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Werner Niederacher

Forstunternehmer streben Berechtigung zur Lehrlingsausbildung an

20. März 2014 | 16:23 Autor: WKV Vorarlberg

Feldkirch (A) Der Beruf des Forstunternehmers hat sich in den letzten Jahren zu einer hochqualifizierten Tätigkeit entwickelt, die auch enormes technisches Know-how erfordert. Um die Qualität zu sichern und weiter zu verbessern, setzen die Forstunternehmer in der Wirtschaftskammer zahlreiche Initiativen.

„Ein wesentlicher Beitrag dazu ist die Etablierung von Lehrberufen im Bereich der gewerblichen Forstunternehmen sowie die Berechtigung zur Ausbildung von Lehrlingen in den Betrieben“, betont Werner Niederacher, Ausschussmitglied in der Fachgruppe der Gewerblichen Dienstleister in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Es gibt zwar schon den Lehrberuf des „Forstfacharbeiters“. Die Ausbildung dafür ist jedoch Land- und Forstwirten vorbehalten.

Wachsendes Aufgabenfeld
So wie die Anforderungen im Beruf nimmt auch das Aufgabenfeld für Forstunternehmer kontinuierlich zu. Die wachsende Nachfrage nach dem Rohstoff Holz – bedingt durch die zunehmenden Trends wie Holzbau oder Förderung erneuerbarer Energie – bildet dabei nur ein Element, weshalb professionelle Waldbewirtschaftung immer bedeutender wird. „Daran sollten auch private Waldbesitzer denken, die ihre Wälder oft nicht selbst bewirtschaften können. Damit lassen die Eigentümer auch eine Menge Geld liegen, denn eine fachmännische Bearbeitung der Wälder dient nicht nur der Landschaftspflege, sondern ist auch eine Einnahmequelle, wenn der Rohstoff Holz verkauft wird“, erklärt Niederacher.

Sicherheit an oberster Stelle

„Ein besonders wichtiger Aspekt ist die Sicherheit. Arbeiten im Wald sollten generell nur mit ausreichenden Kenntnissen und der richtigen Ausrüstung durchgeführt werden. Wenn es jedoch um größere Mengen geht oder das Gelände unwegsam ist, empfiehlt es sich, einen Profi zu engagieren“, betont Werner Niederacher und ergänzt: „Aus diesem Grund ist es für uns auch sehr wichtig, dass wir den Nachwuchs für unsere Betriebe selbst ausbilden können und die Berechtigung zur Lehrlingsausbildung erhalten.“ Dabei geht es vor allem um die Beherrschung von Technik und Geräten, die immer komplexer und anspruchsvoller werden. Dementsprechend ist der erste Lehrberuf, der etabliert werden muss, jener des „Forstmaschinenführers“. Dafür werde er sich, so Niederacher, in der Berufsvertretung und der Wirtschaftskammer auch weiter engagieren. Er hofft, dass sich in dieser Frage in nächster Zeit etwas bewegt, da in der Branche der Bedarf an jungen, motivierten Mitarbeitern ständig steigt und die Betriebe diesen gute berufliche Perspektiven bieten möchten.

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