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Die strahlenden Sieger: Alireza Eslamian und Martin Schifko (beide ESS), Gertrude Schatzdorfer-Wölfel, Walter und Herta Sticht, Stefan Barbaric, Erwin Raffeiner (Sprecher Automation) und F. Peter Mitterbauer (Miba)

Miba, Sprecher Automation und Barbaric sind die Gewinner beim Pegasus Wirtschaftspreis

11. Juni 2019 | 14:17 Autor: OÖ Nachrichten Startseite, Oberösterreich

Linz (A) Die OÖNachrichten vergaben gemeinsam mit ihren Partnern Raiffeisenlandesbank, Land Oberösterreich, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und KPMG die Preise für die besten Unternehmen des Landes. Die Sieger des Abends sind quer über Oberösterreich verteilt und Ausdruck der wirtschaftlichen Vielfalt des Landes.

Firmensieger gab es in vier Kategorien. Dazu wurden Herta und Walter Sticht, Gründer des Zulieferkonzerns Stiwa mit Sitz in Attnang-Puchheim, für ihr Lebenswerk und Gertrude Schatzdorfer-Wölfel, geschäftsführende Gesellschafterin des Gerätebauunternehmen Schatzdorfer mit Sitz in Zipf, als erfolgreiche Frau in einer Führungsposition ausgezeichnet. Mehr als 600 Gäste feierten  in einer kurzweiligen Veranstaltung im Linzer Brucknerhaus die Sieger.

Die Sieger in den Hauptkategorien (Kurzportraits der Sieger weiter unten) sind:

Kategorie: Die Innovationskaiser

Gold: Barbaric, Linz
Silber: Econ, Weißkirchen/Traun
Bronze: Click & Learn, Linz

Kategorie: Die Leuchttürme

Gold: Miba, Laakirchen
Silber: Keba, Linz
Bronze: Wacker Neuson, Hörsching

Kategorie: Die Erfolgsgeschichten

Gold: Sprecher Automation, Linz
Silber: Löffler , Ried im Innkreis 
Bronze: Schatzdorfer Gerätebau, Zipf

Sonderpreis des Landes Oberösterreich: Die Zukunftshoffnungen ­­- Nominierte

Gold: Engineering Software Steyr, Steyr
Silber: Melanie Hofinger Veritas, Linz
Bronze: Neuburger Fleischlos, Ulrichsberg

Die Jury bestand heuer aus Prof. Dr. Friedrich Schneider (Juryvorsitzender und Vorstand des Instituts für Volkswirtschaftslehre an der Johannes Kepler Universität), Mag. Gerald Mandlbauer (Chefredakteur der OÖNachrichten), Mag. Dietmar Mascher (stellvertretender Chefredakteur und Wirtschaftsressortleiter der OÖNachrichten), Dr. Helge Löffler (Partner der KPMG), Dr. Axel Greiner (Präsident der Industriellenvereinigung Oberösterreich), Dr. Heinrich Schaller (Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich), Mag. Markus Achleitner (Wirtschafts-Landesrat), Mag. Doris Hummer, Präsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich, sowie den Vorjahressiegern. Das waren Dr. Peter Wienerroither, Geschäftsführer TCG, Dr. Martin Bergsmann, Geschäftsführer Hueck Folien, und Andrea Lindenberger-Weißenberger, Tischlerei Lindenberger.

Sonderpreis des Landes Oberösterreich – Die Zukunftshoffnungen

Pegasus in Gold: Engineering Software Steyr, Steyr

Der Forschungsaufwand von 60 bis 70 Prozent des Umsatzes zeigt die Entwicklungsintensität des jungen Unternehmens aus der Autozulieferbranche. ESS mit Sitz in Steyr simuliert den Fertigungsprozess in einer Lackieranlage, den bei weitem teuersten Prozess in der Automobilindustrie. Innerhalb weniger Stunden wird auf Workstations gerechnet, wofür die Konkurrenz teure Hardware und mehrere Wochen Rechenleistung benötigt. Am Anfang stand der Management Buy Out der Lackieranlagensimulation von Magna im Jahr 2015. Aus zwei Mitarbeitern ist ein internationales Team mit 50 Spezialisten geworden. Das Wachstum des Unternehmens war möglich, weil der hohe Innovationsgrad der Entwicklungen von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG und der Europäischen Union als förderwürdig erkannt wurde.

Die Innovationskaiser

Pegasus in Gold: Gold: Barbaric, Linz
Schwere Fenster, große Holztafeln. In der Holzbe- und verarbeitung hat sich das Linzer Unternehmen Barbaric mit seinen Spezialhebegeräten einen hervorragenden Namen gemacht. Jede Anlage ist eine Spezialkonstruktion. Begonnen hat Stefan Barbaric 1995. Anfangs von den Mitbewerbern unterschätzt, sind diese selbst inzwischen zu Kunden geworden – weil Barbaric der  Innovationsführer der Branche ist. So wurde für einen internationalen Glaskonzern ein Spezialheber entwickelt. Auftrag war, dass die zuvor erhobenen häufigsten Unfälle vermieden werden sollten. Seither kam es zu keinen Unfällen mehr beim Glashandling. Der Heber wurde zum Standard in dem globalen Konzern. Längst wird über Europa hinaus – bis Australien und Amerika – exportiert. Mehr als 70 Mitarbeiter werden beschäftigt.

Die Erfolgsgeschichten

Pegasus in Gold: Gold: Sprecher Automation, Linz
Vor 30 Jahren wurde die Linzer Firma Sprecher + Schuh an die französische Alstom verkauft. Dann wurde 15 Jahre lang in Linz der Personalstand reduziert. Als Erwin Raffeiner 2001 vor der Aufgabe stand, weitere Stellen ins Ausland zu verlagern, und zu befürchten war, dass Linz überhaupt einem Sparprogramm zum Opfer fallen würde, entschloss er sich mit seinen Kollegen Helmut Schabetsberger, Josef Wischt Johann Meindl und Wolfgang Pfeiffer zu einem ungewöhnlichen Schritt: Sie kauften das Unternehmen, auch die Mitarbeiter wurden beteiligt. Der Umsatz ist seit dem Management-Buy-out vervierfacht worden, 100 Millionen haben die Oberösterreicher investiert. Sprecher erzielte 2018 mit 500 Mitarbeitern einen Auftragseingang von rund 90 Millionen Euro. Der Spezialist für Steuerungstechnik ist inzwischen in sieben Ländern vertreten. Die Fertigung erfolgt zu 100 Prozent in Österreich.

Die Leuchttürme

Pegasus in Gold:  Miba AG, Laakirchen
Ob Sinterteile für die Lenkung, Gleitlager für Lokomotiven, Reibbeläge für Windkraftanlagen oder Beschichtungen, die die Leitfähigkeit von Bauteilen in der Elektromobilität verbessert. Die Miba AG ist ein breit aufgestellter Industriezulieferer und verfolgt einen profitablen Wachstumskurs. Knapp weniger als 50 Prozent des Umsatzes erzielt Miba mit Autoteilen. Und trotz dort herausfordernder Bedingungen ist das Unternehmen mit Zentrale in Laakirchen in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Ein über mehrere Jahre angelegtes Investitionsprogramm von 100 Millionen Euro öffnet neue Möglichkeiten oder vergrößert die Kapazitäten in zukunftsträchtigen Bereichen. Das Ziel eine Milliarde Euro Umsatz zu erreichen, wird demnächst erreicht. Fast 7400 Mitarbeiter arbeiten an den 26 Standorten des familiengeführten Unternehmens, das den Generationenübergang von Peter zu F. Peter Mitterbauer vorbildlich gemeistert hat.

Spezialpreis der Wirtschaftskammer Österreich – Unternehmerin des Jahres

Pegasus in Gold: Gertrude Schatzdorfer-Wölfel, Gerätebau Schatzdorfer, Zipf
Sie sei ihr eigener Werbeträger, ein bunter Hund in der Metallbranche. So hat sich Gertrude Schatzdorfer-Wölfel in einem OÖN-Gespräch einmal selbst beschrieben. Das ist typisch weibliches Understatement, denn in Wahrheit hat die gelernte Kindergärtnerin Beeindruckendes geschafft: Sie führt seit Jahrzehnten erfolgreich die Gerätebaufirma Schatzdorfer in Zipf mit einem Jahresumsatz von mehr als 12 Millionen Euro. Ein Karriereweg, der so nicht vorgezeichnet war: 1998 musste sie quasi über Nacht die Führung des Familienbetriebs übernehmen, weil der Fortbestand nach der Trennung der Eltern auf der Kippe stand. Aus ihrer eigenen Erfahrung und als Mutter zweier Töchter ist ihr die Förderung von Frauen ein großes Anliegen. Ihr eigenes Ziel, 15 Prozent Frauen in das Unternehmen zu holen, hat sie längst übererfüllt: 25 Prozent der knapp hundert Mitarbeiter sind weiblich. „Wir könnten alle Männer nach Hause schicken und unsere Kunden würden immer noch bedient, weil wir in jeder Abteilung Frauen haben“, sagt Gertrude Schatzdorfer-Wölfel. Und auch die nächste Chefin steht bereit: Tochter Elisa Mairinger wird übernehmen.

Pegasus in Kristall für das unternehmerische Lebenswerk

Pegasus in Kristall: Herta und Walter Sticht
Wenn Walter Sticht durch das Unternehmen führt, spürt man immer noch das Feuer eines Jungunternehmers. Ein gemeinsames Leben für ein Unternehmen. Das war und ist die Devise von Herta und Walter Sticht. 1972 haben Sie das Unternehmen in kleinen Räumlichkeiten in Attnang-Puchheim gegründet und legten ein fulminantes Wachstum hin. STIWA steht für Sticht Walter, aber mittlerweile auch für mehr als 2000 Mitarbeiter mit Niederlassungen in Deutschland, den USA und China. STIWA hat sich einen Namen als Automatisierungsspezialist und Autozulieferer erster Kategorie gemacht. Gemeinsam mit Kunden werden Innovationen entwickelt, seit vielen Jahren etwa mit dem Belägehersteller Blum in Vorarlberg. Daneben wurde schon vor 27 Jahren in Hagenberg in die Entwicklung von Software investiert. An der Entwicklung des Softwarparks haben die Stichts wesentlichen Anteil. Der Familienbetrieb setzte zuletzt mehr als 250 Millionen Euro um und legt seit jeher großen Wert auf die Ausbildung der Mitarbeiter. 400 Beschäftigte haben bei STIWA schon ihre Lehre absolviert.

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