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v.l.n.r.: IV-GF MMag. Mathias Burtscher, LSth. Mag. Karlheinz Rüdisser, Referent Dr. Paul Rübig, LTP Dr. Bernadette Mennel, IV-Präsident Ing. Hubert Bertsch

Europaabgeordneter Rübig zu Gast bei der Industriellenvereinigung Vorarlberg: Für ein global wettbewerbsfähiges Europa

17. April 2012 | 14:17 Vorarlberg

Lustenau (A) „Wir brauchen ein starkes Europa, um im globalen Wettbewerb langfristig erfolgreich zu sein. Dazu sind eine gemeinsame europäische Energiepolitik mit leistbaren Technologien, eine strategische Rohstoffpolitik und gute Beziehungen zu Drittstaaten von besonderer Bedeutung“, so die Worte von Dr. Paul Rübig, Abgeordneter zum Europäischen Parlament.

Über 150 geladene Mitglieder der Industriellenvereinigung (IV) und hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft folgten gestern gespannt den Ausführungen des EU-Parlamentariers im Anschluss an die IV-Vollversammlung im Competence Center Rheintal, Lustenau.

Die IV, die als eine der ersten Organisationen für den EU-Beitritt Österreichs eingetreten ist, setzt sich auch in Zeiten des Europaskeptizismus für Europa ein. IV-Präsident Ing. Hubert Bertsch brachte es mit seinen einführenden Worten auf den Punkt: „Gemeinsam müssen wir für Europa kämpfen. Und wenn die Regierung in Wien zu langsam arbeitet, dann müssen wir hier in Vorarlberg vorpreschen und ein Zeichen für Europa – mit der erfolgreichen Industrie in der Vorreiterrolle – setzen.“ Europa und die Europäische Union sind für die erfolgreiche, exportierende Industrie in Vorarlberg von besonderer Bedeutung. Um Arbeitsplätze und Wohlstand in Vorarlberg und Österreich zu sichern, ist ein Blick über die Landesgrenzen und über den Tellerrand hinweg notwendig.

Paul Rübig, der im Anschluss an die erfolgreiche Vollversammlung der IV-Vorarlberg einen Vortrag zum Thema „Europa am Scheideweg. Europäische Industriepolitik im globalen Wettbewerb“ hielt, betonte wie wichtig ein starkes, handlungsfähiges Europa für den heimischen Industrie- und Wirtschaftsstandort sei. Im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit gelte es etwa zur Förderung eines energieeffizienten Europas auf marktwirtschaftliche flexible Instrumente, die Innovationen fördern, zu setzen. „Anstatt Zwangsmaßnahmen zu forcieren müssen Anreize geschaffen werden, die Effizienz belohnen“, so Rübig. Neben der Förderung von erneuerbaren Energien gelte es vor allem im Bereich des Transports und im Haushaltsbereich, die Effizienz zu steigern und neue Technologien zu fördern.

Die Rohstoffpolitik und die Sicherung wichtiger Rohstoffe für Europa sei ein zweiter wichtiger Aspekt der globalen Wettbewerbsfähigkeit, so der EU-Parlamentarier. „Neben der Sicherung der Exporte aus Drittstaaten und dem Ausbau des Recyclings ist vor allem die Gewährleistung des Rohstoffabbaus innerhalb der EU-Mitgliedstaaten bedeutsam“, erklärte Rübig die drei wichtigsten Säulen.

Als Mitglied der Delegation für die Beziehungen zu der Schweiz, als der drittwichtigste Handelspartner der EU weltweit, erklärte Rübig, dass der Vorsprung, den die wirtschaftlich sehr erfolgreiche Schweiz im Vergleich zu Österreich hat, zwischen 1995 und 2005 kleiner geworden sei. Die Schweiz habe zudem den Nachteil, nicht in die politischen Entscheidungsprozesse der EU eingebunden zu sein.

Die Vollversammlung der Industriellenvereinigung – in Vorarlberg hat die IV über 200 persönliche Mitglieder – wurde vor dem Vortrag von Paul Rübig erfolgreich abgehalten. Neben der Entlastung der verantwortlichen Gremien und einem Rückblick auf das vergangene Jahr wurden die Schwerpunktthemen für 2012 festgehalten.

  • Europaabgeordneter Dr. Paul Rübig
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  • Vortrag im Competence Center Rheintal
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IV Industriellenvereinigung Vorarlberg

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