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Drohnen fliegen dank Wiener Start Up bald autonom

12. März 2019 | 12:29 Autor: Julia Köberl | WIRTSCHAFTSZEIT Startseite, Tirol, Vorarlberg, Steiermark, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Kärnten, Schweiz, Burgenland, Liechtenstein, Deutschland, Wien

Wiener Start Up liefert weltweit einzigartige Software, die künftig selbstfliegende Drohnen ermöglicht. Noch sind autonome Drohnenflüge gesetzlich verboten. Unbemannte Flugobjekte dürfen bis dato nur von Piloten mit Sichtverbindung gesteuert werden. „Doch in wenigen Jahren werden Drohnen weltweit wichtigen, lebensrettenden und kostensparenden Einsatz in zahlreichen Industrien und der öffentlichen Sicherheit finden.“, so Dr. Thomas Neubauer CEO & Co-Founder von Dimetor im Gespräch mit der wirtschaftszeit.

Die Software von Dimetor fungiert als Schnittstelle zwischen Telekommunikation und Flugsicherheit. Terrestrischer Mobilfunk ist laut dem Experten die einzige Technologie, die für die notwendige „command & control“ Konnektivität für autonome Drohnenflüge in Frage kommt. Satelliten etwa wären zu kostenintensiv, schwer und hätten zu hohe Latenzzeiten.

Telekommunikationsunternehmen hätten aber nicht das nötige Aviation-Know-how und die Anforderungen an eine Netzabdeckung in 150m Höhe sind andere als jene für die übliche Nutzung. Hier setzt die Softwarelösung von Dimetor an und deckt zwei grundlegende Themen ab : "Erstens: Wo gibt es ausreichende Konnektivität durch Mobilfunk-Signale, um Drohnen sicher fliegen und kontrollieren zu können und  zweitens: wie können diese Informationen und Daten der Flugsicherung zur Verfügung gestellt werden, damit Flugrouten autonomer Drohnen im Einklang mit bemannten Flugobjekten geplant, genehmigt und operativ geprüft sowie sichergestellt werden können?“, so Neubauer.

Die Einsatzmöglichkeiten von autonomen Drohnen sind unerschöpflich und von enormem öffentlichen wie auch wirtschaftlichen Interesse: Bei Feuerwehr und Rettungs-Einsätzen werden die schnellen, wendigen Flugobjekte zahlreiche Leben retten und schneller als je zuvor wichtige Informationen und Daten zu Unfällen liefern können. Auch für große Baustellen, z.B. um den Materialbedarf zu errechnen oder den Fortschritt zu dokumentieren, für Straßenbetreiber, Pipeline- und Zuglinienkontrollflüge, die derzeit mit umweltbelastenden teuren Helikoptern durchgeführt werden, Drohnentaxis, Paketzustellung, u.v.m. gibt es interessante Visionen.  

2019 wird das Start Up erstmals Umsätze durch Deals mit Mobilfunkern in den USA und Europa erzielen. Die ersten beiden Kunden sind mit der Drohnentechnologie bereits in ersten vorkommerziellen Tests. Ziel ist es heuer neben einer weiteren Anzahl von Kunden auch erste Testflüge in 5G Netzen mit der Software durchzuführen.

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