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Der neue Vorstand der Hypo Vorarlberg: Wilfried Amann, Michel Haller, Johannes Hefel (v.l.n.r.).

Hypo Vorarlberg erwirtschaftet 2016 hervorragendes Ergebnis

29. März 2017 | 13:33 Autor: Hypo Vorarlberg Startseite, Vorarlberg

Bregenz (A) Die Hypo Vorarlberg hat in einem politisch und wirtschaftlich herausfordernden Umfeld die positive Ergebnisentwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt. Trotz des anhaltenden Tief- und Negativzinsniveaus, hohen regulatorischen Anforderungen und der fortschreitenden Investitionen in die Digitalisierung hat der Konzern 2016 ein vorläufiges IFRS-Ergebnis vor Steuern von EUR 117,6 Mio erwirtschaftet (2015: EUR 121,1 Mio).

„Wir sind eine kerngesunde Bank und werden weiterhin an unserer Konzentration auf das Kundengeschäft festhalten“, berichten der neue Vorstandsvorsitzende Mag. Michel Haller sowie die Vorstände
Dr. Johannes Hefel und Dr. Wilfried Amann am Mittwochin einer Pressekonferenz. Das operative Ergebnis war aufgrund rückläufiger Zins- und Provisionserträge etwas schlechter als im Vorjahr, positiv wirkte sich jedoch die Auflösung der HETA-Risikovorsorge aus. Die Risikokosten haben sich aber auch ohne HETA sehr gut entwickelt. Vom sehr guten Jahresergebnis der Bank profitieren Bund, Land und Gemeinden: Die Hypo Vorarlberg hat im Jahr 2016 knapp EUR 77 Mio zum öffentlichen Haushaltsbudget durch Steuern und Abgaben beigetragen.

Kapitalausstattung weiter gestärkt
Die Bilanzsumme zum 31.12.2016 liegt mit EUR 13,3 Mrd um 4,2 % unter jener des Vorjahres. Bei den Forderungen an Kunden konnte der Vorjahresstand in Höhe von EUR 9 Mrd stabil gehalten werden. Trotz des gleichbleibenden Kreditvolumens ist der Hypo Vorarlberg erneut eine Reduktion der risikogewichteten Aktiva (RWAs) von EUR 7,8 Mrd auf EUR 7,5 Mrd gelungen, was sich positiv auf das Eigenmittelerfordernis auswirkte. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (Einlagen) konnten zudem um 5,7 % auf EUR 5,3 Mrd gesteigert werden. „Grund für diese Entwicklung war eine noch stärkere Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die bewusste Reduktion von Ausleihungen außerhalb der Kernmärkte“, erklärt Michel Haller.  

Zudem hat die Bank eine Additional Tier 1-Anleihe begeben, um die Kapitalausstattung zu stärken. Die anrechenbaren Eigenmittel lagen zum 31.12.2016 bei EUR 1,2 Mrd (+ 7,4 %). Der Eigen-mittelüberschuss liegt bei EUR 639 Mio und damit um 19,6 % höher als im Vorjahr. Mit einer Eigenmittelquote von 16,52 % (2015: 14,82 %) und einer Kernkapitalquote (T1) von 13,33 % (2015: 11,17 %) hat sich die Hypo Vorarlberg gegenüber 2015 deutlich verbessert und erfüllt die aufsichtsrechtlichen Anforderungen von 2019 bereits heute.  

Starker Partner für Privatkunden und Unternehmen
Das Firmenkundengeschäft war 2016 stabil und hat sich ertragsmäßig sehr gut entwickelt. Obwohl seit Jahren eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft bei den Unternehmen besteht, ist es der Bank gelungen, in den Märkten Vorarlberg, Wien, Steiermark, Süddeutschland und Ostschweiz ein leichtes Kreditwachstum zu erzielen. Von den gesamten Ausleihungen entfallen EUR 5,8 Mrd auf Firmenkunden. Damit ist die Bank weiterhin stärkster Finanzierungspartner von Vorarlberger Unternehmen. Aufgrund der hervorragenden Bonität der Firmenkunden in den Kernmärkten der Bank befinden sich die Risikokosten weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau: 2016 wurden mehr Wertberichtigungen aufgelöst als neu gebildet.  

Auch im Privatkundenbereich blickt die Bank auf eine solide Ergebnisentwicklung zurück. Die Kreditnachfrage im Privatkundenbereich befindet sich – u.a. durch die niedrigen Zinsen – seit Jahren auf einem ausgesprochen hohen Niveau. 2016 konnte das Kreditvolumen an Privatkunden um rund 2 % auf EUR 1,97 Mrd gesteigert werden. Insgesamt hat die Hypo Vorarlberg über 1.600 Wohnbaufinanzierungen mit einem Volumen von knapp 220 Mio Euro abgeschlossen. Damit ist es erneut gelungen, die Position als führende Wohnbaubank in Vorarlberg zu untermauern.   

Das Tiefzinsniveau ist auch im Einlagengeschäft ein zentrales Thema. Entgegen dem Trend der letzten Jahre waren klassische Sparbücher 2016 wieder stärker nachgefragt. Grund dafür waren die tiefen Zinsen bei Anleihen und das steigende Risiko von sinkenden Kursen. Die gesamten Kundengelder im Privat- und Firmenkundenbereich lagen per 31.12.2016 bei EUR 7,7 Mrd, ein deutlicher Anstieg zum Vorjahr. „Der Zuwachs von rund einer Milliarde Euro zeigt, dass die Kunden die ausgezeichnete Bonität der Hypo Vorarlberg weiterhin schätzen“, so der zuständige Vorstand Johannes Hefel. Die Assets under Management – alle Gelder, die auf Kundenauftrag von der Hypo Vorarlberg verwaltet werden – lagen Ende 2016 bei rund EUR 900 Mio.

Digitalisierung ergänzt persönliche Beratung
Die Bank reagiert auf die fortschreitende Digitalisierung und geänderte Kundenbedürfnisse. Im Laufe des Jahres 2016 wurde ein neues Online-Banking inkl. App entwickelt. Neben neuen Dienstleistungen und Services für Privatkunden wird auch an einer innovativen Online-Zahlungsverkehrsanwendung für Unternehmenskunden gearbeitet – das Hypo-Office-Banking kommt im Frühjahr 2017 auf den Markt. Die bewährte Strategie und die Marktgebiete der Hypo Vorarlberg werden sich durch die Digitalisierungsentwicklungen jedoch nicht spürbar verändern. „Wir werden auch in Zukunft eine Bank mit persönlicher Beratung in den Filialen bleiben, denn gewisse Themen wie große Finanzierungen oder Veranlagungen erfordern individuelle Lösungen“, ist Hefel überzeugt. Die Positionierung ist für den Vorstand klar: „Wir bieten die beste Beratung für alle, die etwas vorhaben.“

Nachhaltigkeitsprojekt gestartet
Wie viele andere Unternehmen steht auch die Hypo Vorarlberg vor der Herausforderung wirtschaftlichen Erfolg, ökologische Performance sowie soziale Verantwortung bestmöglich in Einklang zu bringen. Zur strukturierten Planung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele wurde Anfang 2016 ein Nachhaltigkeitsprogramm ins Leben gerufen. Durch ihre jüngsten Anstrengungen konnte die Bank das Nachhaltigkeitsrating bei der deutschen Ratingagentur oekom deutlich verbessern. Im Laufe des Jahres 2017 sind die Veröffentlichung eines umfangreichen Nachhaltigkeitsberichtes sowie die Emission eines Green Bonds geplant.

Risikobewusste Geschäfte und solide Liquiditätsbasis
Seit vielen Jahren legt der Vorstand großen Wert auf eine risikobewusste Kredit- und Geschäftspolitik. Im Berichtsjahr sind 1,99 % (2015: 3,47 %) der gesamten Ausleihungen auf notleidende Kredite (Non Performing Loans) entfallen. Ein Teil des Rückgangs ist auf die HETA zurückzuführen.  
Auch mit ihren Liquiditätskennzahlen befindet sich die Hypo Vorarlberg sowohl bei der kurz- als auch bei der langfristigen Liquidität derzeit sicher über den gesetzlichen Anforderungen.

Ausgezeichnete Bonität  
Moody’s bewertet die Hypo Vorarlberg mit einem „Baa1“ Rating, Standard & Poor’s (S&P) bescheinigt der Bank aufgrund ihrer soliden Kennzahlen ein „A-“ Rating. Damit ist die Hypo Vorarlberg bei beiden Ratingagenturen unter den bestgerateten Banken Österreichs. „Dies ist für Investoren sowie Kunden eine wichtige Bestätigung, dass sie uns höchstes Vertrauen schenken können“, freut sich der neue Vorstand Wilfried Amann. Das ausgezeichnete Rating sieht er als Unterstützung bei der künftigen Refinanzierung über den Kapitalmarkt.  

Ausblick für 2017
Trotz zahlreicher Unsicherheitsfaktoren sind die ersten Monate des neuen Jahres im Kerngeschäft zufriedenstellend verlaufen. Das Zins- und Provisionsgeschäft wird weiterhin eine stabile Säule der Ertragsentwicklung sein, dennoch erwartet der Vorstand für 2017 und darüber hinaus niedrigere Konzernergebnisse als in den letzten Jahren. Grund dafür sind einerseits fehlende Sondereffekte und die Negativzinsen, andererseits steigende Betriebs- und Personalaufwendungen (u.a. durch die Umsetzung neuer Regularien) sowie höhere Kostenbelastungen, beispielsweise durch den Einlagensicherungs- und Abwicklungsfonds.

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