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(v.l.): Architekt Peter Riepl, BIG-Geschäftsführer Hans-Peter Weiss, Rektor Meinhard Lukas, LH-Stv. Michael Strugl, LH Thomas Stelzer, Bgm. Klaus Luger und Generaldirektor Wolfgang Eder mit JKU-Roboter "Avaro" beim Spatenstich

Spatenstich des LIT Open Innovation Center der Johannes Kepler Universität in Linz

19. April 2018 | 11:32 Autor: JKU Startseite, Oberösterreich

Linz (A) Die Johannes Kepler Universität formt gemeinsam mit PartnerInnnen aus Industrie und Wirtschaft die Zukunft: Interdisziplinäre Forschungsteams arbeiten künftig im Open Innovation Center des Linz Institute of Technology (LIT) samt Industrie-4.0-Pilotfabrik LIT Factory. Es erfolgte der offiziellen Spatenstich, die Inbetriebnahmen sind für Frühjahr 2019 geplant.

„Das LIT Open Innovation Center ist sichtbares Sinnbild für das Selbstverständnis der JKU: Wissenschaftliche PionierInnen arbeiten über Fakultätsgrenzen zusammen“, erklärt Rektor Meinhard Lukas. „Mit dem OIC gestaltet die Kepler Universität, basierend auf der Linzer Ingenieurskunst, die digitale Transformation aktiv mit – technologisch, aber genauso mit soziologisch und rechtlich relevanten Themenfeldern im Fokus.“ Die breite Unterstützung von Unternehmen und der Politik ist für Lukas ein eindeutiger Beleg für die Notwendigkeit der umfassenden Forschung in dem Bereich, die mit dem Open Innovation Center künftig unter einem Dach konzentriert wird.

Wettbewerbsfähigkeit, Weiterentwicklung und Innovation
„Wir können im internationalen Wettbewerb nur dann erfolgreich sein, wenn wir besser und schneller sind als andere – das gilt vor allem für den Forschungsbereich. Jene Länder, die heute zu den Top-Regionen zählen, zeigen uns, dass eine enge Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft eine zentraler Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit ist“, betont Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer. „Genau dafür steht die LIT Factory: Sie bildet den Kern des neuen LIT Open Innovation Centers und verbindet die hervorragenden Forschungskompetenzen der JKU mit der Wirtschaft. Sie ist ein Schulterschluss zwischen der Industrie und der Standort-Politik in Oberösterreich und ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem Land der Möglichkeiten.“

„Das LIT Open Innovation Center mit der Industrie-4.0-Pilotfabrik LIT Factory vereint Wissenschaft und Wirtschaft an einem Standort. Diese enge Verknüpfung ist auch ein wesentlicher Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Oberösterreichs Unternehmen und dem Wirtschaftsstandort OÖ. Denn die rasche Verwertung von Forschungsergebnissen in Form von markttauglichen Produkten, Dienstleistungen und Technologien verschafft uns einen Wettbewerbsvorsprung gegenüber anderen Regionen“, unterstreicht Wirtschafts- und Forschungsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl. „Daher unterstützt das Land OÖ auch die strategischen Leitprojekte des LIT finanziell. Insgesamt investiert das Land in den nächsten fünf Jahren zirka 40 Mio. Euro in die Weiterentwicklung der JKU, zusätzlich zur Bundesfinanzierung.“

„Die Pilotfabrik ist eine einzigartige Chance für den Innovationsstandort Linz“, betont Bürgermeister Mag. Klaus Luger. „Die Kooperation zwischen Linzer Leitbetrieben, der Johannes Kepler Universität, dem Land Oberösterreich sowie der Stadt Linz zeigt, dass ein gemeinsames Vorgehen zum Erfolg führt.“ Es unterstreiche das Vorhaben, Linz als innovativste Stadt in Österreich zu positionieren. „Mit der LIT Open Innovation Center wird die JKU zu einer Drehscheibe für Industrie 4.0 beziehungsweise Digitalisierung. Der direkte Know-how-Transfer in die Wirtschaft wird verbessert. Das ist ein großer Wurf für den Standort Oberösterreich und ein wichtiger Schritt in Richtung europäische Spitze. Die LIT Factory stellt einen wesentlichen Faktor für die Schaffung der Arbeitsplätze der Zukunft dar“, so Luger.

Flexible Nutzung, Zukunftstechnologien kreative Kommunikation
 „Gemeinsam mit der Johannes Kepler Universität investiert die BIG rund 25,2 Mio. Euro in die Errichtung des Open Innovation Center. Über eine gemeinsame Projektgesellschaft vermieten BIG und JKU das OIC an die jeweiligen NutzerInnen. Das Open Innovation Center ist auch bautechnisch herausragend: Vom Reinraum, Labors und Maschinen- bzw. Versuchshalle bis hin zu Büros, Co-Working–Spaces, Seminar- und Hörsälen bietet das Gebäude ein flexibles, wandelbares Nutzungsspektrum. Die Obergeschoße sind in Holzbauweise ausgeführt, was für ein besonders angenehmes Raumklima sorgt“, erklärt DI Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft.

„Zukunftsorientierte Produktlösungen, mit denen die voestalpine weltweit als führend in ihrer Branche gilt, haben ihren Ursprung in intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Die JKU ist dabei seit vielen Jahren ein wichtiger strategischer Partner des Konzerns und in unzählige gemeinsame Forschungsprojekte über unsere gesamte Wertschöpfungskette eingebunden“, erklärt Generaldirektor und LIT-Beiratsvorsitzender Dr. Wolfgang Eder. „Mit der Errichtung des LIT Open Innovation Center wird nun ein weiterer wichtiger Meilenstein in Bezug auf die interdisziplinäre Forschungszusammenarbeit sowie die Vernetzung mit der Wirtschaft, insbesondere der Industrie gelegt. Innovativen Zukunftstechnologien das entsprechende Arbeitsumfeld zu geben und damit insgesamt den Universitätsstandort Linz im internationalen Umfeld aufzuwerten, sind nur zwei der zentralen Ziele, die mit diesem Projekt verbunden sind.“

„Innovatives Arbeiten braucht neue Raumkonzepte. Unsere rasch anwachsende Kenntnis der Welt ermöglicht es uns, dementsprechend vielschichtige Lösungen zu entwickeln. Ausbalancierte Offenheit beflügelt die kreative Kommunikation“, so Architekt DI Peter Riepl von Riepl Riepl Architekten über das Gebäude.

LIT Open Innovation Center und LIT Factory – die Eckdaten
Das LIT Open Innovation Center mit rund 8.000 Quadratmetern Gesamtfläche entsteht im Südwesten des Campus, angrenzend an den Turm der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.
Die LIT Factory wird in einer Maschinenhalle im Erdgeschoß untergebracht und an neuartigen, teilweise prototypischen Grenztechnologien arbeiten – u.a. an digitalen Tools für Systemengineering, Anlagen der Kunststofftechnik und der Vernetzung von cyberphysichen Systemen. Auf etwa 2.000 Quadratmetern werden künftig in Summe 25 Mitarbeiter beschäftigt, die jährliche Produktionskapazität liegt bei 500 Tonnen.
In den Obergeschoßen befinden sich der Open Think Tank, eine Kreativwerkstatt nach dem Shared-Office-Prinzip. Neben JKU-Labs stehen die Co-Working-Arbeitsplätze auch Industrie und Wirtschaft offen, Ziel sind spannende Synergien.

Das Land Oberösterreich unterstützt die Errichtungsphase der LIT Factory – ihre Leitung hat Univ.-Prof. Jürgen Miethlinger, Vorstand des Instituts für Polymer Extrusion, inne – mit zwei Mio. Euro, insbesondere für die Gebäudeinfrastruktur, und hat auch Förderungen für die Nutzungsphase zugesagt. Die Stadt Linz leistet in Form eines Mietzuschusses Unterstützung, ebenfalls in Höhe von zwei Mio. Euro. Der Bund fördert die Anschaffung von Forschungsgeräten auch mit zwei Mio. Euro.
Die Universität selbst bringt für die Errichtungsphase Personalressourcen und andere direkte Kosten von knapp 0,5 Mio. Euro ein. Seitens der Industrie fließen während der Errichtungsphase 3,2 Mio. Euro und während der Nutzungsphase 6,8 Mio. Euro in das Projekt. Von diesen insgesamt zehn Mio. Euro werden Personal, Maschinen, Werkzeuge, Software etc. finanziert.
Parallel dazu wird in unmittelbarer Nähe ein SPAR-Lebensmittelmarkt errichtet: In dem rund 300 Quadratmeter großen Digital Leadership Store laden technologische Neuerungen zum Ausprobieren und einem völlig neuen Einkaufserlebnis ein.

Das Linz Institute of Technology im Überblick
Das Linz Institute of Technology (LIT) bildet den institutionellen Rahmen für die umfassende technologische Kompetenz an der Johannes Kepler Universität. Am LIT bündeln WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Institute und Fakultäten ihre Kräfte. Dabei verfolgen sie einen nachhaltigen Ansatz, der sich mit „Responsible Technology“ auf den Punkt bringen lässt. Nicht allein die technologische Innovation, sondern auch ihre Bedingungen, Wirkungen und Nebenwirkungen stehen im Mittelpunkt.

Das LIT vergibt jährlich fünf Mio. Euro für inneruniversitäre Forschungsprojekte. In die internationale Evaluierung ist der FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) eingebunden. Daneben entstehen am Linz Institute of Technology gerade Forschungslabore, die sogenannten LIT Labs. Hier wird in teils interdisziplinären Forschungsgruppen an Schwerpunktthemen wie der Künstlichen Intelligenz geforscht. Das LIT AI Lab unter Führung von Univ.-Prof. Sepp Hochreiter ist bereits gegründet.

Wesentliches Anliegen des LIT ist auch der Wissenstransfer in die Wirtschaft. Zu diesem Zweck errichtet die JKU gerade das LIT Open Innovation Center (LIT OIC). Es wird zum einen die LIT Pilotfabrik beherbergen. Hier wird eine intelligente Produktion erstmals Realität. Zum anderen wird das LIT OIC zur Heimstätte für die LIT Labs und damit auch für transdisziplinäre Forschungsgruppen: WissenschaftlerInnen der JKU und ExpertInnen aus Industrie und Wirtschaft forschen gemeinsam am Open Innovation Center.

Das LIT bildet zudem den Rahmen für die an der JKU angebotenen MINT-Studien. So gesehen steht das LIT auch für die Vermittlung der Linzer Ingenieurskunst. Das LIT College bildet nun die Speerspitze im attraktiven Studienangebot des Linz Institute of Technology.

  • Außenansicht des LIT Open Innovation Center (Foto: Riepl Architekten ZT GmbH)
    uploads/pics/aussenansicht_Lit_open-innovation-center-jku_johannes_kepler_universitaet_linz.jpg
  • Innenansicht des LIT Open Innovation Center (Foto: Riepl Architekten ZT GmbH)
    uploads/pics/innenansicht_Lit_open-innovation-center-jku_johannes_kepler_universitaet_linz.jpg

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