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Der neue Zubau der Raiffeisenbank Gunskirchen deckt mit der Photovoltaik-Fassade und einer PV-Anlage auf dem Dach die Hälfte des Stromverbrauchs der Bank ab.

Raiffeisenbank Gunskirchen: Grüne Bank weiter auf Erfolgskurs

24. Mai 2016 | 11:41 Autor: Raiffeisenbank Österreich, Oberösterreich

Gunskirchen (A) Die Raiffeisenbank Gunskirchen und das Umweltcenter verzeichneten 2015 erneut ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr. Die oberösterreichische Regionalbank hat sich damit im Vergleich zur gesamten Bankbranche weit über Durchschnitt entwickelt. Mit dem Umweltcenter als grüner Bank im Herzen Oberösterreichs blickt die  Raiffeisenbank Gunskirchen auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurück.

2015 erreichte die gesamte Raiffeisenbank Gunskirchen ein Geschäftsvolumen von 530 Mio. Euro, das entspricht einem Wachstum von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rund 300 Mio. Euro an Einlagen (plus 9,4 Prozent) stehen 230 Mio. Euro (plus 8 Prozent) an Ausleihungen gegenüber. „Bei den Einlagen und Ausleihungen konnten wir im Vergleich zur gesamten Branche überdurchschnittlich zulegen. Die Gesamteinlagen aller in Österreich tätigen Banken stiegen im vergangenen Jahr nur um durchschnittlich 3,2[1] Prozent, wir erzielten ein Plus von 9,4 Prozent. Auch bei den Ausleihungen können wir ein deutlich höheres Wachstum von 8 Prozent vorweisen. Die gesamtösterreichischen Ausleihungen stiegen hingegen nur um 2 Prozent“, erklären die beiden Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Gunskirchen, Dr. Hubert Pupeter und Franz Weichselbaumer-Wimmer im Rahmen eines Pressegesprächs in Linz.

Die Bilanzsumme beträgt 253 Mio. Euro, das entspricht einer Steigerung um 12,4 Prozent im Vergleich zu 2014. „Während die österreichischen Banken ein durchschnittliches Minus von 3,2 Prozent hinnehmen mussten, konnten wir sogar ein deutliches Wachstum erzielen“, erläutert Weichselbaumer. Das Betriebsergebnis beläuft sich trotz Sonderaufwendungen für den Zubau der Zentrale auf 2,12 Mio. Euro und beträgt damit 0,9 Prozent der Bilanzsumme. Das EGT liegt für 2015 bei zwei Mio. Euro oder 0,8 Prozent der Bilanzsumme.

Die Eigenkapitalquote blieb mit 11,8 Prozent weitgehend stabil. „Die Raiffeisenbank Gunskirchen steht damit auf einem gesunden Fundament“, so Weichselbaumer. Für das laufende Jahr 2016 plant die Raiffeisenbank Gunskirchen erneut ein Wachstum beim gesamten Bankgeschäft: „Für heuer erwarten wir einen Zuwachs in der Bilanzsumme von rund fünf Prozent“, so Weichselbaumer. „Besonders unsere gelebte, regionale Verantwortung und unsere langjährigen Kundenbeziehungen machen die Raiffeisenbank Gunskirchen so erfolgreich. Einen zusätzlichen Auftrieb erhalten wir natürlich durch unser Umweltcenter, das bereits einen wesentlichen Teil zum Erfolg beiträgt.“

Investitionen des Umweltcenters wurden um 60 Prozent erhöht
Mit dem Ende 2012 gegründeten und eigenständig agierenden Umweltcenter investiert die Raiffeisenbank Gunskirchen  ausschließlich in ökologische und nachhaltige Projekte und Unternehmen. „Bis Ende 2015 wurden in Summe 15,188 Mio. Euro in nachhaltige Projekte investiert. Das entspricht einer Steigerung um 62 Prozent im Vergleich zum Ausleihungsvolumen Ende des Jahres 2014 mit 9,465 Mio. Euro. Ein Fünftel des Ausleihungszuwachses der gesamten Raiffeisenbank Gunskirchen erzielte damit bereits das Umweltcenter. Und wir haben sogar mehr Anfragen und Umweltprojekte in der Pipeline, als wir umsetzen können“, hebt Pupeter hervor. „Die bisher finanzierten Umweltprojekte in Windenergie, Biomasse oder Photovoltaik sparen pro Jahr 5688 Tonnen CO2 ein.“ 2016 sind im Umweltcenter Finanzierungen in der Höhe von weiteren zehn Mio. Euro geplant.

Vom Biomasseheizkraftwerk zum Tesla-Taxi
Die vom Umweltcenter Gunskirchen finanzierten Projekte spannen 2015 einen Bogen vom zweiten Tesla-Taxi in Wels-Land und Kooperationen mit der Grünen Erde bis hin zu Biomasseheizwerken,   Photovoltaikanlagen und ein Kleinwasserkraftwerk an der Ager. Eines der größten nachhaltigen Investments  mit einer Gesamtinvestition von 5,4 Mio. Euro, das im vergangenen Jahr getätigt wurde, ist die Finanzierung des  Biomasseheizkraftwerkes in Liezen in der Steiermark. „Das Umweltcenter Gunskirchen setzt sich auch außerhalb der Grenzen von Oberösterreich für den Erhalt der Umwelt ein. Je mehr Einlagen und Anlagekapital wir von umweltbewussten Österreichern erhalten, desto mehr nachhaltige Projekte können wir in ganz Österreich auch unterstützen“, erklärt Pupeter.

Nachhaltige Geldanlagen boomen
Nicht nur die Oberösterreicher sind für grüne Geldanlagen zu haben. Mittlerweile verzeichnet das Umweltcenter umweltbewusste Kunden aus ganz Österreich, die entweder ihr Geld nachhaltig anlegen oder sogar ihre ganzen Geldgeschäfte bei der grünen Bank tätigen. „Unsere Entwicklung in den letzten dreieinhalb Jahren von der regionalen Bank hin zur Umweltbank mit österreichweiten Einzugsgebiet zeigt, dass immer mehr Österreicher und Österreicherinnen Wert darauf legen, wie ihr Geld angelegt wird“, erklärt Pupeter.

Allein in Österreich wurden laut des Marktberichtes des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) im Jahr 2015  10,2  Mrd. Euro in nachhaltige Geldanlagen investiert. Das entspricht einem Wachstum von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Österreich ist mit einem Anteil der nachhaltigen Geldanlagen von mittlerweile 6,3 Prozent am Gesamtmarkt Spitzenreiter im DACH-Raum. „Diese Zahlen belegen klar, dass es sich bei nachhaltigen Anlagen um mehr als einen Trend handelt. Für immer mehr Anleger sind Nachhaltigkeitskriterien im Anlageprozess wichtig und gerade in Niedrigzinszeiten bieten grüne Anlageformen einen Mehrwert“, betont der Bankchef.

Grüne Beteiligungsprojekte als neue Geldanlageform
Das Umweltcenter der Raiffeisenbank Gunskirchen setzte bisher mit dem Umwelt-Girokonto und den verschiedenen Umwelt-Sparbüchern ganz klar auf grüne Sparformen. „Gerade in einer Niedrigzinsphase wie jetzt sind unsere Kunden natürlich auch an alternativen Anlageformen interessiert. Aus diesem Grund haben wir uns bereits im vergangenen Jahr entschieden, einlagensichere Anlageformen zu entwickeln, die dennoch einen vergleichbaren Zinssatz bieten, wie er mit Wertpapieren zu erzielen ist “, erläutert Pupeter. Mit den neuen grünen Beteiligungsmodellen bietet das Umweltcenter Anlegern die Möglichkeit, in ganz konkrete Projekte wie Photovoltaikanlagen, oder später auch in Kleinwasserkraft zu investieren und so über eine fix festgelegte Zeitspanne eine einlagengesicherte, attraktive Rendite zu erzielen.  Die Errichtung einer Photovoltaikanlage in der Gemeinde Offenhausen war das Pilotprojekt des Umweltcenters für die neuen Beteiligungsmodelle. „Unsere sogenannten Sonnenbausteine, also die einlagengesicherte Beteiligung an dieser Photovoltaikanlage, waren innerhalb von wenigen Tagen vergriffen. Aufgrund des großen Erfolges des Pilotprojektes in Offenhausen haben wir weitere Beteiligungsprojekte geplant, die wir nun auch österreichweit interessierten Anlegern anbieten“, erklärt Pupeter.

Aktuell wird gerade ein weiteres Beteiligungsprojekt in Gunskirchen umgesetzt: Auf den Dächern von sieben regionalen, umweltbewussten Unternehmen werden Photovoltaikanlagen mit rund 400 kWp installiert. Dies entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von ca. 130 privaten Haushalten.  Die  Photovoltaikanlagen werden durch den Verkauf der sogenannten Sonnenbausteine finanziert. „Mit der Investition in diese Sonnenkraftwerke und dem einlagengesicherten Erwerb der Sonnenbausteine bietet sich Anlegern aus ganz Österreich eine attraktive Anlagemöglichkeit. Bereits ab 1000 Euro und bei einer Laufzeit von sieben bzw. zwölf Jahren werden eineinhalb bzw. zwei Prozent Zinsen ausbezahlt“, betont Pupeter.

Weitere Beteiligungsprojekte sind bereits in Planung: In diesem Jahr wird wahrscheinlich noch ein Kleinwasserkraftwerk in Kärnten als Beteiligungsprojekt ausgelobt, für 2017 werden ähnliche Projekte angedacht. Sämtliche Anlage-Produkte und auch Beteiligungen können mit dem Post-Ident Verfahren eingerichtet und mit E-Banking verwaltet werden. „Wir bieten umweltbewussten Anlegern ein umfangreiches Produktportfolio, das nicht nur nachhaltige Fonds beinhaltet, sondern das gesamte Spektrum der Bankgeschäfte abdeckt. Vom Umwelt-Girokonto über unterschiedlichste Umwelt-Sparbücher bis hin zu unseren neuen grünen Beteiligungsmodellen können Anleger bei uns alle Bankgeschäfte nachhaltig und ökologisch abwickeln “, fasst Pupeter das Angebot des Umweltcenters zusammen.

Nachhaltigkeitsoffensive im eigenen Haus wird fortgesetzt
Um dem Klimawandel Einhalt zu gebieten ist es notwendig, die CO2 -Emissionen zu reduzieren – egal ob privat zuhause oder in Unternehmen.  Nachhaltigkeit auch im eigenen Haus umzusetzen, ist dem Umweltcenter daher ein großes Anliegen. Mit dem im vergangenen Oktober eröffneten und komplett in Holzbauweise errichteten Niedrigenergiehaus erweiterte die Raiffeisenbank Gunskirchen ihre Zentrale. Die Fassade aus Photovoltaikelementen  sowie die PV-Anlage auf dem Dach decken mit den erzeugten 32.000 kW die Hälfte des Stromverbrauchs der Raiffeisenbank ab. Mit einer in den Zubau integrierten eigenen Ladestation bietet die Raiffeisenbank Gunskirchen auch eine Tankstelle für E-Autos und E-Bikes aus der Region. „Unsere nächsten internen Nachhaltigkeitsprojekte sind die Photovoltaikanlagen für die Bankstellen Offenhausen und Bachmanning, die noch dieses Jahr und 2017 umgesetzt werden“, erklärt Pupeter.

Doch nicht nur mit Umbaumaßnahmen will die Raiffeisenbank Gunskirchen ihre CO2-Emissionen reduzieren.  Die Raiffeisenbank und ihre drei Bankstellen produzieren derzeit rund 61 Tonnen CO2 pro Jahr. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Österreicher verursacht alleine rund zehn Tonnen CO2 pro Jahr. „Um diese 61 Tonnen CO2 zu reduzieren und zwei Jahre klimaneutral zu sein, haben wir uns neben den intern möglichen Maßnahmen auch zum freiwilligen Ausgleich von 130 Tonnen CO2 entschlossen. Wir unterstützen das FSC-Waldschutzprojekt Florestal Santa Maria in Brasilien und sind damit klimaneutral“, erläutert Pupeter abschließend. Weitere interne Nachhaltigkeitsmaßnahmen sind derzeit in Planung.

Regionale Bank mit Sicherheit
Seit 118 Jahren ist die wirtschaftlich selbstständige Raiffeisenbank Gunskirchen bewährter Ansprechpartner in der Region. Mit der Gründung des Umweltcenters Ende des Jahres 2012 legte die regional stark verankerte Bank den Fokus noch mehr auf regionale und vor allem soziale, ökologische und nachhaltige Finanzierungen und Veranlagungen. In den ersten drei Jahren, in denen das Umweltcenter ökologisch sinnvolle Projekte unterstützte, wurden bereits rund 15,19  Mio. Euro in nachhaltige Umweltprojekte aus dem Bereich Windkraft, Photovoltaik, Biomasse und innovative Ideen investiert. Die Raiffeisenbank Gunskirchen erreichte 2015 ein Geschäftsvolumen von 530 Mio. Euro und beschäftigt derzeit 34 Mitarbeiter.

  • Das aktuelle, grüne Beteiligungsprojekt in Gunskirchen bietet Anlegern die Möglichkeit, mit dem Erwerb sogenannter Sonnenbausteine, einlagengesichert in Photovoltaikanlagen zu investieren. (Im Bild, die neue PV-Anlage auf dem Dach der Fa. AMMAG)
    uploads/pics/Beteiligungsprojekt_Gunskirchen_Fa.AMMAG.jpg
  • Die beiden Direktoren der Raiffeisenbank Gunskirchen v.l. Franz Weichselbaumer-Wimmer und Hubert Pupeter.
    uploads/pics/Raiffeisenbank_Gunskirchen_Weichselbaumer_Pupeter_2.jpg

Umweltcenter Raiffeisenbank Gunskirchen eGen.

Raiffeisenplatz 1, 4623 Gunskirchen, Österreich
+43 7246 7411-33123

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