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Birgit Gerstorfer, Landesgeschäfts-führerin des AMS OÖ

AMS Oberösterreich startet mit Förderbudget von 159 Mio. Euro ins Jahr 2016

22. Dezember 2015 | 14:43 Autor: AMS OÖ Startseite, Oberösterreich

Linz (A) Die Kurve zeigt nach oben: Mehr Arbeitskräfte, mehr Beschäftigte, mehr Arbeitslose. Der steigende Betreuungs- und Finanzierungsbedarf stellt das Arbeitsmarktservice Oberösterreich (AMS OÖ) vor neue Herausforderungen. 3,3 Prozent des Förderbudgets sind für anerkannte Flüchtlinge reserviert.

Ein Sechser vor dem Komma
Erstmals seit den 60er-Jahren – die Zahlen davor sind nicht valide – steht heuer bei der oberösterreichischen Arbeitslosenquote ein Sechser vor dem Komma: Mit 6,2% erzielt unser Bundesland ex aequo mit Vorarlberg die zweitbeste Quote nach Salzburg (siehe Grafik).

Für 2016 wird ein starker Anstieg des Arbeitskräfteangebots – um ca. 12.300 Personen – erwartet. Da die Beschäftigung aber nicht im gleichen Ausmaß steigen wird, steigen die Arbeitslosenzahlen. Aus heutiger Sicht könnte die Arbeitslosenquote 2016 bei etwa 6,6% liegen.

Förderbudget von € 159 Mio.
Mit € 159 Mio. ist das Förderbudget des AMS OÖ im Jahr 2016 etwas höher als heuer (€ 152 Mio.), doch sind mehr Gelder durch Programmvorgaben gebunden. Die größten Budgetteile gehen in die Ausbildungsgarantie für Jugendliche (€ 22 Mio.) sowie in Ausgaben für Personen über 50 Jahre (Eingliederungsbeihilfe, Kombilohn, Beschäftigungsprojekte – zusammen € 24 Mio.).

"Gerade an den Rändern der Erwerbskarrieren – beim Einstieg ins Arbeitsleben und in den letzten Jahren vor dem Ruhestand - werden wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Instrumenten eingreifen und unsere Unterstützung anbieten", betont AMS-Landesgeschäftsführerin Birgit Gerstorfer. "Zum einen muss verhindert werden, dass Jugendliche schon am Beginn ihrer Berufslaufbahn aus dem System fallen; die angekündigte Ausbildungspflicht bis 18 Jahre ist hier der richtige Ansatz. Zum andern darf man nicht zulassen, dass erfahrene Arbeitskräfte aus dem Erwerbsleben gedrängt werden. Mit finanziell attraktiven Angeboten an die Unternehmen wollen wir die Erwerbskarrieren von über 50-jährigen Personen absichern oder wieder in Gang bringen."

Unterstützung für anerkannte Flüchtlinge läuft an
Das AMS OÖ geht davon aus, dass sich im nächsten Jahr mind. 4.000 anerkannte Flüchtlinge arbeitslos oder lehrstellensuchend melden werden (heuer waren es rd. 3.500). Für Förderangebote sind Ausgaben von mind. € 5,2 Mio. geplant – das sind 3,3% des Förderbudgets.

Im Jänner starten die Deutschkurse: Sie werden flächendeckend in drei Modulen über zusammen 15 Wochen angeboten. Eine weitere Vertiefung der Deutschkenntnisse wird zusammen mit einem berufspraktischen Kompetenzcheck angeboten. Derzeit laufen Pilotprojekte in Linz, Wels und Vöcklabruck. Im Vollbetrieb sollen bis zu 1.000 Personen getestet werden. Mit den Geschäftspartnern Migrare und Volkshilfe werden an den Standorten Braunau, Gmunden, Linz, Rohrbach-Berg, Steyr und Wels muttersprachige Beratungsprojekte geführt. Die Beratungsdauer beträgt maximal ein halbes Jahr; zudem gibt es nach einer erfolgreichen Arbeitsaufnahme eine dreimonatige Nachbetreuungsphase. Zur Förderung der Beschäftigung werden auch die Eingliederungsbeihilfe sowie Beschäftigungsprojekte (in Perg und Steyr) eingesetzt.

"Unsere Angebote für anerkannte Flüchtlinge werden ab Mai flächendeckend zur Verfügung stehen", berichtet Gerstorfer. "Wir arbeiten darauf hin, dass zumindest die Hälfte der Teilnehmenden an den Beratungsprojekten im Anschluss in Arbeit steht oder eine berufsbezogene Qualifizierung absolviert. Einfach wird die Erreichung dieses Ziels aber nicht."

  • (Foto & Grafik: AMS OÖ)
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