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Tabakfabrik Linz: Triebwerk der Forschung – das Kraftwerk

07. Juni 2016 | 08:44 Autor: Johannes Kepler Universität Österreich, Oberösterreich

Linz (A) Die Tabakfabrik Linz, die Kunstuniversität Linz und die Johannes Kepler Universität widmen sich zukünftig gemeinsam der Aufgabe, die Turbinen des Kraftwerks der Tabakfabrik wieder anzuwerfen und es als Triebwerk der (inter- und transdisziplinären) Forschung zu positionieren. Einst wurde das Kraftwerk der Tabakfabrik Linz mit Kohle gespeist, später mit Öl und Gas – heute soll es mit Innovationskraft betrieben werden und in Zukunft intellektuelle Energie für die Gesellschaft produzieren.

Im Geist seiner alten Funktion wird das Kraftwerk so zur treibenden Kraft für wissenschaftliche Projekte, die Kreativität, Experiment und Austausch zwischen den Universitäten, Disziplinen und Praxisbereichen ermöglichen und unterstützen.

Die Kooperation geht aus dem Wissenstransferzentrum West (WTZ West) hervor, das mit August 2014 startete und aus Mitteln des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) sowie der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) finanziert wird. Neben der Kunstuniversität Linz und der Johannes Kepler Universität beteiligen sich die Universität Salzburg, die Universität Mozarteum, die Universität Innsbruck, die Medizinische Universität Innsbruck, das Center for Academic Spin-Offs Tyrol, tech2b und das Management Center Innsbruck am WTZ West.

Innovationslabor Kraftwerk
Im Zuge dieser Kollaboration wird das Kraftwerk der Tabakfabrik Linz zum Innovationslabor und Ideenraum für die Verwirklichung verschiedenster Projekte, die den Transfer von Wissen und Technologien zwischen den Universitäten und Unternehmen bzw. der Gesellschaft nachhaltig intensivieren.

Schließlich ist der Mythos des einsamen Erfinders längst überholt. In unserer vernetzten Welt ist es der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus, der zu kreativen neuen Lösungen führt und den Grundstein für technische, wirtschaftliche, vor allem aber auch soziale Innovationen legt.  
Die Kunstuniversität Linz und die Johannes Kepler Universität werden im Kraftwerk der Tabakfabrik ein Umfeld schaffen, das die inter- und transdisziplinäre Forschung ebenso wie die Entfaltung und Analyse kreativer Prozesse fördert. Studierende und Lehrende naturwissenschaftlich-technischer, geisteswissenschaftlicher, künstlerischer und sozialwissenschaftlicher Fachbereiche werden dort gemeinsam Ideen entwickeln, beforschen und umsetzen, um komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen mit innovativen Antworten und Lösungen zu begegnen.
Mit dem Vorhaben, das Kraftwerk als Zentrum der Tabakfabrik Linz in ein Triebwerk der Forschung umzuwandeln, ergibt sich die einmalige Gelegenheit einer Synergie, die das Potenzial hat, den Standort Linz und die Region Oberösterreich als Best Practice Beispiel ins nationale und internationale Rampenlicht zu rücken. In diesem Sinne arbeiten in Zukunft die Tabakfabrik Linz, die Kunstuniversität Linz und die Johannes Kepler Universität mit vereinten Kräften daran, das Kraftwerk als Hotspot für innovative Ideen, Forschung und Entwicklung sowie den Diskurs darüber in Betrieb zu nehmen.
 
„Zu einer Zeit, als der Computer für weite Kreise der Bevölkerung lediglich ein elektrischer Rechenschieber war, befasste man sich in Linz bereits mit den weitreichenden Folgen der digitalen Revolution. Innovationskraft, Zukunftsorientierung und Gründergeist prägen seit jeher das Profil von Linz. Diese Vorreiterrolle als Stadt der Start-ups und Cutting Edge Technologien gilt es weiter auszubauen. Ein besonderer Stellenwert kommt in dem Zusammenhang der Tabakfabrik Linz zu, die in Kooperation mit der Johannes Kepler Universität und der Kunstuniversität Linz zum Wissenscollider werden soll. Durch die Kollision von unterschiedlichen Fachbereichen, Methoden und Theorien gewinnt das Kraftwerk der Tabakfabrik Linz künftig Energie für die Erschließung neuer Geschäftsfelder und die Entwicklung von Lösungen für die großen Herausforderungen der Arbeitswelt von morgen“, so Bürgermeister Klaus Luger, Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik Linz.

„Die JKU und die Kunstuniversität Linz möchten sich in Zukunft noch stärker vernetzen. Das Thema Innovation eignet sich hervorragend dazu, weil hier naturwissenschaftliche Erfindungskraft, organisatorische Abläufe, soziale Prozesse und künstlerisches Schaffen eng in einander greifen und sich gegenseitig befruchten. Das Kraftwerk der Tabakfabrik Linz ist als Ort für diese Begegnung besonders gut geeignet: Wer sich hier aufhält, spürt die Kraftquelle", sagt Univ.-Prof. Alexander Egyed, Vizerektor für Forschung der Johannes Kepler Universität Linz.

„Die geplante ,Neubespielung‘ des Kraftwerks in der Tabakfabrik ist ein wunderbares Symbol für den Übergang von der industriellen Moderne zur Wissens- und Innovationsgesellschaft. Und wer, wenn nicht die Universitäten, sind dazu aufgerufen, ihre ganze Kraft in die ,Software‘ zu legen und die jeweils vorhandenen Potenziale zu bündeln. Das Bündnis Kunstuniversität, JKU und Tabakfabrik zur Entwicklung neuer, kreativer Modelle der Wissenskreation und Wissensvermittlung sowie als Scharnierstelle zur Kreativwirtschaft kann sich zu einem Ladegerät entfalten, das nicht nur den Ort selbst kräftig und nachhaltig aufladen wird“, meint auch der Rektor der Kunstuniversität Linz, Reinhard Kannonier.

„Im Geiste ihres Schöpfers Peter Behrens und der weltberühmten Bauhaus-Designschule in Dessau strebt auch die Tabakfabrik Linz nach einer universellen Ausbildung. Ein Bildungssystem, das Handwerk, Kunst, Forschung und Technik als Einheit begreift und dem Zeitalter der globalen Vernetzung gerecht wird. Unser Ziel ist es, Milieus zu schaffen, die voneinander profitieren und sich gegenseitig bereichern. Die Kooperation mit der Kunstuniversität Linz und der Johannes Kepler Universität eröffnet uns die einzigartige Chance, nicht nur neueste Forschungserkenntnisse über spartenübergreifende Vernetzung oder kollektive Kreativitätsprozesse zu gewinnen und optimale Rahmenbedingungen für fruchtbaren Austausch zu gewährleisten, sondern auch, diese wissenschaftlichen Ergebnisse vor Ort in der Praxis zu überprüfen. Kunst und Forschung fungieren als Impulsgeber für Innovationen, neuartige Produkte und Dienstleistungen, die von den in der Tabakfabrik angesiedelten Kreativwirtschaftsunternehmen aufgegriffen werden, zu Prototypen führen und im Idealfall für wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt in der gesamten Region sorgen“, sagt Chris Müller, Direktor der Tabakfabrik Linz.

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