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Dr. Christoph Jungwirth, Geschäftsführer des BFI OÖ, der BBRZ-Gruppe und der Volkshochschule Oberösterreich wird zusätzlich neuer BABE-Vorsitzender und setzt sich für eine präventive berufliche Weiterbildung ein. (Foto: Kneidinger Photography)

Christoph Jungwirth neuer BABE-Vorsitzender

30. Jänner 2020 | 10:21 Autor: Lunik2 Startseite, Oberösterreich

Linz/Wien (A) Christoph Jungwirth übernimmt den Vorsitz der Berufsvereinigung der ArbeitgeberInnen privater Bildungs-Einrichtungen (BABE). Der Geschäftsführer des BFI Oberösterreich und der BBRZ-Gruppe wird sich in seiner zusätzlichen neuen Funktion vor allem für eine präventive Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik einsetzen. Er fordert dazu eine „Agentur für Qualifizierung“.

Die Berufsvereinigung der ArbeitgeberInnen privater Bildungs-Einrichtungen beruht auf freiwilliger Mitgliedschaft von Organisationen in ganz Österreich, die Bildungseinrichtungen führen. Mit 30. Jänner 2020 übernimmt Christoph Jungwirth, Geschäftsführer des BFI OÖ und der BBRZ-Gruppe sowie der Volkshochschule Oberösterreich den BABE-Vorsitz von Michael Sturm. „Ich freue mich sehr auf meine neuen Aufgaben. Bildung und lebenslanges Lernen begegnen uns täglich und werden uns auch in Zukunft stark beeinflussen. Dabei sind Transformation und Geschwindigkeit jene Prinzipien, die die Veränderung der Arbeitswelten am besten charakterisieren“, sagt Christoph Jungwirth, Geschäftsführer des BFI OÖ und der BBRZ-Gruppe sowie neuer Vorsitzender der BABE und ergänzt: „Eine Ausbildung ist heute nicht mehr ausreichend, um damit ein berufliches Leben lang erfolgreich zu sein. Für einen guten Job braucht es demensprechende Skills und Qualifikationen. Weiterbildung geht dabei jedoch nicht nebenbei, sondern braucht bewusste Entscheidungen. Schulungskosten und Lebenserhaltungskosten müssen finanzierbar sein.“ In manchen Bereichen wie der IT ist Weiterbildung de facto tägliches Muss.

Forderung nach einer nachhaltigen Veränderung der Bildungspolitik

Der neue BABE-Vorstand Christoph Jungwirth verfolgt vorrangig ein Ziel, nämlich eine präventive Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik einzuleiten und mitzugestalten. Dafür braucht es von der Politik und der Wirtschaft das Bekenntnis, dass berufliche Weiterbildung Zeit und Ressourcen benötigt und erhält. Auch muss die öffentliche Hand Zukunftsinvestitionen im Bildungsbereich tragen, um den Wirtschaftsstandort Österreich langfristig und vor allem auch nachhaltig abzusichern. „Das Netzwerk der österreichischen Bildungsberatungsstellen entwickelt das bestehende System von Qualifizierungsschecks weiter, indem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bereits dann mit einem vielfältigen Angebot an Kursen und Seminaren angesprochen werden, wenn sie noch in einem aktiven Arbeitsverhältnis stehen. Damit wird lebenslanges Lernen und qualitative Weiterbildung für alle möglich und leistbar, zu jeder Zeit“, so Jungwirth über die Bereitstellung von konjunktur-unabhängigen Angeboten und Finanzierungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die mit dem Gedanken spielen, sich fortbilden zu wollen.

Installierung einer eigenen „Agentur für Qualifizierung“

„Österreich braucht eine ‚Agentur für Qualifizierung‘“, ist Jungwirth überzeugt. Diese Agentur für Qualifizierung bündelt die Verantwortlichkeiten, übernimmt die Steuerung, die Vergabe von Fördermitteln und offeriert Programme und Kurse. Der Arbeitsmarkt und zukünftige Tendenzen dienen als Orientierungshilfe dieser Einrichtung. „Für mich wäre eindeutig das Arbeitsmarktservice ein fachlich kompetenter Partner, der dies übernehmen könnte“, meint der neue BABE-Vorsitzende. Dazu brauche es aber einen klaren politischen Willen, einen deutlichen Auftrag sowie ausreichende Budgets für Qualifizierungsangebote, die nicht kurzfristig und konjunkturabhängig zumeist nach unten skaliert werden.

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