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EPU-Pressekonferenz der Wirtschaftskammer im werk(t)raum Lustenau

EPU-Offensive der Wirtschaftskammer Vorarlberg: Ein-Personen-Unternehmen machen Zukunft

12. März 2013 | 14:10 Autor: WKV Vorarlberg

Feldkirch (A) Die Strategie der Wirtschaftskammer Vorarlberg in Sachen Ein-Personen-Unternehmen baut auf vier Säulen: Qualifizierung, Netzwerke, Service und soziale Absicherung.

Stärker denn je prägen Ein-Personen-Unternehmen (EPU) das Bild der Unternehmenslandschaft. In Vorarlberg sind knapp 50 % aller Unternehmen EPU (9.409). Diese Entwicklung ist das Resultat eines wirtschaftlichen Wandels – von einer industriellen Wirtschaft mit Großbetrieben hin zu einer Wissensökonomie. Hier finden auch die kleinsten Unternehmen Platz. Sie haben Zugriff zu den modernsten Technologien, sind kreativ, stark wissensbasiert und bringen ihre Fähigkeiten hervorragend zur Geltung. EPU sind flexibel und nahe am Kunden.

„Der Wirtschaftskammer Vorarlberg ist die Stärkung der EPU ein zentrales Anliegen: Im Bereich der Qualifizierung, des Service, der sozialen Absicherung und der Netzwerke“, erklärt Wirtschaftskammer-Präsident Manfred Rein, und betont, „das typische EPU gibt es nicht. Sie unterscheiden sich in Bezug auf ihre Branchenzugehörigkeit, das zeitliche Ausmaß der selbstständigen Tätigkeit und die Dauer der Selbstständigkeit.“

Ziel ist es, im Rahmen der Offensive für die EPU spezifische auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Maßnahmen zu setzen.

Qualifizierung
„Uns geht es um die unternehmerischen  Grundqualifizierungen bis hin zu Qualifizierungen in der strategischen Unternehmensführung oder Coaching bei der Anstellung des ersten Mitarbeiters“, betont die Unternehmerin und EPU-Sprecherin Susanne Rauch.

Netzwerke
EPU arbeiten zu 47 % ohne Netzwerke und zu 49 % von zu Hause aus. „Mit einem breiten Angebot an Plattformen und Veranstaltungen sollen EPU besser vernetzt und zu Kooperationen animiert werden“, so Rauch weiter. Neu eingerichtet werden sollen eine EPU-Kooperationsbörse und ein EPU-Tag. Zudem sollen die bestehenden Netzwerke wie Junge Wirtschaft, Frau in der Wirtschaft, Kreativwirtschaft uvm. stärker für EPU nutzbar gemacht werden.

Service
Sämtliche Beratungsleistungen der Wirtschaftskammer Vorarlberg (z.B. Rechtsberatung, Beratung zu Steuerfragen, Förderungen uvm.) stehen EPU wie auch allen anderen Unternehmen kostenlos zur Verfügung. Insbesondere im Bereich der Serviceleistungen für EPU wird die Kommunikation intensiviert.
Rauch: „Hier gilt es, unser groß angelegtes Serviceprogramm noch stärker nach außen zu kommunizieren und den EPU näher zu bringen.“

Soziale Absicherung von EPU
Zentrales Anliegen von EPU - im Speziellen der hauptberuflichen EPU - ist ihre soziale Absicherung. Im Krankheitsfall läuft der Betrieb nicht weiter, es werden keine Umsätze erwirtschaftet. Bei längerer Krankheit, ohne entsprechende Vorsorge, ist die existenzielle Grundlage relativ schnell gefährdet. „Die Wirtschaftskammer konnte in den letzten Jahren bereits zahlreiche Verbesserungen der sozialen Absicherung von EPU  erreichen. Wir werden aber nicht müde werden, uns um die Anliegen der EPU in diesem Bereich zu kümmern“, meint I&C-Spartenobmann Dieter Bitschnau.

„EPU brauchen Rahmenbedingungen, die an diese spezielle Form des Unternehmertums angepasst sind. Die Wirtschaftskammer Vorarlberg fordert u.a. eine schrittweise Angleichung des Systems der gewerblichen Sozialversicherung an das System der unselbstständig Beschäftigten im ASVG“, so Bitschnau.

  • Präsentierten gemeinsam mit WKV-Präsident Manfred Rein die EPU-Offensive der Wirtschaftskammer: v.l. Spartenobmann IC Dieter Bitschnau, EPU-Sprecherin Susanne Rauch und die EPU-Beauftrage der WKV, Mag. Susanna Troy
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