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Die Expertenrunde der Chefsache Industrie 4.0 zeigte sich von der Pilotfabrik in Aspern begeistert. (Foto: GGW Gruber / Philipp Lipiarski)

7. "Chefsache Industrie 4.0" in der Pilotfabrik Wien Aspern

07. Dezember 2015 | 09:13 Autor: Melzer PR Startseite, Wien

Wien (A) Vision, Zielsetzung, Strategie – ohne diese klassische Managementregel wird Industrie 4.0 nicht funktionieren. Und die vielen hinlänglich kommunizierten Möglichkeiten des „Internet der Dinge“ auch nichts bringen. Das war eine der Erkenntnisse der 7. Ausgabe von „Chefsache Industrie 4.0“, die auf Einladung von GGW Gruber in der Pilotfabrik Wien Aspern stattfand und in deren Rahmen auf Geschäftsführerebene mit Univ.Prof. Friedrich Bleicher von der TU Wien unter anderem über das Wechselspiel von Datensammlung und -analyse diskutiert wurde.

Stichwörter wie „big data“, „cloud services“ oder „predictive maintenance“ haben primär wenig mit Industrie 4.0 zu tun. „Vertrieb und Technikabteilungen sind mittlerweile darauf sensibilisiert, so viele Daten wie möglich zu sammeln. Aber gerade in Zeiten von Cybercrime, steigender Internetkriminalität und Industriespionage fragen sich immer mehr Firmenchefs, ob all diese Daten notwendig sind“, verwies der Initiator der „Chefsache Industrie 4.0“, Rudolf J. Melzer auf Gefahren und Ängste durch die ständig anwachsende Datenflut.

Univ.-Prof. Friedrich Bleicher vom Institut für Fertigungs- und Hochleistungslasertechnik an der TU Wien stellte dazu klar: „Industrie 4.0 verfolgt den digitalen Transfer von Geschäfts- und Wertschöpfungsprozessen unter intensiver Einbeziehung des Kunden. Der Forderung an die Produktion, wonach in immer kleineren Losgrößen eine größer werdende Variantenvielfalt konkurrenzfähig gefertigt werden soll, wird mit einem höheren Automatisierungsgrad und umfassender Systemintegration zu begegnen sein. Dies bedeutet, dass in Fertigungssystemen autonome Funktionen implementiert werden müssen. Dem zu Folge benötigt es auch mehr an Information zu Systemzuständen auf der Fertigungsebene bis hin zur Planungsebene, die über Algorithmen verarbeitet werden und zu den relevanten Entscheidungen führen. Industrie 4.0 liegt damit genau in diesem Feld: horizontale und vertikale Systemintegration, autonome Systeme und modellbasierte Entscheidungsmechanismen und Logiken; der Wandel der Fertigung zum cyber-physikalischen System.“

Modernste Messtechnik
In der sogenannten Pilot- oder Demonstrationsfabrik im Wiener „aspern IQ“ zeigt die Technologietransfergesellschaft der Technischen Universität Wien, „researchTUb“, entlang konkreter Anwendungen, wie die industrielle Fertigung künftig aussehen kann. Unterstützt wird sie dabei von Firmen, die Maschinen, Produktions- oder Messgeräte zur Verfügung stellen, wie etwa die auf Hochpräzisionsmessgeräte spezialisierte GGW Gruber GmbH aus Wien. Dazu die Geschäftsführer von GGW Gruber, Karl Wiefler und Johannes Riha, die als Gastgeber der 7. Chefsache Industrie 4.0 in die Seestadt Aspern eingeladen hatten: „Moderne Fertigungsabläufe fordern höchste Präzision, sowie eine schnelle bzw. effiziente Messung und Ergebnisauswertung. Mit dem Abschluss der Einrichtung unseres Messlabors in der mi-factory kann ab nun ein Großteil des industriellen Längenmesstechnik-Prozesses produktionsnah abgebildet und für Forschungszwecke umfassend genutzt werden.“

Die TU Wien kann damit die Bereiche 3D-Koordinatenmesstechnik, optische Messtechnik, Oberflächenmesstechnik sowie Multisensor Messtechnik in ihre Tätigkeit miteinbeziehen.

Mit der Unterstützung der "Pilotfabrik Industrie 4.0" setzt GGW Gruber -  langjährigen Kooperationen folgend und weiterhin in die Zukunft blickend - ein Zeichen zur Priorität der automatischen, vernetzten und prozessintegrierten Messtechnik in der Fertigung - um diesem Zukunftsthema das notwendige Gewicht am Wirtschaftsstandort Österreich zu verleihen. Das neue Messlabor in der mi-factory stellt somit den ersten Schritt einer praxisorientierten, hochpräzisen und ressourcenschonenden Fertigung dar. „Wir sehen immer wieder: ohne Wissenschaft geht es nicht. Daher ist dieser direkte Austausch über eine Pilotfabrik essentiell für punktgenaue Entwicklungen und Insights.“

Produziert werden in der Demofabrik in der Wiener Seestadt u.a. Komponenten für das Elektrofahrrad „Mi-Bike“, das von den Teilnehmern der Chefsache Industrie 4.0 auch gleich testgefahren wurde. Unter anderem mit dabei: der CEO von Capgemini in Österreich, Bernd Bugelnig, der Geschäftsführer von Bossard Austria, Kai von Buddenbrock, NTT DATA-Geschäftsführer Martin Mai, der Aufsichtsratschef von TTTech, Leopold Bednar, SAP-Direktor Christoph Kränkl, Corporate Advisor Bettina Gneisz-Al-Ani sowie Klaus Schmid, geschäftsführender Gesellschafter von Amberon Consulting.

Kurzinfo zu „Chefsache Industrie 4.0:
Die informelle Expertenplattform „Chefsache Industrie 4.0“ wurde Anfang 2014 von der Melzer PR Group gemeinsam mit Wirtschaftswissenschaftern und CEOs diverser betroffener Unternehmen ins Leben gerufen. Ziel ist es, das Thema „Industrie 4.0“ bzw. „Internet der Dinge“ in Österreich noch stärker zu einer „Chefsache“ zu machen, also den entsprechenden Informationsaustausch auf Geschäftsführerebene anzuregen und zu erleichtern. Zu den Executive-Roundtable-Gesprächen und Exkursionen laden der jeweilige „Host“ und die MPRG Vorstände und Geschäftsführer von führenden Industrieunternehmen ein. Teilnehmende Firmen bis dato unter anderem: Capgemini, OMV, Mondi, Semperit, Prinzhorn, Bossard, adesso, SAP, SCA, Schäffler, Jungheinrich, KBA Mödling, GGW Gruber und andere mehr. 

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