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Helmut Pöll (Alpinarium), Karlheinz Kindler und GF Christian Feurstein (Wirtschaftsarchiv Vorarlberg), GF Bernd Knünz (Kästle) sowie Bürgermeister und Alpinarium-GF Anton Mattle

Bergab-Bergauf: Skigeschichte aus Vorarlberg im Alpinarium

07. Jänner 2015 | 08:34 Autor: Wirtschaftsarchiv Vorarlberg, Tirol

Galtür (A) Die Ausstellung „Bergab-Bergauf“ zum 90-jährigen Bestehen von Kästle Ski wurde vor kurzem im Alpinarium Galtür eröffnet. Damit ist zum ersten Mal eine Ausstellung des Wirtschaftsarchivs Vorarlberg in Tirol zu sehen.

Im für eine skigeschichtliche Ausstellung idealen Ambiente der Wintersportgemeinde Galtür fand sich eine stattliche Anzahl an interessierten Besuchern ein. Die Ausstellung wurde von Alpinarium-GF, Bürgermeister und Landtagsvizepräsident Anton Mattle eröffnet. "Galtür hat eine starke Verbindung zum Skilaufen, und dadurch ist Wohlstand ins Dorf gekommen. Erstmals gibt es eine Ausstellung über die Skier, die so populär waren", betonte Mattle.

Geschäftsführer Christian Feurstein vom Wirtschaftsarchiv Vorarlberg informierte in seinem Referat über die bewegte Geschichte der Skimarke. „Jeder hat seine ganz persönlichen Assoziationen und Erinnerungen zu Kästle. Über 150 Mal holten Kästle-Athleten Edelmetall bei Olympiaden oder Weltmeisterschaften", erläuterte Mag. Bernd Knünz, Geschäftsführer der Kästle GmbH. In der Marke stecke viel Energie, und es sei wichtig für die Geschichte von Kästle, dass die Geschichte dokumentiert werde.

1924 hatte Anton Kästle in der Hohenemser Wagnerei seines Vaters die ersten Skier aus Eschenholz in Kleinserie hergestellt. Diese brachte er unter der Marke „Arlberg“ auf den Markt. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelang der große Durchbruch. Die Mitarbeiterzahl stieg ständig und erreichte in den 1980er Jahren mit rund 400 Beschäftigten den Höchststand. In Spitzenzeiten verließen jährlich bis zu 400.000 Paar Ski das Werk. Die Skistars eines halben Jahrhunderts standen bei Kästle unter Vertrag, so etwa Trude Jochum-Beiser, Toni Sailer, Egon Zimmermann, Andy Wenzel, Pirmin Zurbriggen, Anita Wachter, Kjetil André Aamodt und viele andere. Nach der Schließung des Betriebsstandorts Hohenems wurde es ab 1998 still um Kästle, ehe österreichische Unternehmer 2007 die Traditionsmarke reaktivierten.

In einem mehrjährigen Projekt hat das Wirtschaftsarchiv Vorarlberg den Nachlass des Hohenemser Skiherstellers – in Kooperation mit dem heutigen Unternehmen Kästle – aufgearbeitet. Mehrere Tausend Fotos und Dokumente wurden verzeichnet, Zeitzeugen befragt und Objekte fotografiert (darunter rund 300 Paar Skier aus der gesamten Kästle-Ära). Das Resultat ist die sehenswerte Wanderausstellung „Bergab-Bergauf – 90 Jahre Kästle Ski“, die noch bis 8. Februar im Alpinarium Galtür zu sehen ist. Weitere Ausstellungen in Salzburg, der Steiermark und Vorarlberg folgen. Details werden unter www.wirtschaftsarchiv-v.at bekanntgegeben – hier kann auch die Kästle-Sammlung online eingesehen werden.

  • Erstes Kästle-Werbeplakat aus den 1930er Jahren (Entwurf: Atelier Berann)
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