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So sehen Sieger und Siegerinnen aus: BGF-Preisträger 2017

Preise für Betriebliche Gesundheitsförderung vergeben

05. Mai 2017 | 09:03 Autor: communication matters Österreich, Wien, Oberösterreich

Wien (A) Premiere für Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner: Sie eröffnete die Verleihung der Preise für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) des österreichischen Netzwerks für BGF. Zum nunmehr siebten Mal fand die Verleihung statt – 24 Betriebe aus ganz Österreich wurden ausgezeichnet. Die beiden nationalen Preisträger 2017 heißen: Leinenweberei Vieböck in der Kategorie Kleinbetriebe sowie Sappi Austria Produktions GmbH & Co KG in der Kategorie Großbetrieb.

Das Bewusstsein für Betriebliche Gesundheitsförderung steigt stetig. 415.715 Mitarbeiter in Österreich profitieren mittlerweile davon. Allein in den vergangenen drei Jahren erhielten 734 Betriebe das BGF-Gütesiegel. Es gibt zahlreiche sehenswerte Umsetzungen und Maßnahmen. Mit dem BGF-Preis 2017 präsentiert das Österreichische Netzwerk BGF die Besten der Besten.

Preis, der für Qualität steht. Die BGF-Preise werden in dreijährigen Zyklen vergeben. Ziel der Auszeichnung ist es, die nachhaltigen und innovativen Aktivitäten in österreichischen Unternehmen im Bereich Betrieblicher Gesundheits­förderung sichtbar zu machen. „Österreich ist in punkto Betrieblicher Gesundheitsförderung im europäischen Vergleich im Spitzenfeld. Das betrifft die umgesetzten Projekte und die damit erreichten Beschäftigten“, zeigt sich Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner erfreut. „Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung sind wichtig und mehrfach wirksam“, unterstreicht Rendi-Wagner, „so werden körperliche und psychische Belastungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter minimiert. Die Gesundheitspotentiale der Beschäftigten werden gestärkt und damit die Basis für gesundes Altern im Unternehmen gelegt.“

OÖGKK-Obmann und Vorsitzender des Ausschusses für Krankenversicherung und Prävention, Albert Maringer, bekräftigt: „Die Zahl der Unternehmen mit hervorragenden BGF-Projekten steigt stetig – in allen Betriebsgrößen und Branchen. Als Koordinationsstelle des Netzwerks-BGF ist die OÖGKK besonders stolz, diese Entwicklung in Österreich so maßgeblich unterstützen zu können. Der BGF-Preis ist die höchste nationale Auszeichnung für Betriebe im Bereich Gesundheitsförderung.“

Auswahl und Kriterien. Nur Unternehmen, die den BGF-Gütesiegel-Prozess erfolgreich absolviert haben, können für den BGF-Preis nominiert werden. Dennoch ist die Bandbreite der prämierten Betriebe 2017 enorm: Das „kleinste“ Unternehmen – mit nur acht Mitarbeitern – ist die Salzburger Tischlerei Schober, der „größte“ ausgezeichnete Betrieb, mit knapp 1.850 Mitarbeitern, der Landesverband des Roten Kreuzes in Oberösterreich.

„Gesundheit geht uns alle etwas an!“, fordert Wirtschaftskammer Österreich-Experte Martin Gleitsmann: „Betriebe, die bei der Gesundheitsförderung Außergewöhnliches leisten, verdienen daher eine große Bühne und vor allem auch ein großes Danke – dafür steht der Preis.“

BGF-Leuchtturm-Projekte. Prämiert werden Unternehmen von allen neun Gebietskrankenkassen sowie von der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB) und der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA) in zwei Kategorien (Kleinbetriebe und Großbetriebe). Die Auswahl der Betriebe erfolgt auf Basis der fachlichen Einschätzung der Regional- und Servicestellen des Netzwerks BGF sowie auf Basis der Bewertungen der Anträge zum BGF-Gütesiegel. Eine Fachjury ermittelt aus genannten Betrieben die beiden nationalen BGF-Preisträger.

Weiters gibt es jeweils einen Sonderpreis der Bundesarbeitskammer sowie der Wirtschaftskammer gemeinsam mit der SVA der gewerblichen Wirtschaft.

Und so wirkt BGF. Das Spektrum an verhältnis- und verhaltensorientierten Maßnahmen wird immer breiter: Die Maßnahmen betreffen die Bereiche Soziales, Kommunikation, Arbeitsorganisation und ‑abläufe und umfassen Bewegung, Ernährung, psychische Gesundheit und vieles mehr.
Wichtig für die Wirkung von BGF-Maßnahmen ist die Einbindung in die Organisation selbst und die Wahrnehmung von Gesundheit als fester Bestandteil der Unternehmenskultur. „Betriebliche Gesundheitsförderung ist dann wirksam und erfolgreich, wenn sie umfassend in Betrieben verankert und ihre Qualität gesichert ist“, betont Klaus Ropin, Leiter des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ). „Für dieses Ziel hat der Fonds Gesundes Österreich das Qualitätsmanagementsystem des Österreichischen Netzwerks BGF mitentwickelt und fördert es zur flächendeckenden Umsetzung im Rahmen einer strategischen Kooperationspartnerschaft für 2017 bis 2019 weiter“, so Ropin. Mit der BGF-Charta, dem BGF-Gütesiegel und dem BGF-Preis wurden attraktive Auszeichnungen auf einheitlicher Qualitätsbasis geschaffen, die Unternehmen einen maßgeblichen Imagegewinn ermöglichen.

„Wir sehen BGF als sinnvolle Ergänzung des ArbeitnehmerInnenschutzes“, unterstreicht Alexander Heider, als Vertreter der Bundesarbeitskammer AK Wien, den Stellenwert von Betrieblicher Gesundheitsförderung, „denn wir sehen, wie wichtig es ist, dass das Thema Gesundheit in der betrieblichen Struktur verankert wird. Dann funktioniert auch die Umsetzung und die Gesundheitsressourcen der Beschäftigten werden nachhaltig gestärkt.“

Alle Seiten profitieren: Unternehmen entscheiden sich aus freien Stücken für Betriebliche Gesundheitsförderung – die Entscheidung dafür wird nicht bereut. Denn aus erfolgreich umgesetzten BGF-Maßnahmen resultieren nachweislich gesündere Mitarbeiter, geringere Fehlzeiten und weniger Fluktuation im Unternehmen. „Der Ausbau der Gesundheitsförderung und Prävention ist ein zentrales Element für ein längeres selbstbestimmtes Leben bei guter Gesundheit. Der Arbeitsplatz spielt dabei eine wichtige Rolle. Gesundheitspolitische Maßnahmen auf betrieblicher Ebene haben die Möglichkeit, auf alle Dimensionen der Gesundheit Einfluss zu nehmen“, so Martin Schaffenrath, stellvertretender Vorsitzender des Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

In diese Kerbe schlägt auch Andrea Wesenauer, Direktorin der OÖGKK, indem sie bekräftigt und abschließend festhält: „BGF ist eine Win-Win-Win Situation: Die Unternehmen ziehen unerwartet viele Vorteile aus gesunden Teams. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entfalten ihre volle Leistung – jedoch nicht zulasten der eigenen Gesundheit. Und eine soziale Krankenversicherung wie die OÖGKK kann über die Arbeitswelt eine große Anzahl ihrer Versicherten adäquat unterstützen. Der BGF-Preis würdigt Unternehmen, in denen der BGF-Gedanke besonders eindrucksvoll umgesetzt wird“.
 
Die Jury vom BGF-Preis 2017:
Dr. Christiane Dietscher (Fachexpertin und Referentin für Gesundheitsförderung,Gesundheitskompetenz und Public Health im Bundesministerium für Gesundheit)
Dr. Martin Sprenger, MPH (Leiter des Universitätslehrgangs Public Health der Meduni Graz)
Dr. Gert Lang (Fonds Gesundes Österreich – Referent für BGF)
Mag. Martin Block (Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger)
Mag. Christoph Heigl (Koordination des Netzwerks BGF)  

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