicherstellen wollen, brauchen wir entsprechende Rahmenbedingungen“, so Kapsch. Ansonsten werde auch der Aufschrei der Menschen nicht mehr lange auf sich warten lassen. Es brauche neue Allianzen – mit Bürgermeistern, Landespolitikern und in den Unternehmen – um die dringend notwendigen Strukturreformen anzupacken. Reform- und Einsparungspotential gebe es genug: im Bereich der Pensionen, Gesundheit und der Verwaltung stehen dringend notwendige Strukturreformen an. Dann könnten auch wichtige Schritte wie die Senkung der Arbeitszusatzkosten sowie ein Ankurbelung der Investitionen in Zukunftsbereiche wie Forschung und Entwicklung angegangen werden. Denn wie zahlreiche Fakten belegen „hat Österreich eindeutig kein Einnahmenproblem, sondern ein Ausgabenproblem“ so der IV-Präsident. Er appellierte, endlich die nötigen Strukturreformen für das Industrieland Österreich und damit auch für den Industriestandort Vorarlberg umzusetzen.
 
Im Vorfeld des Vortrags von IV-Präsident Georg Kapsch wurde die Vollversammlung der Industriellenvereinigung Vorarlberg abgehalten. Die IV ist die parteiunabhängige und freiwillige Interessenvertretung der Industrie mit rund 150 Mitgliedsunternehmen in Vorarlberg. Neben der Entlastung der verantwortlichen Gremien und einem Rückblick auf das alte bzw. Ausblick auf das kommende Jahr durch IV-Vorarlberg Präsident Hubert Bertsch und Geschäftsführer Mathias Burtscher wurde der IV-Vorstand für drei Jahre neu gewählt. Der Vorstand besteht aus 27 Spitzenmanagern namhafter Unternehmen aus Vorarlberg. Einige Funktionäre vertreten schon seit vielen Jahren die Interessen der Industrie. Neu im IV-Vorstand sind Jürgen Rainalter (Getzner Werkstoffe), Ulrich Schumacher (Zumtobel AG), Helmut Mennel (illwerke vkw), Alexandra Meusburger (Fein-Elast) und Christine Schwarz-Fuchs (BuLu).

  • IV-Vorarlberg-Präsident Hubert Bertsch, IV-Präsident Georg Kapsch, ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker und WKV-Präsident Manfred Rein (Bilder: Mathis)
    uploads/pics/iv-vorarlberg-georg-kapsch-hubert-bertsch-loacker-rein-wirtschaftszeit.jpg

IV Industriellenvereinigung Vorarlberg

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