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Betriebsbesuch bei der Firma VMG Dambauer GmbH in Vöcklabruck – v.l.: DI Günter Rübig, Obmann Sparte Industrie der Wirtschaftskammer OÖ, GF KR Ing. Kurt Dambauer, GF Dietmar Dambauer, Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, Christian Mader, WKOÖ-Bezirksstellen-Leiter Josef Renner und Dr. Heinz Moosbauer, Geschäftsführer sparte industrie der Wirtschaftskammer OÖ. (© Land OÖ / Denise Stinglmayr)

Industrie trifft Politik in Vöcklabruck

05. Oktober 2016 | 14:15 Autor: Land Oberösterreich Österreich, Oberösterreich

Vöcklabruck (A) Oberösterreich steht in einem immer intensiveren Standortwettbewerb. Daher bedarf das Ziel, sich als Wirtschaftsstandort in den Top-Wirtschaftsregionen Europas nachhaltig zu etablieren, größter Anstrengungen: „Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist ein wachstums- und investitionsfreundliches Klima in unserem Bundesland. Weiters müssen wir entsprechende Rahmenbedingungen schaffen sowie konkrete Impulse setzen. Daher steht heuer eine Gründungsoffensive im Mittelpunkt der Landes-Wirtschaftspolitik“, unterstreicht Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl.

Weitere zentrale Maßnahmen sind unter anderem die Weiterentwicklung von Wirtschaftsparks und Interkommunalen Betriebsbaugebieten, die Umsetzung der Strategie für kleine und mittlere Unternehmen sowie Familienbetriebe, die Fortsetzung des OÖ Konjunktur- und Wachstumsprogrammes, die „Leitinitiative Digitalisierung“ insbesondere mit dem Vorantreiben des flächendeckenden Breitbandausbaus bis 2022 sowie Deregulierungs- und Entbürokratisierungsmaßnahmen.

Aufgrund der nach wie vor schwierigen Situation auf dem Arbeitsmarkt hat die aktive Arbeitsmarktpolitik auch heuer wieder absolute Priorität in der Landespolitik: „Mit dem ‚Pakt für Arbeit und Qualifizierung 2016‘ wurde auch heuer wieder ein umfassendes Maßnahmenpaket für den Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel geschnürt. Von den Pakt-Partnern AMS OÖ, Land OÖ und Sozialministerium-Service OÖ werden dafür 251,8 Millionen Euro aufgewendet. Seitens des Landes OÖ wurde das Budget für den Pakt für Arbeit und Qualifizierung für das heurige Jahr um 2,7 Millionen Euro erhöht“, betont Wirtschafts-Landesrat Strugl.

20-Punkte-Plan für Oberösterreichs digitale Zukunft
Die datengetriebene Wirtschaft wird darüber entscheiden, wie wettbewerbsfähig unser Bundesland in Zukunft sein wird. Daher wollen soll Oberösterreich mit einem 20-Punkte-Plan fit für die digitale Zukunft gemacht werden.

„Die Digitalisierung ermöglicht neue Geschäftsmodelle und die Chance für mehr Beschäftigung. Oberösterreich verfügt bereits über zahlreiche innovative Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich der Informationstechnologie und kann so auch im internationalen Wettbewerb punkten. Mit der ‚Leitinitiative Digitalisierung‘ will das Land OÖ die oö. Wirtschaft beim digitalen Wandel noch stärker unterstützen“, erläutert Landesrat Strugl. 20 konkrete Projekte sollen dafür sorgen, dass die Chancen der Digitalisierung bestmöglich genutzt werden können.

Besondere Schwerpunkte werden die Ausbildung der dringend benötigten Fachkräfte und das immer drängendere Thema ‚IT-Sicherheit‘ sein. Gerade bei der IT-Sicherheit weist Oberösterreich eine hohe Kompetenz sowohl im Bereich der Unternehmen als auch der Forschungseinrichtungen auf.

Industrie trifft Politik: Meinungsaustausch im Bezirk Vöcklabruck
Oberösterreich ist das führende Industriebundesland in der Republik. Diese Spitzenstellung gilt es abzuschern. Daher steht im Rahmen des Bezirkstages in Vöcklabruck auch der Meinungsaustausch mit Vertretern von Industriebetrieben im Vordergrund. Dabei wurden auch die folgenden Unternehmen besucht:

  • VISHAY Semiconductor (Austria) Ges.m.b.H. in Vöcklabruck
  • Vöcklabrucker Metallgießerei Dambauer GmbH in Vöcklabruck

Internationalisierung – Unterstützung für oö. Unternehmen
Für Oberösterreich als führendes Industriebundesland mit einer Exportquote von ca. 60% ist die internationale Vernetzung ausschlaggebend. Internationale Kooperationen auf Wachstumsmärkten sollen daher weiterhin forciert werden und die heimische Wirtschaft mittels konkreter Maßnahmen (z.B. Export- und Internationalisierungsprogramm, Programm „go international“, Place Branding, Brain Gain) bei ihren Exportbemühungen bestmöglich unterstützt werden. Das Exportcenter leistet als Dreh- und Angelpunkt dabei einen wesentlichen Beitrag

Ziel ist, den heimischen Betrieben den Zugang zu internationalen Märkten zu erleichtern. Die Wirtschaftsagentur des Landes Oberösterreich Business Upper Austria ist mit der stärkeren Positionierung von oö. Unternehmen in internationalen Märkten und damit verbunden auch europäischen Förderprogrammen betraut.

Start (Up)per Austria - Offensive für mehr Gründungen
Unternehmensgründungen sind von zentraler Bedeutung für einen Wirtschaftsstandort: Neugründungen bringen neue Technologien und Geschäftsmodelle, sorgen für zusätzliche Wertschöpfung und schaffen vor allem auch neue Arbeitsplätze. In Oberösterreich werden pro Jahr ca. 4.500 Unternehmen neu gegründet. „Doch damit schöpft unser Bundesland noch immer nicht alle Potenziale aus. Wir können es uns im Wettbewerb der Standorte jedoch nicht leisten, gute Ideen auf der Strecke zu lassen“, erklärt Wirtschafts-Landesrat Strugl. Daher wurde mit „Start Up(per) Austria – Die oö. Strategie für mehr Gründungen“ eine ganzheitliche und langfristige Strategie für Oberösterreich erstellt.

Ziel der neuen Strategie ist es, durch eine Vielzahl von Maßnahmen alle Potenziale für Gründungen zu erschließen, eine optimale Betreuung in der Gründungsphase sicherzustellen und somit das Fundament für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg zu legen. „Wir wollen damit die Zahl der Unternehmensgründungen in Oberösterreich bis zum Jahr 2020 um 500 jährlich steigern. Da jede Gründung im Schnitt 2,4 Arbeitsplätze schafft, bedeutet diese Steigerung der Anzahl von Gründungen auch 1.200 neue Arbeitsplätze pro Jahr und zusätzlich rund 3,9 Millionen Euro mehr an Wertschöpfung im Land“, erläutert Wirtschafts-Landesrat Strugl.

Erreicht werden soll dies unter anderem durch eine Förderung des Unternehmergeistes in der Gesellschaft, etwa durch eine stärkere unternehmerische Orientierung an den Schulen, sowie durch eine Erleichterung der Finanzierung. Weiters sollen alle Aktivitäten zur Beratung und Begleitung von Gründungen noch besser vernetzt und koordiniert sowie die Infrastruktur für Gründer/innen ausgebaut werden.

Deregulierungsprojekt „Betriebsanlagen“
In Oberösterreich werden pro Jahr an den Bezirkshauptmannschaften rund 2.500 Betriebsanlagengenehmigungs-/-änderungsverfahren abgewickelt. Die professionelle Abwicklung der Betriebsanlagenverfahren ist ein zentraler Faktor für die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes OÖ. In den vergangenen Jahren wurden die Verfahren laufend optimiert: So wurde die durchschnittliche Verfahrensdauer im Jahre 2015 auf 21 Tage ab Vorlage vollständiger Unterlagen gesenkt.

„Aber nicht nur die Verfahrensabwicklung muss beschleunigt, sondern auch Entbürokratisierung und Deregulierung müssen verstärkt in Angriff genommen werden, um sowohl die Behörden zu entlasten als auch den Unternehmen den betrieblichen Alltag zu erleichtern“, betont Wirtschafts-Landesrat Strugl. Daher wurde auf Initiative des Wirtschaftsressorts das Deregulierungsprojekt „Betriebsanlagen“ gestartet, mit dem Ziel sowohl das Landesrecht an sich als auch die Vollziehung zu vereinfachen.

Obwohl es sich beim gewerblichen Betriebsanlagenrecht um ein ausschließliches Bundesgesetz handelt, wurden im Rahmen dieses Deregulierungsprojektes insgesamt 13 Landesregelungen identifiziert, die für die Errichtung und den Betrieb von gewerblichen Betriebsanlagen ebenfalls eine Rolle spielen. „Wir haben nun uns zum Ziel gesetzt, alle landesgesetzlichen Regelungen, die das Betriebsanlagenrecht betreffen können, dahingehend zu durchforsten, ob Regelungen vereinfacht, aus dem Rechtsbestand eliminiert oder vereinfacht neu gestaltet werden können“, erklärt Wirtschafts-Landesrat Strugl.

Industrie 4.0 als Herausforderung für Berufsschulen
Neben der Adaptierung der Berufsbilder sind vor allem die Berufsschulen gefordert, sich intensiv mit dem Thema Digitalisierung auseinander zu setzen. Hier gilt es vor allem, die Lehrpläne dementsprechend anzupassen, um die Lehrlinge auf die Herausforderungen der Digitalisierung optimal vorzubereiten. So sollen berufsübergreifende Abreiten auf dem Lehrplan stehen. Beispielsweise sollten von den Lehrlingen in Teamarbeit Projekte durchgeführt werden, wo eine Vernetzung von Produktion und Lager entwickelt wird.

  • Betriebsbesuch bei der Firma VMG Dambauer GmbH in Vöcklabruck – v.l.: DI Günter Rübig, Obmann Sparte Industrie der Wirtschaftskammer OÖ, GF KR Ing. Kurt Dambauer, Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, GF Dietmar Dambauer und LAbg. Michaela Langer-Weninger. (© Land OÖ / Denise Stinglmayr)
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  • Betriebsbesuch bei VISHAY Semiconductor (Austria) Ges.m.b.H in Vöcklabruck – v.l.: Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, LAbg. Michaela Langer-Weninger, GF DI Arnold Rohr von VISHAY Semiconductor (Austria) Ges.m.b.H und DI Günter Rübig, Obmann Sparte Industrie der Wirtschaftskammer OÖ. (© Land OÖ / Denise Stinglmayr)
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Amt der Oberösterreichischen Landesregierung

Landhausplatz 1, 4021 Linz, Österreich
+43 732 7720-0

Details

Vishay Semiconductor (Austria) GesmbH

Telefunkenstraße 5, 4840 Vöcklabruck, Österreich
+43 7672 72451-0

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Vöcklabrucker Metallgießerei Dambauer GmbH

Vöcklastraße 20, 4840 Vöcklabruck, Österreich
+43 (0) 7672/735-0

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