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Dr. Christoph Jenny

Höchststand bei Lehrlingen seit über 20 Jahren

18. Jänner 2012 | 13:40 Autor: Wirtschaftskammer Vorarlberg Vorarlberg

Feldkirch (A) Viel Positives zeigen die Vorarlberger Lehrlingszahlen 2011. Unternehmen nehmen Verantwortung zur Qualifizierung im eigenen Betrieb ernst.

Ende des vergangenen Jahres standen 8.118 Lehrlinge in Ausbildung, das sind um 117 mehr als im Vorjahr (+1,5%). Zudem absolvieren derzeit 121 Personen eine Ausbildung in der sogenannten Teilqualifikation. Die Lehrlingszahlen 2011 bedeuten den höchsten Wert seit über 20 Jahren.

„Es bestätigt sich einmal mehr, dass unsere Unternehmen mit großem ideellem und finanziellem Einsatz den jungen Menschen in Vorarlberg eine berufliche Zukunft bieten“, findet Dr. Christoph Jenny, Leiter der Lehrlingsstelle in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, lobende Worte für die Ausbildungsleistung der heimischen Wirtschaft. Es werde massiv in die duale Ausbildung investiert, als eine wichtige Maßnahme gegenüber dem sich verschärfenden Fachkräftemangel.
Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass die Lehrlingsausbildung in den Vorarlberger Unternehmen längerfristig gesehen wird und daher ihr Engagement in der Ausbildung von einer - zeitlich absehbaren - negativen wirtschaftlichen Entwicklung nicht beeinträchtigt wird. So ist es etwa auch im Krisenjahr 2008 gelungen, die Lehrlingszahlen in Vorarlberg auf hohem Niveau stabil zu halten.

Besonders die Zahl der weiblichen Lehrlinge (2.802) ist im Vergleich zum Vorjahr stark angewachsen (+ 106 Personen). Der Ausländeranteil bei den Lehrlingen liegt mit 9% leicht über dem Wert des Vorjahres.

Erfreulich hat sich auch die Zahl der Lehrlinge im 1. Lehrjahr entwickelt. Sie ist um 3,3% auf 2.713 Jugendliche gestiegen. Im Vergleich zum Wert des Jahres 2002 bedeutet das eine Steigerung der Lehrlinge im ersten Lehrjahr um 435 Personen. Dies entspricht einem Plus von 19,1%.

Gesamt gesehen haben sich im vergangenen Jahr 50,03% der Jugendlichen im 9. Schuljahr für eine Lehr-Ausbildung entschieden. Vorarlberg bleibt auch 2011 das Bundesland mit der höchsten Lehrlingsquote.

„Dennoch werden wir nicht müde, auf eine umfassende Bildungsreform zu drängen, damit die Lehrlingsausbildung für Jugendliche und Unternehmen weiter attraktiv bleibt. Dazu gehört eine umfassende Reform der Pflichtschule ebenso wie eine fundierte, möglichst frühe Bildungs- und Berufsorientierung“, betont Wirtschaftskammer-Präsident Manfred Rein. Das Sozialprestige der Lehre müsse weiter verbessert und den Jugendlichen bessere Aufstiegschancen ermöglicht werden. Es gelte, verstärkt aufzuzeigen, welche Karrierechancen mit der Lehre möglich sind.

Größter Lehrlingsausbilder bleibt das Gewerbe und Handwerk mit 3.672 Lehrlingen, sprich 45,2%, gefolgt von der Industrie (1.423 bzw. 17,5%) und dem Handel (1.178 bzw. 14,5%).

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