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Vorstandsvorsitzender Johannes Collini und sein Lehrlingsbeauftragter Guntram Obwegeser beim praktischen Training mit ihren Lehrlingen Stefanie Faltejsek, Marcel Lercher und Ismail Duman (v.l.)

Collini: «Wir leben Lehre» - Johannes Collini und Guntram Obwegeser erhalten den Hans Huber Anerkennungspreis für vorbildliche Lehrlingsausbildung

05. September 2012 | 09:15 Autor: salcom.biz Public Relations Vorarlberg

Hohenems (A) Aus einem einstigen Scherenschleifer-Betrieb entwickelte sich ein international führendes «Unternehmen Oberfläche»: Die Hohenemser Collini Gruppe setzt einerseits in der Oberflächentechnologie Massstäbe, andererseits treibt die beispielhafte Förderung des Fachkräftenachwuchses das Unternehmen an. Deshalb werden der Vorstandsvorsitzende Johannes Collini und dessen Lehrlingsbeauftragter Guntram Obwegeser mit dem Anerkennungspreis der Hans Huber Stiftung ausgezeichnet.

Für Johannes Collini ist die Lehrlingsausbildung in seinem Unternehmen ein strategischer Erfolgsfaktor mit langer Tradition. Es ist ihm deshalb ein Anliegen, dass der hohe Ausbildungsstandard am Hauptsitz in Hohenems gruppenweit umgesetzt wird – ganz nach dem Collini-Ausbildungsmotto: «Wir leben Lehre.» Diese Devise verkörpert der Unternehmer zusammen mit dem Lehrlingsbeauftragten Guntram Obwegeser in einer musterhaften Weise. Collini hat sich zu einem der grössten Ausbilder für Oberflächentechniker in Österreich entwickelt, von dem weitere Betriebe – sogar im benachbarten Ausland – profitieren. Zudem geniessen Lehrlinge in sieben weiteren technischen und kaufmännischen Berufen die Ausbildung bei Collini – derzeit rund 70 junge Frauen und Männer in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Lehrlingsbeauftragter und Lehrer zugleich
Guntram Obwegeser ist auch noch Lehrer an einer Polytechnischen Schule und ausserdem häufig an verschiedenen Schulen als Botschafter unterwegs. Er hat dabei festgestellt, dass sich in den letzten Jahren gerade in mathematischen Fächern ein «Flaschenhals» entwickelt und das technische Verständnis nachgelassen habe. Lehrpersonen an der Volksschule erhalten deshalb praktische Unterstützung in technischen Aufgabenstellungen. Es sei überdies nicht selten, dass Schülerinnen und Schüler bereits ein halbes Jahr vor Lehrbeginn Nachhilfeunterricht erhalten; damit soll ihnen ein optimaler Lehrstart ermöglicht werden.

Ergänzend zur praktischen Schulung am Arbeitsplatz während der Lehrzeit und dem Unterricht an der Berufsschule werden die angehenden Fachkräfte im firmeneigenen Unterricht gefördert: Sie vertiefen dort ihr theoretisches und praktisches Wissen und erfahren, wie sie ihre Persönlichkeit festigen und die Sozialkompetenz stärken können. Johannes Collini betont: «Die vielfältigen Bildungsmassnahmen sind wichtig, zumal die Wirtschaft nicht nur Facharbeiter, sondern auch überdurchschnittlich qualifizierte Mitarbeitende in Führungsfunktionen oder mit erweiterten Aufgaben benötigt.»

Von der Lehre in den Vorstand
Guntram Obwegeser ist stolz auf die vielen Führungskräfte bei Collini, die im eigenen Unternehmen die Lehre absolviert haben. Sogar ein nunmehriges Vorstandsmitglied habe einst mit einer Lehre die Karriere bei Collini begonnen. Dies sei das beste Beispiel dafür, dass eine Berufslehre ein guter Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Karriere sein kann. Eine Bestätigung für den eingeschlagenen Weg sind für Obwegeser auch die verschiedenen Siege von eigenen Oberflächentechniker-Lehrlingen an den Nachwuchswettbewerben.

Die Teilnehmenden geniessen im Hinblick auf solche Wettbewerbe besondere Unterstützung. Die Karriereplanung beginnt ebenso gezielt bereits während der Lehre. Zusätzlich eröffnen Bildungsangebote wie beispielsweise die Berufsmatura oder EDV-Kurse den Lehrlingen zahlreiche Möglichkeiten. Jugendliche «mit  gebrochenem Lebenslauf» werden laut Obwegeser ebenfalls berücksichtigt: Jedes Jahr bekommen junge Menschen die Chance, eine Lehre zu beginnen, obwohl sie eigentlich die nötigen Qualifikationen nicht mitbringen. Dies sei aufwendig aber zugleich befriedigend, weil auf diese Weise oftmals eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsprozess erfolge.

Lohnwirksame Beurteilungen
70 staatlich anerkannte Ausbilderinnen und Ausbilder gewährleisten den hohen Ausbildungsstandard. Sie führen unter anderem jeden Monat mit den zugeteilten Lehrlingen ein Beurteilungsgespräch, das lohnwirksam ist: Wer die Ziele erreicht und gewisse Kriterien erfüllt, bekommt monatlich eine ansehnliche Prämie. Die Ausbildungsverantwortlichen selber kommen regelmässig in den Genuss von Fortbildungen im technischen, didaktischen und pädagogischen Bereich.

Hans Huber Stiftung in Kürze – Preisträger im Überblick
Ziel der Hans Huber Stiftung ist es, die berufliche Ausbildung und damit Menschen zu fördern, die in Ausbildung stehen. Die Lehre wird dabei als Start für eine attraktive Karriere in den Mittelpunkt gestellt. Mit dem Internet-Berufswahl-Wettbewerb «Traumlehre» werden Jugendliche herausgefordert, sich mit der Berufsbildung auseinanderzusetzen. Die Stiftung verleiht zudem jedes Jahr Preise an Personen, die sich besondere Verdienste im Zusammenhang mit dem dualen Berufsbildungssystem erworben haben.

Dieses Jahr gehen die beiden Anerkennungspreise an Nicole Mösli vom Kantonsspital St. Gallen (CH) sowie an Johannes Collini, Vorstandsvorsitzender, und Guntram Obwegeser, Lehrlingsbeauftragter der Collini Gruppe, Spezialist für die industrielle Beschichtung von Oberflächen mit Hauptsitz in Hohenems (A). Ebenfalls verliehen werden dieses Jahr die Förderpreise an Trainer von Lehrlingen, die 2011 an den Berufsweltmeister¬schaften in London eine Medaille gewonnen haben: Karin Bischoff und Patrick Bregenzer aus St. Gallen (CH), Martin Erlacher aus Herisau  (CH), Michael Fetz aus Alberschwende  (A) und Ruedi Signer aus Wilen bei Wil  (CH). Die gesamte Preissumme beläuft sich auf 50’000 Schweizer Franken. Die Preisverleihung findet am 14. September in Heerbrugg statt.

  • Hans Huber, Gründer und Ehrenpräsident der Hans Huber Stiftung
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