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Wirtschaftskammer-Direktor Helmut Steurer

Exportrekord in Vorarlberg: 9,5 Milliarden Euro

15. Juli 2016 | 09:04 Autor: WKO Vorarlberg Startseite, Vorarlberg

Feldkirch (A) Produkte „made in Vorarlberg“ sind rund um den Globus gefragt. Gegenüber 2014  stieg das Exportvolumen 2015 um 7,2 Prozent auf den neuen Rekordwert von 9,5 Milliarden Euro. Vorarlberg liegt damit weit über dem Wachstum der bundesweiten Exporte, die im selben Zeitraum um lediglich 2,7 Prozent zulegten.

„Der Export bleibt unser wichtigster Trumpf für ein solides Wirtschaftswachstum  und ist die tragende Säule unseres Wohlstandes“, betont Wirtschaftskammer-Direktor Helmut Steurer. 2013 gelang es, ebenso 2014 und auch 2015 wurde ein weiteres „all-time-high“ bei den Warenexporten erzielt. Erstmals konnte die 9-Milliarden-Euro-Grenze  bei den Vorarlberger Warenexporten mit 9,5 Milliarden Euro deutlich überschritten werden. Mit knapp 24.600 Euro liegt Vorarlberg österreichweit auf Platz 1 beim Pro-Kopf-Exportwert.  Vorarlbergs Anteil an der österreichischen Exportsumme beträgt 7,2 Prozent, bei einem Bevölkerungsanteil von 4,4 Prozent. Helmut Steurer sieht in diesen Zahlen eine neuerliche Bestätigung, dass „die heimische Wirtschaft auch unter angespannten konjunkturellen Bedingungen in der Lage ist, sich auf den Weltmärkten gut zu behaupten“.

Sehr erfreut von den positiven Entwicklungen zeigt sich auch Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser: „Eine Exportquote von rund 60 Prozent und ein Volumen von 9,5 Milliarden Euro - diese Zahlen belegen deutlich den hohen Stellenwert der exportierenden Unternehmen für den Standort Vorarlberg.“ Den Vorarlberger Unternehmen gelingt es, sich auf den internationalen Märkten gegen ausländische Konkurrenz durchzusetzen, viele Vorarlberger Firmen sind in ihrer jeweiligen Branche sogar Marktführer. „Als Wirtschaftslandesrat freue ich mich besonders zu sehen, wie die Herausforderungen der internationalen Märkte angenommen werden und diesen mit außerordentlichem Unternehmergeist, Innovationskraft und Flexibilität professionell begegnet wird. Ich gratuliere den Unternehmen und Mitarbeitern für ihr Wirken und spreche ihnen Dank und größte Anerkennung für ihre Leistungen für den Standort Vorarlberg aus“, so Landesstatthalter Rüdisser. 

USA nähert sich Top 3
Zwar bleiben Deutschland (2,64 Mrd. Euro, + 5,0 Prozent), die Schweiz (1,26 Mrd. Euro, + 7,8 Prozent) und Italien (514,7 Mio. Euro, - 2,3 Prozent) die wichtigsten Zielländer, doch die USA kommen mit einem Zuwachs von 27,1 Prozent auf 482,2 Millionen Euro den Top 3 immer näher und bildeten auch 2015 den wichtigsten Markt für Vorarlbergs Unternehmen außerhalb Europas. „Die Exportzuwächse bei unseren Hauptexportpartnern  sind zum Teil sehr beachtlich. Zudem entwickeln sich die gesättigten EU-Märkte auf einem hohen Niveau wieder sehr erfreulich“, bestätigt WKV-Direktor Steurer die aktuellen Zahlen.

Große Zuwachsraten konnten in der Türkei (137,4 Mio. Euro, + 24,0  Prozent), in Spanien (128,6 Mio. Euro, + 18,6 Prozent) und in Polen (313,4 Mio. Euro, + 17,4 Prozent) erreicht werden. In den Fernmärkten punkteten Vorarlberger Produkte vor allem in China  (218,9 Mio. Euro, + 34,3 Prozent), den Vereinigten Arabischen Emiraten (57,2 Mio. Euro, + 21,9 Prozent) und in Saudi Arabien (52,2 Mio. Euro, + 41 Prozent). Um 14,8 Prozent, gesamt 59,6 Millionen Euro, wurde mehr nach Indien exportiert. Der Iran, ein aktueller Schwerpunktmarkt der Wirtschaftskammer Vorarlberg, die im November 2016 eine Wirtschaftsreise nach Teheran plant, steigerte sich um 102,4 Prozent auf 17,9 Millionen Euro. Schwierig bleibt der russische Markt. Die Sanktionen wirken sich weiterhin stark aus und ließen das Exportvolumen um weitere 26 Prozent auf 119,9 Millionen Euro sinken.

Positive Handelsbilanz
Die Importe 2015 nach Vorarlberg beliefen sich auf einen Warenwert von 7,1 Milliarden Euro (+ 6,1 Prozent gegenüber 2014). Die Handelsbilanz ist damit weiter positiv und ergibt in absoluten Beträgen ein Exportüberschuss von 2,4 Milliarden Euro.

Exportzahlen 2015 Vorarlberg Top 10
 

Land

Exportvolumen 2015

Veränderung zu 2014

1. Deutschland

2,639 Mrd. Euro

+ 5,0 Prozent

2. Schweiz

1,258 Mrd. Euro

+ 7,8 Prozent

3. Italien

514,7 Mio. Euro

- 2,3 Prozent

4. USA

482,2 Mio. Euro

+ 27,1 Prozent

5. Frankreich

383,9 Mio. Euro

+ 5,0 Prozent

6. Großbritannien

330,3 Mio. Euro

+ 6,5 Prozent

7. Liechtenstein

322,7 Mio. Euro

+ 5,1 Prozent

8. Polen

313,4 Mio. Euro

+ 17,4 Prozent

9. China

218,9 Mio. Euro

+ 34,3 Prozent

10. Tschechische Republik

172,4 Mio. Euro

+ 13,0 Prozent

 

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