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v.l.: Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, die Preisträger Helmut Kaufmann (AMAG Austria Metall AG) und Peter Schwab, (voestalpine AG - Vorstandsdirektor ab 01.10.2015) sowie Günter Rübig (Obmann Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Oberösterreich)

Landespreis für Innovation: Die Preisträger 2015

11. September 2015 | 08:27 Autor: Land Oberösterreich Österreich, Oberösterreich

Linz (A) Es war eine beeindruckende Leistungsschau der oberösterreichischen Wirtschaft und Forschung, die am Mittwochabend im ORF-Landesstudio OÖ in Linz stattfand. Zum 22. Mal wurden mit dem Landespreis für Innovation beeindruckende Innovationsleistungen in vier Kategorien ausgezeichnet.

„Der Jury fiel bei 82 Projekteinreichungen in herausragender Qualität die Auswahl schwer. Aber schließlich setzten sich die Unternehmen AMAG rolling GmbH in der Kategorie Großunternehmen, Loxone Electronics GmbH in der Kategorie Mittlere Unternehmen, robArt GmbH in der Kategorie Kleinunternehmen und die LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen GmbH in der Kategorie Forschungseinrichtungen durch“, betonte Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl als Initiator des Landespreises. Über den Jurypreis für radikale Innovationen freute sich die Kompetenzzentrum Holz GmbH und über den Jurypreis für das Geschäftsmodell Innovationen die QGo OG.

Ein zusätzlicher Höhepunkt der diesjährigen Preisverleihung war die Enthüllung der neu designten Siegerstatue, die den Innovationsgeist der Preisträger zum Ausdruck bringt. Entworfen wurde die Statue von der Designerin DIin Mag.ª (FH) Julia Edlmair, die den in Kooperation mit der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz ausgeschriebenen Designwettbewerb für sich entscheiden konnte.

Nach Bekanntgabe der Preisträger in den einzelnen Kategorien bedankte sich Wirtschafts-Landesrat Michael Strugl bei o. Univ.-Prof. DI Dr. Richard Hagelauer für seinen langjährigen Juryvorsitz und verkündete, dass Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas ab 2016 der neue Vorsitzende der Jury sein wird.

Die Preisträger 2015 im Überblick

Großunternehmen: AMAG rolling GmbH
Hochfeste und leichte Werkstoffe leisten einen wesentlichen Beitrag zur Fahrzeugsicherheit. Um Autos produzieren zu können, die ein neues Level an Sicherheit bei geringstem Mehrgewicht erreichen, muss der Leichtbau optimal auf die Anforderungen im Crashmanagement und im Strukturbereich abgestimmt werden. Die AMAG rolling GmbH aus Ranshofen entwickelte dafür gemeinsam mit Partnern eine Aluminium-Speziallegierung und holte sich mit dieser Innovation den Sieg in der Kategorie Großunternehmen. AMAG TopForm® UHS (Ultra High Strength) eignet sich bestens als Ersatz für konventionelle Werkstoffe. Geringes Gewicht, Festigkeit, sehr gute Energieabsorption und ausgezeichnete Umformbarkeit, sowie Recyclingfähigkeit werden hier vereint. Durch die hohe Gewichtsersparnis von Bauteilen aus dieser Legierung von bis zu 50 % sinkt z.B. der Kraftstoffbedarf signifikant. Zum Einsatz kommt AMAG TopForm® UHS bereits im BMW i8 im Seitenaufprallträger.

Mittlere Unternehmen: Loxone Electronics GmbH
Die Loxone Electronics GmbH mit Sitz in Kollerschlag setzte sich mit ihrer Innovation – einer hauseigenen Funktechnologie speziell für den Smart Home Nachrüstmarkt – an die Spitze der Kategorie Mittlere Unternehmen. Die Loxone Air Technologie erlaubt es dem Anwender ohne Umbau seinem Zuhause Intelligenz einzuhauchen und so vom Heizstrahler über die Jalousien und die Musikanlage bis zum Licht und der Raumtemperatur alles zu steuern, ohne im Haus anwesend sein zu müssen. Mittels der Technologie erfolgt eine Datenübertragung vom Miniserver zu den verschiedenen energieoptimierten Air Produkten (z.B. intelligente Steckdose, RGBW Dimmer für Farblichtszenen, Multi Extension Air für die Zutrittskontrolle, Temperaturüberwachung etc.) und umgekehrt.

Kleinunternehmen: robArt GmbH
Die robart GmbH aus Linz überzeugte mit ihrer Entwicklung AICU (artificial intelligent control unit) in der Kategorie Kleinunternehmen. Diese Steuereinheit ermöglicht mobilen, autonomen Indoor-Robotern eine künstlich-intelligente Navigation. Navigationsbasierte Funktionen, wie sie bislang nur von teuren Forschungsrobotern geboten wurden, werden für den Massenmarkt der Consumer Produkte verfügbar. Das bedeutet nicht nur eine signifikante Verbesserung der Funktion und Usability in bestehenden Produktkategorien (z.B. dem Segment der Staubsaugerroboter), sondern ermöglicht erstmalig auch neue Produkte, deren Funktionen ganz wesentlich auf einer intelligenten Wahrnehmung der Umgebung beruhen (z.B. Security Roboter, Roboter zur Unterstützung von alten und gebrechlichen Personen im Alltag, Social Roboter, Entertainment Produkte).

Forschungseinrichtungen: LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen GmbH
Die LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen GmbH erarbeitete gemeinsam mit Industriepartnern die seriennahe Umsetzung einer innovativen Blechumformung bei extrem tiefen Temperaturen (kryogen) von bis zu minus 170 °C. Von einer industriellen Umsetzung dieses Versuchs-Prozesses können sowohl Fahrzeug- und Zulieferindustrie als auch die Verbraucher/innen profitieren. Mit Hilfe der neuartigen kryogenen Blechumformung ist es möglich, komplexe Teile, die bisher aus Stahlblech gefertigt wurden, nun aus Aluminium herzustellen. Mehrere Einzelteile einer Autotür könnten zum Beispiel zusammengefasst und als ein Teil gefertigt werden, um Fügestellen zu sparen. Außerdem erlaubt der Ersatz von Druckgussteilen aus Aluminium durch kryogen umgeformte Blechbauteile eine Gewichtsreduktion, da geringere Wandstärken benötigt werden.

Jurypreis für radikale Innovationen: Kompetenzzentrum Holz GmbH
Für die Herstellung von Elektroden mit speziell hoher Doppelschichtkapazität, wie sie z.B. in Superkondensatoren zur Anwendung kommen, sind hochporöse Aktivkohlefasern besonders gut geeignet. Bei deren Herstellung wird oft auf fossile Rohstoffe zurückgegriffen und genau hier setzt die Innovation der Kompetenzzentrum Holz GmbH aus Linz an, mit der sie sich den Jurypreis für radikale Innovationen sicherte. Über die Prozesse der chemischen Imprägnierung, Carbonisierung und der physikalische Aktivierung können nun Aktivkohlefasern aus Cellulose-Regeneratfasern hergestellt werden. Das erhaltene Material kann als Elektrodenmaterial für Doppelschichtkondensatoren (eine Superkondensatorenart) mit hoher Kapazität eingesetzt werden. Superkondensatoren spielen eine wesentliche Rolle in der Energiespeicherung aktueller und zukünftiger Technologien (z.B. in der Elektromobilität zur Energierückgewinnung und Speicherung und zur Ermöglichung von raschen Ladezeiten). Die Kompetenzzentrum Holz GmbH erweitert damit die F&E-Expertise in Richtung poröser Kohlenstofffasern.

Jurypreis für Geschäftsmodell Innovationen: QGo OG
Das junge Unternehmen QGo aus Julbach entwickelte einen kamerabasierten Warteschlangen-Optimierungsalgorithmus speziell für Skigebiete. Durch das intelligente Tool QGo werden Wartezeiten an Seilbahnen erkannt, analysiert und über Server ausgewertet. Danach können die Skifahrer über Displays und Apps automatisch zu den weniger befahrenen Seilbahnen gelenkt werden. Für Skifahrer/innen bietet dieser Service somit mehr Spaß am Skifahren durch weniger Anstellzeiten und für das Skigebiet ist es wiederum ein Vorteil, da Skifahrer/innen gleichmäßiger im Skigebiet verteilt werden und die Unfallhäufung an den Pisten minimiert wird. Mit dieser innovativen Entwicklung entschied das Unternehmen den Jurypreis für Geschäftsmodell Innovationen für sich.

Die Landespreisträger 2015 im Überblick

Kleinunternehmen
1. RobArt GmbH: AICU – artificial intelligent control unit
2. SANO Transportgeraete GmbH: Liftkar PT R Treppenraupe
3. Barbaric GmbH: Hebegeräte für Glas

Mittlere Unternehmen
1. Loxone Electronics GmbH: Smart Home Nachrüstmarkt – Funktechnologie
2. emporia Telecom GmbH & Co KG: emporiaSMART - Smartphone für die Zielgruppe der Senioren)
3. Hitzinger GmbH: S POWER - Bodenstromversorgung für parkende Flugzeuge

Großunternehmen
1. AMAG rolling GmbH: AMAG TopForm® UHS (Ultra High Strength) – Aluminium-Speziallegierung
2. GE Healthcare Austria GmbH & Co OG: VOLUSON E10 - Elektronik-4D-Ultraschalltechnologie (e4D)
3. FACC AG: Winglets (Flügelspitzen)

Forschungseinrichtungen
LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen GmbH: Kryo-Alu - Kryogene Blechumformung von höherfesten Aluminiumlegierungen

Jurypreis für radikale Innovationen
Kompetenzzentrum Holz GmbH: Aktivkohlefaser-Elektrodenmaterial für Superkondensatoren

Jurypreis für Geschäftsmodell Innovation
QGo OG: QGo - kamerabasierter Warteschlangenoptimierungsalgorithmus

Nominierung zum Staatspreis für Innovation
AMAG rolling GmbH, GE Healthcare Austria GmbH & Co OG und RobArt GmbH

Nominierung ECONOVIUS
Loxone Electronics GmbH

Nominierung VERENA
Johannes Kepler Universität Linz – Institut für Pervasive Computing

Der Innovationspreis: Die Fakten
Der Innovationspreis wurde in vier Kategorien vergeben: Kleinunternehmen, Mittlere Unternehmen, Großunternehmen und Forschungseinrichtungen. Weiters wurden zwei oö. Jurypreise (für radikale Innovationen und Geschäftsmodell Innovationen) verliehen. Der Sieger in jeder der vier Kategorien ebenso wie die Jurypreisträger erhielten einen vom Wirtschaftsressort des Landes Oberösterreich gestifteten Geldpreis (4.000 EUR pro Kategorie) sowie eine Trophäe.

Fach-Jury traf die schwierige Auswahl
Rektor o. Univ.-Prof. DI Dr. Richard Hagelauer (Vorsitzender der Jury, Johannes Kepler Universität Linz), Mag.ª Karin Aussersdorfer (voestalpine Stahl GmbH, F&E – Management), DIin Dr.in Birgit Ettinger (KEBA AG, Innovationsmanagement), DI Dr. Ludovit Garzik, MBA DWT (Geschäftsführer Rat für Forschung und Technologieentwicklung), Klaus Herrmann (Chefredakteur Kronen Zeitung), DI (FH) Stephan Kubinger, MBA (Obmann-Stv. der sparte.industrie WKO Oberösterreich), Dipl.-Ing. Bruno Lindorfer (Geschäftsführer Business Upper Austria, Technologiebeauftragter des Landes Oberösterreich), DI (FH) Werner Pamminger, MBA (Geschäftsführer Business Upper Austria), Dr. Gerald Reisinger (Geschäftsführer FH Oberösterreich Management GmbH), KommR DI Günter Rübig (Rat für Forschung und Technologie OÖ), Hofrat Mag. Walter Winetzhammer (Amt der Oö. Landesregierung Abteilung Wirtschaft), Univ.-Prof. Dkfm. Dr. Gerhard Wührer, (Vorstand des Institutes für Handel, Absatz und Marketing der Johannes Kepler Universität Linz)

  • v.l.: Wirtschafts-Landesrat Michael Dr. Strugl, Unternehmer Thomas Moser (Loxone Electronics GmbH) und Michael Rockenschaub (Vorstandsdirektor Sparkasse Oberösterreich)
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  • v.l.: Michael Schahpar (RobArt GmbH), Klaus Herrmann (Chefredakteur Kronenzeitung Oberösterreich) und Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl
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  • v.l.: Werner Pamminger (Geschäftsführer Business Upper Austria), die Preisträger Richard Kretz (LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen GmbH) und Karl Radlmayr (voestalpine Metal Forming GmbH) sowie Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl
    uploads/pics/Gewinner_Forschungseinrichtungen_LandOOE_Schauer.jpg
  • v.l.: Werner Pamminger (Geschäftsführer Business Upper Austria), Unternehmer Jakob Schröger (QGo OG) mit Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl
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  • v.l.: Werner Pamminger (Geschäftsführer Business Upper Austria), die Preisträger Claudia Pretschuh und Andreas Haider (Kompetenzzentrum Holz GmbH) mit Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl (Fotos: Land OÖ / Sandra Schauer)
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Amt der Oberösterreichischen Landesregierung

Landhausplatz 1, 4021 Linz, Österreich
+43 732 7720-0

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robart GmbH

Friedhofstraße 4, 4020 Linz, Österreich
+43 (0) 732 944 44-0
[email protected]robart.cc

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Loxone Electronics GmbH

Smart Home 1, 4154 Kollerschlag, Österreich
+43 (0) 7287 7070-0
[email protected]loxone.com

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AMAG Austria Metall AG

Lamprechtshausenerstrasse 61, 5282 Braunau-Ranshofen, Österreich
+43 7722 801-0

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LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen GmbH

Lamprechtshausenerstraße 61, Postfach 26, 5282 Braunau-Ranshofen, Österreich
+43 (0) 50550 69 00
[email protected]ait.ac.at

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